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Ein Höhepunkt des Literaturfests Minden 2012:Beim Finale der Poetry Slam-Olympiade am Samstagabend im Kulturzentrum BÜZ siegte Annika Blanke aus Oldenburg mit schneller Zunge, spitzer Feder und viel Witz.
Durch mehrere Vorrunden hatte sie sich geschlagen, immer schüchtern zu Boden blickend, wenn die Moderatoren Peter Küstermann und Christiane Schildhorn sie ankündigten. Aber sobald Annika Blanke (28) vor dem Mikro stand und loslegte, war davon nichts mehr zu spüren. Selbstsicher, mit lauter Stimme und tollen Texten sicherte sie sich am Ende den Preis: Einen von der Künstlerin Erika Darda-Hausdörffer gestalteten und gestifteten Goethe-Buttjer, der sich in die lange Reihe ihrer anderen Trophäen einreiht.
Annika Blanke setzte sich gegen einen bunten Konkurrenztrupp durch. Aus mehreren Vorrunden waren elf Slammer für die Olympiade ermittelt worden. Die letzten drei U20-Slam-Gewinner Vanessa Block, Frigga vom Bauer und Nele Vauth waren ebenso dabei wie die Sieger aus der Vorrunde ein paar Stunden zuvor. Deutlich wurde, dass der "Nachwuchs" sich keineswegs vor den alten Hasen verstecken muss.
Der bunte Mix der Wortgefechte sorgte für viel Abwechslung: Rap, Lyrik und Prosa wechselten sich ab. Überwogen im Viertelfinale witzige Themen, wurde es zum Ende ernster: Kapitalismus und Krieg wurden verarbeitet. Respekt zollte das Publikum vor allem den Schnellsprechern. Bei manchen ratterten die Worte wie ein Schnellzug am Ohr vorbei, Folgen und Verstehen fielen da schon schwer. Sauer wurde das Publikum, als ein Teilnehmer beim "guttenbergen" auffiel - den Text kannten sie schon von einem anderen Slammer.Der Mogler wurde disqualifiziert.
SIE HAT NICHT IMMER SCHÜCHTERN ZU BODEN GEBLICKT.
Ob jemand zu Boden guckt oder nicht kann man, soweit ich weiß, daran erkennen, ob er zu Boden blickt oder nicht. Man sah es an ihrem Kopf, der war nämlich nicht immer unten. Somit ist dieser Satz schon mal nicht mehr wahr. Mit dem Argument "Meinung" lässt sich das also nicht begründen.
Das ist jetzt nur ein Beispiel für eine mindestens als verzerrend zu bezeichnende Darstellung. Andere habe ich in den letzten Posts gebracht und auch begründet.
P.S.: Wer ist Frau Wolle?
@vorwiegendinmoll
Ich weiß nicht, warum ich diesen Artikel in Schutz nehmen will, vielleicht finde ich auch nur deine Meinung unpassend. Ich verstehe nämlich auch nicht, was an diesem Beitrag verzerrt ist. Wenn der Autor jemanden als schüchtern empfindet, kann er das doch auch so schreiben. Was hier steht ist nicht die Wahrheit, sondern eine Meinung. Nicht mehr und nicht weniger. So sehe ich dann auch deine Kommentare dazu. In diesem Sinne.
Lieber Wolfgang,
ich habe wirklich großen Respekt vor Deinem Engagement und der ganzen Arbeit, die Du in dieses wirklich tolle Portal steckst.
Aber: Du planst doch nicht wirklich, hier jetzt mehr Regionalzeitungsartikel einzustellen?
Bei aller Achtung vor den wackeren Schreibern vor Ort ist sicher schon anderen Leuten als mir aufgefallen, dass Regionaljournalismus oft genug die Hölle ist. Besonders die regionale Berichterstattung über Slams fällt oft auf eine wohlwollende Art furchtbar aus. Ungenauigkeiten, Irrtümer des Verfassers sowie bedenkliche Verkürzungen paaren sich hier gerne mit reißerischer Franz-Josef-Wagner-Gedächtnisprosa. So auch in dem von mir kritisierten Artikel, der 1:1 aus der örtlichen Zeitung übernommen wurde und in meinen Augen exemplarisch für viele andere dieser Art steht.
Während diese Qualität für die Menschen vor Ort ausreichen mag, um die kulturellen Ereignisse der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen, halte ich es für bedenklich, wenn derart ausgestaltete Artikel unkommentiert ihren Weg in die breite (Slam)Öffentlichkeit finden.
Zur Info: Ich habe den Artikel ins Magazin verschoben, da er den Poetry Slam Teil des Literaturfests Minden beschreibt. Es würde mich auch freuen, wenn derartige Berichte über Landesmeisterschaften u.ä. hier geschrieben würden, die ich dann ebenfalls ins Magazin verschieben werde, wenn sie mir ins Auge fallen oder ich darauf aufmerksam gemacht werde.
