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Nicht nur in Hamburg und Berlin gibt es mehr als einen Poetry Slam. Das führt an vielen Stellen zu Unmut. Und das ist ungut.
Freunde!
Die Meldungen darüber, dass auch in kleineren Städten als Hamburg oder Berlin mehr als ein Poetry Slam veranstaltet wird, häufen sich. Und damit leider auch die Berichte über Komplikationen.
Wer die Szene aufmerksam verfolgt, der weiß, dass ich davon nicht nur einmal auch persönlich betroffen war und nicht in jedem Fall eine kollegiale Lösung gefunden wurde. Doch grade weil ich genau weiß, was da so falsch gelaufen ist, möchte ich ein paar Vorschläge machen für all jene, die entweder einen Slam starten wollen in einer Stadt, in der es schon einen gibt.
Erstens - und das ist eigentlich auch schon der einzige Rat - nehmt Kontakt auf. Jeder Slam-Veranstalter ist erreichbar, denn das ist Teil seiner Aufgabe. Sagt, was ihr vorhabt und erklärt möglichst, warum ihr glaubt, dass der Ort noch einen weiteren Slam verträgt - und (ganz wichtig!) das ihr die Termine so legt, dass sie nicht zu nah liegen oder gar kollidieren. Insbesondere, wenn es sich um Sonderveranstaltungen, einmalige Charity-Events oder alternative Konzepte handelt, wird wohl kaum jemand etwas dagegen haben.
Zweitens - greift nicht nach unfairen Mitteln. Kennzeichnet eure neue Veranstaltung deutlich als eine solche und nicht als Ableger des Originals. Kopiert nicht das Flyer-Design. Versucht nicht, einen Slam in einem Laden zu etablieren, indem der andere Slam-Veranstalter schon eine Lesebühne oder gar selbst den Slam betreibt. Tragt nicht eure Termine bei myslam unter dem Label des Originals ein. Und so weiter.
Das sind nur gut gemeinte Ratschläge. Wenn eure Stadt so groß ist, dass ihr denkt "Lächerlich" - dann bezieht das auf euer Viertel. Wenn eure Stadt so klein ist, dass ihr denkt "Passiert hier nicht" - dann wartet ab.
Der Zug rollt und er rollt auf einem sehr erfolgreichen Gleis.
Immer mehr Leute werden aufspringen wollen. Ohne Rücksicht gibt's Verluste.
Also ehemaliger Kapitalismus-Student kann ich nur sagen: Wenn ihr denkt eure Stadt vertrage einen Zweit-Slam: Macht ihn doch selbst auf. Lasst den einen von Media MArkt sponsern, den anderen von Saturn, führt eine Riesen-Werbeschlacht, indem ihr so tut als wären es zwei konkurrierende Slams (klaut aber untereinander das Konzept und das Flyerdesign) und dann haben all' diese Elektroeinzelhändler unter den Slam-Veranstaltern sowieso keine Chance mehr ;-)
P.S.: Das war satirisch gemeint, stimme Sebastian natürlich zu, meine das konzeptuell aber ganz anders.
Schuld an allem ist der Kunze, der Tobi Kunze.
Der hat nämlich im März hier angeboten ein Standardwerk zu verfassen. Das müsste schon lange fertig sein. Christian Ritter hatte ja schon den passenden Titel vorgeschlagen: 'Der Kunze'. Damit wir alle sagen können: "Schlag doch mal im 'Kunze' nach, mein Lieber."
Das bringt uns zwar jetzt nicht weiter, aber wenn man ein Problem nicht lösen kann, dann ist es hilfreich nebst einer leidenschaftlichen Problembeschreibung gleich noch einen Schuldigen zu präsentieren.
Ich will den Tobias ja nicht ärgern - sondern nur ein bisschen motivieren. "Mach doch mal - bitte."
Ich hätte noch einen Vorschlag fürs erste Kapitel.
"Zehn deutliche Anzeichen dafür, dass ich zu doof bin, einen Poetry Slam zu organisieren."
Und jede dieser zehn ausführlichen Beschreibungen 'hoch motivierter Denk- und Merkfreiheit' endet mit dem Satz: "... unwahrscheinlich, dass das funktioniert." [... vorher die Rechte beim Hübscher einholen!!]
Bei unserem Karlsruher Dritt-Slam haben sie im Mai den damaligen amtierenden deutschen Vize-Meister ausgeladen, mit der plausiblen Begründung, sie nähmen ja nicht jeden (Fahrtkosten gab's keine).
