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Ich würde gerne diskutieren in wie weit Poetry slam als Subkultur verstanden werden kann die individuelle Selbstbildung fördert?
Hallo! Ich bin ein dänischer Student, der demnächst eine Arbeit in Poetry slam schreiben will, worin es auch um den Deutschen Poetry slam gehen wird. In dieser Arbeit werde ich über Poetry slam als neue literarische Bildungsplattform schreiben. Von Interessierten, insbesondere anderen Poeten, würde ich gerne Eure Meinung lesen zu meinen Gedanken hierüber.
Poetry slam ist ja ein literarisch- kulturelles- Phänomen, welches sich recht explizit von akademischen literarischen (Bildungs)Kanon abgrenzt, indem ein neues literarisches Medium für Poesie bildet. Die Poesie entsteht ja in der Interaktion zwischen den spezifischen Publikum und Poet in der auch entschieden wird was das Beste Gedicht ist. Hier findes also eine neue Demokratisierung des guten Geschmacks statt, und ich habe überlegt ob es mit der spätmodernen Individuellen Bildungstendenz zu tun hat. Diese Tendenz zur Individualisierung zeigt sich in der veränderten Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Soziales Umfeld, das den einzelnen entwickelt und Bildet. Das Individuum kann somit frei entscheiden was für ihn guter Geschmack ist und auch hier seinen Individuellen Stil bilden. Das gilt auch für die heutigen Subkultur, in der einzelne Akteure zum einen sich von anderen Gruppen abgrenzen durch einen eigenen Stil, aber auch intern wollen die einzelnen Gruppen ihren Individuellen Stil behaupten. Das Individuelle ist für viele ein neuer Geschmackshorizont geworden, worin das soziale Feld aber nicht Bedeutungslos wird, indem der einzelne hier inspiriert wird seinen Stil weiterzubilden und sich zu präsentieren (realisieren).
Gilt das nun auch für den Poetry slam? Ist Poetry slam eine solche Subkultur die den Individuellen Stil bevorzugt? Bilden die verschiedenen Aktöre sich Individuel in Poetry slam? Ich habe auch gehört, dass authentische Gedichte oftmals gut punktet. Ist das Individuelle das Authentische?
Hallo! Bin nun etwas am zweifeln, Karsten spricht ja davon, dass Poetry slam eine starke demokratische Angelegenheit ist, die auch dazu führt, dass der einzelne sich der Masse beugen muss. Andererseits überlege ich.. ob die Individuelle Selbstdarstellung des Poeten, also die Realisierung des Ichs im Sozialen nicht auch eine Übung darin ist seine eigene Meinung zu behaupten.. die Masse etwa zu verführen im eigenen Diskurs? Kann man dann vielleicht von zwei verschiedenen Rollen sprechen, also das Publikum, welches also eine Masse bildet und in der die private Stimmung nicht dargestellt werden kann und dann den Poeten, der gerade die Chance seine individuelle Meinung im sozialen dialektisch zu präsentieren?
Hallo Karsten, danke für deine Antwort! Ich nehme alles auf...Mir geht es ja darum hier zu erproben wie relevant das Thema Individuelle Bildung gerade im Poetry slam ist.
Hallo Karsten, danke für deine Antwort! Ich nehme alles auf...Mir geht es ja darum hier zu erproben wie relevant das Thema Individuelle Bildung gerade im Poetry slam ist.
Verstehe ich das richtig? Du benutzt den Begriff "Bildung" nicht im schulischen Sinne (lernen, Aus- und Weiterbildung), sondern Du versteht darunter das Entstehen und Heranreifen eines (Bühnen-)Charakters, ja?
Poetryslam ist eine sehr demokratische Angelegenheit. Im Guten wie im Schlechten. Am Ende des Abends gewinnt der Text, auf den sich alle einigen konnten. Das muss nicht zwingend der Text sein, den Du ganz persönlich am besten gefunden hast. Es ist auch nicht immer der künstlerischste Text und fast nie ist es der mutigste Text. Insofern trägt ein Poetryslam natürlich nicht gerade zur Individualisierung bei.