Dass der "Guttenberg" hier ebenfalls erwähnt wird, darauf habe ich ehrlich gesagt gar nicht geachtet. Im übrigen ist das hier anonym geschehen und in einem Nebensatz. Deutlich wurde trotzdem, dass solche Teilnehmer disqualifiziert werden. Ganz wie es die Poetry Slam Regeln fordern.
krasser scheiß... hätte nie gedacht, dass es menschen gibt, die sich dabei gut fühlen, falscherweise gutzufühlen, indem sie texte machen, für die sie respektiert werden wollen, obwohl sie gar keinen respekt dafür verdient haben... im poetry slam... verrückte leute... und alles nur wegen ein bisschen freibier... ich glaube aber, dass dieser texteklauer nur ein achtel von dem spaß bei dem text hatte, den die urhaber so bei den texten haben... selbstgeschrieben macht auch einfach mehr spaß!!!!!!! lohnt sich nicht... der arme mann hat bestimmt alpträume..
fazit:ich würde eher ein mikrofon klauen, als einen ganzen text!!!!!!!!! :)
zitat vorwiegendinmoll:
P.S.: Und wenn die Plagiatssache schon thematisiert wird, sollte vielleicht erwähnt werden, dass der Schwindel sehr spät aufflog, so dass etwa der rechtmäßige Finalteilnehmer Sebastian Hahn eben nicht am Finale teilnehmen konnte.
zitat ende
Schon dass der Schreiber der örtlichen Zeitung formulierte, dass Annika "schüchtern" bzw. "wortkarg" sei, hat mich und alle der mir bekannten Anwesenden einigermaßen irritiert.
Dass dieser kontrafaktische Quatsch jetzt aber auch noch als Aufhänger eines Myslamartikels dient, ist mehr als ärgerlich.
P.S.: Und wenn die Plagiatssache schon thematisiert wird, sollte vielleicht erwähnt werden, dass der Schwindel sehr spät aufflog, so dass etwa der rechtmäßige Finalteilnehmer Sebastian Hahn eben nicht am Finale teilnehmen konnte.
Schon dass der Schreiber der örtlichen Zeitung formulierte, dass Annika "schüchtern" bzw. "wortkarg" sei, hat mich und alle der mir bekannten Anwesenden einigermaßen irritiert.
Dass dieser kontrafaktische Quatsch jetzt aber auch noch als Aufhänger eines Myslamartikels dient, ist mehr als ärgerlich.
P.S.: Und wenn die Plagiatssache schon thematisiert wird, sollte vielleicht erwähnt werden, dass der Schwindel sehr spät aufflog, so dass etwa der rechtmäßige Finalteilnehmer Sebastian Hahn eben nicht am Finale teilnehmen konnte.
Peter Küstermann (*1950) unterrichtete in der Erwachsenenbildung. Er arbeitet als Poetry Slam-Master im Mindener Kulturzentrum BÜZ in der ehemaligen Johanniskirche. Zur Slam-Olympiade 2010 gab er den Band „Minden slamt!“ heraus mit 50 Autorenportraits und Texten, darunter 10 Mitglieder der internationalen deutschsprachigen Autorengemeinschaft "die kogge". Im BÜZ organisiert er auch als Galerist die Bilder-Ausstellungen. Er hält den Weltmeistertitel im Guinness Buch der Rekorde als reisender und dichtender Kunstpostbote unter dem Künstlernamen Peter Netmail. In Venedig trat er auf der 50. und 53. Biennale auf. Er schreibt in mehreren Sprachen. Zuletzt veröffentlichte er seine Lyrikbände „Als mir die Tante in die Hose griff“ im Lektora–Verlag und auf Englisch „Abused“ bei House of the Poets; außerdem ist er Autor und Herausgeber mehrerer Anthologien im Heike-Wenig-Verlag. im Zweijahres-Rhythmus organisiert er das Mindener Literaturfest. Als Vorsitzender des Kulturvereins WOLKENSTEIN e.V. gibt er das Kultur-Magazin OSWALD heraus.
Forum - Poetry Slam Magazin - Der Sieg einer wortkargen Wortakrobatin
Der Sieg einer wortkargen Wortakrobatin
Annika Blanke setzte sich gegen einen bunten Konkurrenztrupp durch. Aus mehreren Vorrunden waren elf Slammer für die Olympiade ermittelt worden. Die letzten drei U20-Slam-Gewinner Vanessa Block, Frigga vom Bauer und Nele Vauth waren ebenso dabei wie die Sieger aus der Vorrunde ein paar Stunden zuvor. Deutlich wurde, dass der "Nachwuchs" sich keineswegs vor den alten Hasen verstecken muss.