Immer winken und lächeln - winken und lächeln - winken und lächeln ...
ich freue mich, dass ihr euch beteiligt, aber ihr wisst doch wie das ist mit dem Fremdtexten ;)
Sowohl auf die Forderung nach dem Gespräch ("Nehmt Kontakt auf!"), als auch auf den Vorschlag von konzeptuell anders angelegten Slams ("alternative Konzepte!") habe ich ein Copyright.
Wenn ihr also hier was posten wollt, dass ich schon gepostet habe, dann nehmt doch vorher Kontakt zu mir auf - oder legt euren Beitrag konzeptuell anders an.
Ich möchte noch anbringen, dass ein Gespräch ... so ein einfaches Gespräch vorab sehr viele Missverständnisse lösen kann.
Ich möchte Thüringen insbesondere Erfurt als tolles Beispiel anbringen, denn hier unterstützen sich die Slams gegenseitig.
Da verlief die ZweitSlam-Geschichte glücklicherweise sehr positiv...
dank des Gespräches vorab.
Und, möchte ich noch hinzufügen, geht nicht zu den existierenden Slams, um Slammer für Euren neuen Slam zu rekrutieren und, wenn doch, sagt ihnen auf KEINEN FALL, dass sie ja dem Slammaster/ der Slammasterin nichts davon verraten sollen! Das sind nämlich ganz miese kleine Petzen, diese Slammer. Und sie wissen wer sie in diesen stürmischen Zeiten am Ende sicher durch die unruhige See lotst. Glaub ich. Nicht? Ach, egal. Liebe!
Neben den hier schon genannten Punkten (z.B. Vermeidung von terminlichen oder örtlichen Kolisionen etc.) hätte ich noch folgenden Punkt, den man berücksichtigen sollte:
Sollte man einer kleineren Stadt, die scho einen Slam hat, einen zweiten etablieren, ist es mehr als sinvoll, dass er sich konzeptionell so weit wie möglich von dem älteren Slam unterscheiden sollte, dass der neue Slam nicht als Konkurrenz, sondern als komplementäres (ergänzendes) Angebot wahrgenommen wird.
Zum Beispiel: gibt es einen "großen" Slam (mit vielen hochkarätigen auswärtigen Gästen und höherem Eintritsgeld), ist ein "kleiner" Slam (für Anfänger und lokale Größen mit wenig oder gar keinem Eintrittsgeld) als Zweitslam sinnvoll. Ein weiterer Großslam wäre da sehr kontraproduktiv. Auch im Veranstaltungsformat selbst sollte sich der neue Slam vom alten deutlich unterscheiden.
Ich persönlich wäre ja froh wenn sich bei uns im kleinen Städtchen jemand finden würde der neben mir auch nen Slam in Düren machen will. Bei uns ist der Zug irgendwie noch nicht vorbei gefahren. Wenn man zu wenig Slampotential hat machts irgendwie auch kein Spaß. Also wenn jemand aus Umgebung kommt, in Düren ist noch Platz :)
Nätürlich fänd ichs dann auch cool wenn dieser jemand sich mit mir zusammen tuhen würe :)
Gruß Nika
@Wolfgang: Ich möchte bitte auch gelobt werden, ich habe auch schon einen Termin gelöscht! :) Den habe ich allerdings zuvor falsch eingetragen.
@Alle: Wenn jemand einen schnuckeligen Regio-Slam in Würzburg aufmachen will: Ich biete Franchise-Lizenzen an. Muss aber alles klein geschrieben werden.
@Sebastian: Sehe ich das richtig, dass du von deinem neuen Recht der Terminlöschung Gebrauch gemacht hast? Ich bin begeistert bzw. wäre es in diesem Fall. Ansonsten empfehle ich allen Slam Mastern, die ihre Termine hier regelmäßig selbst eintragen, anderen Personen das zu verbieten. Dazu muss nur der Slam Ort bearbeitet werden und an entsprechender Stelle (ganz unten) ein Haken gesetzt werden. Soviel zu diesem Thema aus meiner Sicht.