Auf der anderen Seite geht es natürlich auch immer um den einzelnen Protagonisten und seine Performance auf der Bühne. Zu einer guten Performance gehört eine gehörige Portion schauspielerisches können und Charisma. Wer genau wie alle anderen ist; wer nicht durch Sprache, Duktus oder wenigstens sein Aussehen im Gedächtnis bleibt hat leider keine Chance.
Ehrlicherweise muss man aber eingestehen, dass es auch hierfür Grenzen gibt. Wer "zu individuell" daherkommt, zum Beispiel durch extreme politische oder religiöse Ansichten oder einen Vortrag der ausschließlich aus dadaistischen Furz-Geräuschen besteht, der verliert sein Publikum ebenfalls.
Man kann also sagen, dass der Slam das Individuum nur innerhalb gewisser Grenzen fördert und fordert. Es mag für den Einzelnen darum gehen, sich selbst zu erproben. Aber für die Gruppe geht es vor allem darum, eine gute Zeit zu haben. Und das ist auch gut so. Das soll nicht heißen, dass man auf einem Slam nicht experimentell und wagemutig sein soll. Man darf dann aber nicht erwarten, vom Publikum geliebt zu werden.
Für mich ganz persönlich kann ich behaupten, durch jeden Text den ich schreibe ein kleines Stück zu reifen. Denn jeder neue Text erfordert, dass ich mir ausführlich Gedanken mache. Selbst die albernen. Vor allem die albernen.
Ansonsten kann ich Andreas nur zustimmen. Ich hoffe sehr, jetzt nicht gar zu weit an deiner Frage vorbei geantwortet zu haben.
Vielen dank für deine Antwort Nadja! Deine Angaben sind allerdings sehr aufschlussreich!
@Karsten Lampe: Ich bin auch deiner Meinung, dass man da nicht von Gegensätzen sprechen kann.
Aber vielleicht könntest du Deine Ansicht etwas vertiefen?
Ich habe die Frage aus zwei Gründen so formuliert: Erstens weil, wie mir scheint, in wissenschaftlichen Arbeiten durchaus diskutiert wird ob Poetry Slam eine Subkultur ist oder eher Popkulturel. Das liegt zum einen in den verschiedenen Motivierungen, die in einer Poetry Slam Performance liegen können.
Will der Poet etwas vorführen, dass völlig publikumsfreundlich rüberkommt, wollen die Gäste nur etwas hören womit sie sich Identifizieren können? Einige Kritiker des Poetry slams sehen hier die Poesie verschwinden, insbesondere wegen des Wettbewerbs. Es wird ein Massentauglicher Sportart.
Zweitens beschäftige ich mich Theorien, in der Individualisierung verschiedene Arten der Sozialisierung aufweist. Man kann sich zum Beispiel Individuell Bilden, indem man einen Anderen nachahmt auf eine Individuelle kreative Art. Man kann sich aber auch Individuell kontrolliert einem Massenspektakel hingeben, in der die Differenz aufgehoben wird, woraufhin man sich nachher die Erfahrung Individuell aneignet.
Meine These ist jedoch, dass gerade beim Poetry Slam beide Arten der Sozialisierung stattfindet, und dass auch nicht zwischen Subkultur und Pop-kultur so stark unterschieden werden muss.
Das liegt, meiner Ansicht Der Poet wird ja während der Veranstaltung mit dem lyrischen Ich im Text identifiziert. Also es findet eine Starke Personifizierung statt durch die face to face Kommunikation. Das Publikum erlebt ihn also persönlich, auf seine individuelle Art und er erzeugt durch seine Individuelle Art ein Massenspektakel. Der Dichter kann somit eine Masse inspirieren. Um inspirieren zu können kann das Gedicht jedoch auch verständlich sein, das Publikum muss sich Identifizieren können.
Hier unterscheidet Poetry slam sich vom Avant Garde, indem es um mehr geht als nur Verfremdung.