Der bunte Mix der Wortgefechte sorgte für viel Abwechslung: Rap, Lyrik und Prosa wechselten sich ab. Überwogen im Viertelfinale witzige Themen, wurde es zum Ende ernster: Kapitalismus und Krieg wurden verarbeitet. Respekt zollte das Publikum vor allem den Schnellsprechern. Bei manchen ratterten die Worte wie ein Schnellzug am Ohr vorbei, Folgen und Verstehen fielen da schon schwer. Sauer wurde das Publikum, als ein Teilnehmer beim "guttenbergen" auffiel - den Text kannten sie schon von einem anderen Slammer.Der Mogler wurde disqualifiziert.
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Ob jemand zu Boden guckt oder nicht kann man, soweit ich weiß, daran erkennen, ob er zu Boden blickt oder nicht. Man sah es an ihrem Kopf, der war nämlich nicht immer unten. Somit ist dieser Satz schon mal nicht mehr wahr. Mit dem Argument "Meinung" lässt sich das also nicht begründen.
Das ist jetzt nur ein Beispiel für eine mindestens als verzerrend zu bezeichnende Darstellung. Andere habe ich in den letzten Posts gebracht und auch begründet.
P.S.: Wer ist Frau Wolle?
Ich weiß nicht, warum ich diesen Artikel in Schutz nehmen will, vielleicht finde ich auch nur deine Meinung unpassend. Ich verstehe nämlich auch nicht, was an diesem Beitrag verzerrt ist. Wenn der Autor jemanden als schüchtern empfindet, kann er das doch auch so schreiben. Was hier steht ist nicht die Wahrheit, sondern eine Meinung. Nicht mehr und nicht weniger. So sehe ich dann auch deine Kommentare dazu. In diesem Sinne.
Frau Wolle
Ich finde deine Art über Regionaljournalismus zu urteilen etwas abfällig. Bedenklich fand ich an diesem Artikel hingegen gar nichts.
ich habe wirklich großen Respekt vor Deinem Engagement und der ganzen Arbeit, die Du in dieses wirklich tolle Portal steckst.
Aber: Du planst doch nicht wirklich, hier jetzt mehr Regionalzeitungsartikel einzustellen?
Bei aller Achtung vor den wackeren Schreibern vor Ort ist sicher schon anderen Leuten als mir aufgefallen, dass Regionaljournalismus oft genug die Hölle ist. Besonders die regionale Berichterstattung über Slams fällt oft auf eine wohlwollende Art furchtbar aus. Ungenauigkeiten, Irrtümer des Verfassers sowie bedenkliche Verkürzungen paaren sich hier gerne mit reißerischer Franz-Josef-Wagner-Gedächtnisprosa. So auch in dem von mir kritisierten Artikel, der 1:1 aus der örtlichen Zeitung übernommen wurde und in meinen Augen exemplarisch für viele andere dieser Art steht.
Während diese Qualität für die Menschen vor Ort ausreichen mag, um die kulturellen Ereignisse der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen, halte ich es für bedenklich, wenn derart ausgestaltete Artikel unkommentiert ihren Weg in die breite (Slam)Öffentlichkeit finden.
Dass der "Guttenberg" hier ebenfalls erwähnt wird, darauf habe ich ehrlich gesagt gar nicht geachtet. Im übrigen ist das hier anonym geschehen und in einem Nebensatz. Deutlich wurde trotzdem, dass solche Teilnehmer disqualifiziert werden. Ganz wie es die Poetry Slam Regeln fordern.
fazit:ich würde eher ein mikrofon klauen, als einen ganzen text!!!!!!!!! :)
P.S.: Und wenn die Plagiatssache schon thematisiert wird, sollte vielleicht erwähnt werden, dass der Schwindel sehr spät aufflog, so dass etwa der rechtmäßige Finalteilnehmer Sebastian Hahn eben nicht am Finale teilnehmen konnte.
zitat ende
Mehr zu diesem Vorfall auch hier:
http://myslam.net/de/post/4349
Dass dieser kontrafaktische Quatsch jetzt aber auch noch als Aufhänger eines Myslamartikels dient, ist mehr als ärgerlich.
P.S.: Und wenn die Plagiatssache schon thematisiert wird, sollte vielleicht erwähnt werden, dass der Schwindel sehr spät aufflog, so dass etwa der rechtmäßige Finalteilnehmer Sebastian Hahn eben nicht am Finale teilnehmen konnte.
Dass dieser kontrafaktische Quatsch jetzt aber auch noch als Aufhänger eines Myslamartikels dient, ist mehr als ärgerlich.
P.S.: Und wenn die Plagiatssache schon thematisiert wird, sollte vielleicht erwähnt werden, dass der Schwindel sehr spät aufflog, so dass etwa der rechtmäßige Finalteilnehmer Sebastian Hahn eben nicht am Finale teilnehmen konnte.
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Peter Küstermann