ohhhhh wehhh, noch ganz wichtig für Leute, die es vorhaben. LÜGT NIEMALS DIE ANDEREN SLAMMASTER AN! - in dem ihr erst sagt, "Ach naja wir machen sowas wie ne kleine Lesebühne. Die ist dann in vier Monaten über dem Sommer wieder vorbei..." um dann einen eigenen Poetryslam daraus zu machen, der in einem Umkreis von 100 Metern zu alterwürdigen Slams steht. Ebenfalls sollten Slamregeln beachtet werden, dass jeder eingeflogene Slamer mit dem Preis der Bahncard 50 bezahlt wird und nicht á la - bring doch noch ein paar Slammer aus XY mit, damit wir nur einmal Kohle zahlen müssen und dann auch noch zu MFG-Preisen. Sonst kommen irgendwann die Slamer nicht mehr zu den regulären Slams, weil sie sich von der jeweiligen Stadt verarscht fühlen. Das Licht, dass auf alle anderen Slams fällt, ist kein Gutes.
@Dominik: Ich habe leider keinen Kontakt zu den Leuten, die den Slam im Kamikaze machen, was sehr bedauerlich ist, zumal es sich offenbar um einen Charity-Slam handelt.
Aber da sie mich hier öffentlich als Veranstalter und Kontaktperson angegeben haben, musste ich das leider entfernen.
Egal, ob es Trittbrettfahrer, Dünnbrettbohrer oder schlicht Einfaltspinsel sind...
Ich habe das nun auch gemacht. Es gibt hier in Memmingen (ganz arg Süden) einen recht großen Slam mit 500 Zuschauern in einer großen Halle. Ich war der Meinung, dass diese Stadt, wie Sebastian schon sagte, auch einen kleinen Slam verträgt. Ich habe mich nun mit den anderen Veranstaltern auf einen Wechsel im Ein-Monats-Rhythmus geeinigt. Sprich: im Februar mein Slam und im März ihr Slam. Das ist okay so, wir sprechen uns vorher ab, was das Line Up betrifft und so fühlt sich keiner ans Bein gepinkelt. Ich mache zu diesem ja noch drei Slams und würde mich ebenso etwas unwohl fühlen, wenn jemand sowas auf(ab)ziehen würde, aber wie du sagtest. Absprache ist alles und so wird das nett.
Da stimme ich uneingeschränkt zu!!! Jetzt müssen wir nur noch dafür sorgen, dass die Leute, die einen neuen Slam aufmachen wollen, das hier auch lesen...
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Forum - Poetry Slam Magazin - Der Trend geht zum Zweit-Slam
Der Trend geht zum Zweit-Slam
Die Meldungen darüber, dass auch in kleineren Städten als Hamburg oder Berlin mehr als ein Poetry Slam veranstaltet wird, häufen sich. Und damit leider auch die Berichte über Komplikationen.
Wer die Szene aufmerksam verfolgt, der weiß, dass ich davon nicht nur einmal auch persönlich betroffen war und nicht in jedem Fall eine kollegiale Lösung gefunden wurde. Doch grade weil ich genau weiß, was da so falsch gelaufen ist, möchte ich ein paar Vorschläge machen für all jene, die entweder einen Slam starten wollen in einer Stadt, in der es schon einen gibt.
Erstens - und das ist eigentlich auch schon der einzige Rat - nehmt Kontakt auf. Jeder Slam-Veranstalter ist erreichbar, denn das ist Teil seiner Aufgabe. Sagt, was ihr vorhabt und erklärt möglichst, warum ihr glaubt, dass der Ort noch einen weiteren Slam verträgt - und (ganz wichtig!) das ihr die Termine so legt, dass sie nicht zu nah liegen oder gar kollidieren. Insbesondere, wenn es sich um Sonderveranstaltungen, einmalige Charity-Events oder alternative Konzepte handelt, wird wohl kaum jemand etwas dagegen haben.
Zweitens - greift nicht nach unfairen Mitteln. Kennzeichnet eure neue Veranstaltung deutlich als eine solche und nicht als Ableger des Originals. Kopiert nicht das Flyer-Design. Versucht nicht, einen Slam in einem Laden zu etablieren, indem der andere Slam-Veranstalter schon eine Lesebühne oder gar selbst den Slam betreibt. Tragt nicht eure Termine bei myslam unter dem Label des Originals ein. Und so weiter.
Das sind nur gut gemeinte Ratschläge. Wenn eure Stadt so groß ist, dass ihr denkt "Lächerlich" - dann bezieht das auf euer Viertel. Wenn eure Stadt so klein ist, dass ihr denkt "Passiert hier nicht" - dann wartet ab.