Die Poetry slam performance wird zum Medium der Individuellen Bildung, indem es, Meiner These zufolge, in einer Schnittstelle zwischen privat und öffentlich, Intimität und Inszenierung stattfindet.
Individuelle Bildung und die "Hingabe ans Publikum" sind doch keine Gegensätze. Wieso sollte es hier ein "entweder, oder" geben? Oder verstehe ich die Frage falsch?
Antwort auf deine 2. Formulierung: Wenn du es unbedingt generalisierend sagen möchtest, dann ist der Poetry Slam ein Ort (aber auch eine begrenzte Zeit, ein Spiel, etc.)an dem beides passiert: individuelle Selbstdarstellung, ebenso wie ein Massenspektakel...
Deine Fragen sind interessant. Ich habe meine Magisterarbeit über den Poetry Slam in Frankreich geschrieben, der sich ja nicht grundlegend von dem in Deutschland unterscheidet, sondern nur in ihrer Organisation.
Der Schwerpunkt meiner Arbeit lag allerdings nicht auf dem Thema der Individualisierung,sondern auf dem der Kommunikation, Performance und Sprache.
Trotzdem habe ich Lust, auf deine Fragen zu antworten, da ich doch viele Interviews gemacht habe und viele Slams als Beobachterin besucht habe.
(1) Es gibt nach meinem Datenmaterial die Tendenz der Individualisierung. Jeder Slammer möchte einen bestimmten Charakter und ein bestimmtes Profil für sich kreieren, vor allem durch die Art und Weise des Sprachstils, des Auftretens. Hinzu kommt, dass sich Slammer oft Künstlernamen geben, die einen bestimmten Charakterzug der jeweiligen Person (oder einen erwünschten Charakterzug) betonen sollen.
(2) In Frankreich sind die Slammer in Gruppen und Vereinen organisiert, die ebenfalls einen bestimmten Namen tragen. Das heißt: Die einzelenen Gruppen möchten sich von den anderen abheben, jedoch gibt es (vielleicht auch gerade dadurch) ein starkes Gemeinschaftsgefühl innerhalb dieser Gruppen. Es gibt also einerseits eine starke Tenden der Individualisierung, die jedoch ihre Grenzen hat, denn in Bezug zur jeweiligen Slam-Gruppe, möchte man sich zugehörig fühlen. Interessant dabei ist, dass die Gruppen regional organisiert sind, das heißt, die Individualisierung hört bereits bei der Regionalität (nicht einmal Nationalität) auf.
(3) Der Begriff der Authentizität sollte genau betrachtet werden. Ich habe bei meinen Untersuchungen ebenfalls herausgefunden, dass "authentische" Gedichte am besten bewertet werden. Doch was heißt Authentizität und wo sind dann im Extremfall die Grenzen zum Theater?
Hoffe, das bringt dich weiter.
Gruß, Nadja
Ich weiß allerdings nicht, wie das bei deutschen Slammern ist. Ich denke man sollte da genau hinschauen.
Hmm... Ich versuche die Frage etwas einfacher zu formulieren. Glaubt Ihr dass Poetry slam ein Ort ist, wo
die individuelle (selbst)Bildung gefördert wird? oder ist es eher ein Ort der absoluten Sozialisierung, des Massenspektakels, wo der Poet sich dem Publikum völlig hingibt ?
Forum - Allgemein - Poetry slam als subkultur, die Individualisieru...
Poetry slam als subkultur, die Individualisierung der Identität?
Poetry slam ist ja ein literarisch- kulturelles- Phänomen, welches sich recht explizit von akademischen literarischen (Bildungs)Kanon abgrenzt, indem ein neues literarisches Medium für Poesie bildet. Die Poesie entsteht ja in der Interaktion zwischen den spezifischen Publikum und Poet in der auch entschieden wird was das Beste Gedicht ist. Hier findes also eine neue Demokratisierung des guten Geschmacks statt, und ich habe überlegt ob es mit der spätmodernen Individuellen Bildungstendenz zu tun hat. Diese Tendenz zur Individualisierung zeigt sich in der veränderten Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Soziales Umfeld, das den einzelnen entwickelt und Bildet. Das Individuum kann somit frei entscheiden was für ihn guter Geschmack ist und auch hier seinen Individuellen Stil bilden. Das gilt auch für die heutigen Subkultur, in der einzelne Akteure zum einen sich von anderen Gruppen abgrenzen durch einen eigenen Stil, aber auch intern wollen die einzelnen Gruppen ihren Individuellen Stil behaupten. Das Individuelle ist für viele ein neuer Geschmackshorizont geworden, worin das soziale Feld aber nicht Bedeutungslos wird, indem der einzelne hier inspiriert wird seinen Stil weiterzubilden und sich zu präsentieren (realisieren).