Der Zug rollt und er rollt auf einem sehr erfolgreichen Gleis.
Immer mehr Leute werden aufspringen wollen. Ohne Rücksicht gibt's Verluste.
Liebe! Peace! Advent!
Türchen zu,
Sebastian
SLAM2010 - Ab jetzt!
Der Trend geht zum Zweit-Slam
Kann man dafür leben? 10
Traurige Nachrichten
Kann man dafür leben? Teil 9
P.S.: Das war satirisch gemeint, stimme Sebastian natürlich zu, meine das konzeptuell aber ganz anders.
Der hat nämlich im März hier angeboten ein Standardwerk zu verfassen. Das müsste schon lange fertig sein. Christian Ritter hatte ja schon den passenden Titel vorgeschlagen: 'Der Kunze'. Damit wir alle sagen können: "Schlag doch mal im 'Kunze' nach, mein Lieber."
Das bringt uns zwar jetzt nicht weiter, aber wenn man ein Problem nicht lösen kann, dann ist es hilfreich nebst einer leidenschaftlichen Problembeschreibung gleich noch einen Schuldigen zu präsentieren.
Ich will den Tobias ja nicht ärgern - sondern nur ein bisschen motivieren. "Mach doch mal - bitte."
Ich hätte noch einen Vorschlag fürs erste Kapitel.
"Zehn deutliche Anzeichen dafür, dass ich zu doof bin, einen Poetry Slam zu organisieren."
Und jede dieser zehn ausführlichen Beschreibungen 'hoch motivierter Denk- und Merkfreiheit' endet mit dem Satz: "... unwahrscheinlich, dass das funktioniert." [... vorher die Rechte beim Hübscher einholen!!]
Bei unserem Karlsruher Dritt-Slam haben sie im Mai den damaligen amtierenden deutschen Vize-Meister ausgeladen, mit der plausiblen Begründung, sie nähmen ja nicht jeden (Fahrtkosten gab's keine).
Immer winken und lächeln - winken und lächeln - winken und lächeln ...
ich freue mich, dass ihr euch beteiligt, aber ihr wisst doch wie das ist mit dem Fremdtexten ;)
Sowohl auf die Forderung nach dem Gespräch ("Nehmt Kontakt auf!"), als auch auf den Vorschlag von konzeptuell anders angelegten Slams ("alternative Konzepte!") habe ich ein Copyright.
Wenn ihr also hier was posten wollt, dass ich schon gepostet habe, dann nehmt doch vorher Kontakt zu mir auf - oder legt euren Beitrag konzeptuell anders an.
Hihi.
Eure Kichererbse 23
Ich möchte Thüringen insbesondere Erfurt als tolles Beispiel anbringen, denn hier unterstützen sich die Slams gegenseitig.
Da verlief die ZweitSlam-Geschichte glücklicherweise sehr positiv...
dank des Gespräches vorab.
Sollte man einer kleineren Stadt, die scho einen Slam hat, einen zweiten etablieren, ist es mehr als sinvoll, dass er sich konzeptionell so weit wie möglich von dem älteren Slam unterscheiden sollte, dass der neue Slam nicht als Konkurrenz, sondern als komplementäres (ergänzendes) Angebot wahrgenommen wird.
Zum Beispiel: gibt es einen "großen" Slam (mit vielen hochkarätigen auswärtigen Gästen und höherem Eintritsgeld), ist ein "kleiner" Slam (für Anfänger und lokale Größen mit wenig oder gar keinem Eintrittsgeld) als Zweitslam sinnvoll. Ein weiterer Großslam wäre da sehr kontraproduktiv. Auch im Veranstaltungsformat selbst sollte sich der neue Slam vom alten deutlich unterscheiden.
Nätürlich fänd ichs dann auch cool wenn dieser jemand sich mit mir zusammen tuhen würe :)
Gruß Nika
@Alle: Wenn jemand einen schnuckeligen Regio-Slam in Würzburg aufmachen will: Ich biete Franchise-Lizenzen an. Muss aber alles klein geschrieben werden.
Aber da sie mich hier öffentlich als Veranstalter und Kontaktperson angegeben haben, musste ich das leider entfernen.
Egal, ob es Trittbrettfahrer, Dünnbrettbohrer oder schlicht Einfaltspinsel sind...
Sebastian 23 wird gesponsort von MySlam
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Sebastian 23