Gilt das nun auch für den Poetry slam? Ist Poetry slam eine solche Subkultur die den Individuellen Stil bevorzugt? Bilden die verschiedenen Aktöre sich Individuel in Poetry slam? Ich habe auch gehört, dass authentische Gedichte oftmals gut punktet. Ist das Individuelle das Authentische?
Poetry slam als subkultur, die Individualisierung der Identität?
An jene die wissenschaftlich mit Poetry slam arbeiten
Poetryslam ist eine sehr demokratische Angelegenheit. Im Guten wie im Schlechten. Am Ende des Abends gewinnt der Text, auf den sich alle einigen konnten. Das muss nicht zwingend der Text sein, den Du ganz persönlich am besten gefunden hast. Es ist auch nicht immer der künstlerischste Text und fast nie ist es der mutigste Text. Insofern trägt ein Poetryslam natürlich nicht gerade zur Individualisierung bei.
Auf der anderen Seite geht es natürlich auch immer um den einzelnen Protagonisten und seine Performance auf der Bühne. Zu einer guten Performance gehört eine gehörige Portion schauspielerisches können und Charisma. Wer genau wie alle anderen ist; wer nicht durch Sprache, Duktus oder wenigstens sein Aussehen im Gedächtnis bleibt hat leider keine Chance.
Ehrlicherweise muss man aber eingestehen, dass es auch hierfür Grenzen gibt. Wer "zu individuell" daherkommt, zum Beispiel durch extreme politische oder religiöse Ansichten oder einen Vortrag der ausschließlich aus dadaistischen Furz-Geräuschen besteht, der verliert sein Publikum ebenfalls.
Man kann also sagen, dass der Slam das Individuum nur innerhalb gewisser Grenzen fördert und fordert. Es mag für den Einzelnen darum gehen, sich selbst zu erproben. Aber für die Gruppe geht es vor allem darum, eine gute Zeit zu haben. Und das ist auch gut so. Das soll nicht heißen, dass man auf einem Slam nicht experimentell und wagemutig sein soll. Man darf dann aber nicht erwarten, vom Publikum geliebt zu werden.
Für mich ganz persönlich kann ich behaupten, durch jeden Text den ich schreibe ein kleines Stück zu reifen. Denn jeder neue Text erfordert, dass ich mir ausführlich Gedanken mache. Selbst die albernen. Vor allem die albernen.
Ansonsten kann ich Andreas nur zustimmen. Ich hoffe sehr, jetzt nicht gar zu weit an deiner Frage vorbei geantwortet zu haben.
@Karsten Lampe: Ich bin auch deiner Meinung, dass man da nicht von Gegensätzen sprechen kann.
Aber vielleicht könntest du Deine Ansicht etwas vertiefen?
Ich habe die Frage aus zwei Gründen so formuliert: Erstens weil, wie mir scheint, in wissenschaftlichen Arbeiten durchaus diskutiert wird ob Poetry Slam eine Subkultur ist oder eher Popkulturel. Das liegt zum einen in den verschiedenen Motivierungen, die in einer Poetry Slam Performance liegen können.
Will der Poet etwas vorführen, dass völlig publikumsfreundlich rüberkommt, wollen die Gäste nur etwas hören womit sie sich Identifizieren können? Einige Kritiker des Poetry slams sehen hier die Poesie verschwinden, insbesondere wegen des Wettbewerbs. Es wird ein Massentauglicher Sportart.
Zweitens beschäftige ich mich Theorien, in der Individualisierung verschiedene Arten der Sozialisierung aufweist. Man kann sich zum Beispiel Individuell Bilden, indem man einen Anderen nachahmt auf eine Individuelle kreative Art. Man kann sich aber auch Individuell kontrolliert einem Massenspektakel hingeben, in der die Differenz aufgehoben wird, woraufhin man sich nachher die Erfahrung Individuell aneignet.
Meine These ist jedoch, dass gerade beim Poetry Slam beide Arten der Sozialisierung stattfindet, und dass auch nicht zwischen Subkultur und Pop-kultur so stark unterschieden werden muss.
Das liegt, meiner Ansicht Der Poet wird ja während der Veranstaltung mit dem lyrischen Ich im Text identifiziert. Also es findet eine Starke Personifizierung statt durch die face to face Kommunikation. Das Publikum erlebt ihn also persönlich, auf seine individuelle Art und er erzeugt durch seine Individuelle Art ein Massenspektakel. Der Dichter kann somit eine Masse inspirieren. Um inspirieren zu können kann das Gedicht jedoch auch verständlich sein, das Publikum muss sich Identifizieren können.
Hier unterscheidet Poetry slam sich vom Avant Garde, indem es um mehr geht als nur Verfremdung.
Die Poetry slam performance wird zum Medium der Individuellen Bildung, indem es, Meiner These zufolge, in einer Schnittstelle zwischen privat und öffentlich, Intimität und Inszenierung stattfindet.
Deine Fragen sind interessant. Ich habe meine Magisterarbeit über den Poetry Slam in Frankreich geschrieben, der sich ja nicht grundlegend von dem in Deutschland unterscheidet, sondern nur in ihrer Organisation.
Der Schwerpunkt meiner Arbeit lag allerdings nicht auf dem Thema der Individualisierung,sondern auf dem der Kommunikation, Performance und Sprache.
Trotzdem habe ich Lust, auf deine Fragen zu antworten, da ich doch viele Interviews gemacht habe und viele Slams als Beobachterin besucht habe.
(1) Es gibt nach meinem Datenmaterial die Tendenz der Individualisierung. Jeder Slammer möchte einen bestimmten Charakter und ein bestimmtes Profil für sich kreieren, vor allem durch die Art und Weise des Sprachstils, des Auftretens. Hinzu kommt, dass sich Slammer oft Künstlernamen geben, die einen bestimmten Charakterzug der jeweiligen Person (oder einen erwünschten Charakterzug) betonen sollen.
(2) In Frankreich sind die Slammer in Gruppen und Vereinen organisiert, die ebenfalls einen bestimmten Namen tragen. Das heißt: Die einzelenen Gruppen möchten sich von den anderen abheben, jedoch gibt es (vielleicht auch gerade dadurch) ein starkes Gemeinschaftsgefühl innerhalb dieser Gruppen. Es gibt also einerseits eine starke Tenden der Individualisierung, die jedoch ihre Grenzen hat, denn in Bezug zur jeweiligen Slam-Gruppe, möchte man sich zugehörig fühlen. Interessant dabei ist, dass die Gruppen regional organisiert sind, das heißt, die Individualisierung hört bereits bei der Regionalität (nicht einmal Nationalität) auf.
(3) Der Begriff der Authentizität sollte genau betrachtet werden. Ich habe bei meinen Untersuchungen ebenfalls herausgefunden, dass "authentische" Gedichte am besten bewertet werden. Doch was heißt Authentizität und wo sind dann im Extremfall die Grenzen zum Theater?
Hoffe, das bringt dich weiter.
Gruß, Nadja
Ich weiß allerdings nicht, wie das bei deutschen Slammern ist. Ich denke man sollte da genau hinschauen.
die individuelle (selbst)Bildung gefördert wird? oder ist es eher ein Ort der absoluten Sozialisierung, des Massenspektakels, wo der Poet sich dem Publikum völlig hingibt ?
http://www.youtube.com/watch?v=ZvrzgUnCPnU
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