MySlam.net ist ein Web-Portal, das sich mit Poetry Slam, Spoken Word und Bühnenliteratur befasst. Hier findest du Poetry Slam Locations, Termine, Poeten und Multimedia.
Am 20.5.2008 habe ich nach Monaten in einem dunklen Zimmer in einer der schlecklich nettesten WGs Heidelbergs und für immer mit dem Stempel eines Nerds versehen mein Zimmer wieder verlassen und noch am selben Tag den ersten und einzigen Hitzeschlag meines Lebens bekommen. Der Grund: An diesem Tag war MySlam fertig und ging online und ich seit langem mal wieder an die Sonne.
Was ich damit sagen will: MySlam wird heute 4 Jahre alt und wie immer bedeutet das, dass sich etwas verändert. Neben einigen Verbesserungen vor allem in Bezug auf die Geschwindigkeit der Seite, kommt etwas ganz Neues auf euch zu:
UPDATE 26.5.2012: Das im folgenden beschriebene Bezahlsystem ist aufgrund von starker Kritik bis auf weiteres deaktiviert worden. Sollten auf MySlam noch irgendwo Hinweise auf kostenpflichtige Inhalte auftauchen, bitte ich darum, mich darüber zu informieren. Danke.
Anfang des Jahres hatte ich in einer Umfrage gefragt, inwiefern die MySlam-Benutzer bereit wären MySlam zu unterstützen. Der größte Teil war bereit finanzielle Unterstützung zu leisten. Sowohl unter Slammern als auch unter Slam Mastern war außerdem Konsens, dass die Slam Master den größten Teil dieser Unterstützung leisten sollen.
Einige Slam Master spenden bereits jedes Jahr an MySlam. An diesen Spenden habe ich mich orientiert, als ich mir Gedanken gemacht habe, wie ich eine Art Premium-Account für Slam Master einführen kann. Damit aber jeder Slam Master nur für das bezahlt, was ihm auch tatsächlich einen Nutzen bringt, habe ich mich entschlossen, für jede Termineintragung 5 Euro in Rechnung zu stellen, statt eine monatliche Gebühr zu erheben.
Außerdem wollte ich das Prinzip beibehalten, dass jeder Termine in den Kalender eintragen kann. Dadurch müssen Slam Master ab sofort Termine bestätigen, die nicht von ihnen selbst eingetragen wurden. Dazu erhalten sie eine Email. Noch nicht bestätigte Termine werden den Slam Mastern außerdem in einer Sidebar auf MySlam.net angezeigt. Natürlich kann jeder Termin, der von einem anderen MySlam-Nutzer eingetragen wurde, vom Slam Master auch bearbeitet oder gelöscht werden. Im letzteren Fall, sowie in dem Fall, dass der Slam Master den Termin nicht bestätigt, wird der Termin selbstverständlich nicht in Rechnung gestellt.
Im Moment werden nur Termineintragungen für Slam-Orte in Deutschland in Rechung gestellt, da der Großteil der MySlam-Nutzer aus Deutschland kommt.
Die Rechungen werden monatlich per Email verschickt. Wer in seinem Profil eine Adresse angegeben hat, wird diese so auch in der Rechnung stehen haben. Die Adresse, die ihr in eurem Profil angebt wird nicht mehr öffentlich angezeigt, ist also nur noch für mich einzusehen.
Selbstverständlich werden euch nur Termine in Rechnung gestellt, die ihr ab diesem Moment auf MySlam eintragt. Alle bis heute eingetragenen Termine bleiben kostenfrei.
Und wieder mal wollte ich gestern nach langer Zeit des Hackens das schöne Wetter genießen. Einen Hitzeschlag habe ich nicht bekommen, aber wer wissen will wie ich aussehe, schaut ab nächster Woche bei Aldi einfach mal auf die 500g Schale Tomaten. Da ist ein Bild von mir drauf.
@ Nicole: Natürlich teilt man die Fahrtkosten auf alle Termine auf kassiert nicht jedes Mal den vollen Betrag ab. Da hast Du etwas falsch verstanden. Trotzdem ist es effektiver, für mehre Tage in einer Region zu sein.
Die Nutzungsbedingungen wurden wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgesetzt. Auch das Bezahlsystem habe ich deaktiviert. Ich möchte damit mir selbst Zeit geben, alle Lösungsvorschläge zu prüfen und eine bessere Lösung zu finden.
Aber auch denen, die mich um einen erneuten Spendenaufruf gebeten haben, möchte ich die Möglichkeit geben, MySlam freiwillig finanziell zu unterstützen. Die Bankverbindung findet ihr im Bereich "Hilfe".
Ich möchte nun alle bitten, meine Reaktion zu Michael Heides gesammtelten Kritikpunkten abzuwarten und auch meinen Lösungsvorschlag anzuhören. Michaels Punkte möchte ich möglichst zeitnah bearbeiten. Für das Finden einer Lösung hingegen werde ich mir mindestens 4 Wochen Zeit nehmen.
Vorneweg möchte ich sagen, dass es mir leid tut, dass einige von der Einführung dieses Systems sehr überrascht waren und sich überrumpelt fühlten. Aber auch darauf werde ich noch einmal eingehen. Ich hatte die Situation völlig anders eingeschätzt.
Das Wochenende gehört jetzt erstmal dem schönen Wetter.
Hey Volker,
da weiß ich dann wirklich nicht so bescheid, ich dachte immer wenn sie touren , hat der einzelne Slam einfach weniger kosten, weil es sich durchs touren aufteilt. so das quasi plus minus das Fahrtgeld raus ist.
wenn natürlich jeder seinen vollen fahrpreis bei allen Slams beispielweise angiebt, und so mit doppelt und dreifach das Fahrtgeld raus hat, dann stimme ich dir wohl zu, das es dann im Jahr hochgerechnet machbar ist.
Nur dachte ich immer, am Fahrtgeld wird nix dazu verdient, außer das evt. die Kohle noch fürn Riegel oder auch zwei übrig ist.
Das einizige was mich stört und ich kann da validieren, aber nicht alles eins zu eins teile ich nunmal, dass wie du schon ansprachst, der respektlose Ton, ja fast schon sakasitsch frech wirkend und dreist ist. ich finde Wolfgang wird teilweise auf die Schippe genommen und ich frage mich a. wo dieser Hochmut herkommt, und warum wenn es um sowas geht die Masken so schnell fallen.Ich finde es anmaßend jemanden öffentlich des evt. Betruges zu beschuldigen, ich finde es anmaßend das Forum ins lächerliche zu ziehen, und zu sagen wir brauchen dich eigentlich nicht,( hat mir erst vorgestern,ohne Namen zu nennen geschrieben,"Die lachen alle Myslam aus" so ungefähr war es) und im gleichen atemzug zu sagen , "Na komm wir finden ne Lösung", ich finde es widersprüchlich 25 euro als zu wenig für ein Text zu empfinden (was noch nicht allein den braten fett macht) wo es doch um eine gute Sache geht, und man nicht den Lieferanten ausnehmen sollte , der ein beliefert, und dann zu sagen, ich zahl nicht.
ich denke auch das man es dem Slam nach anpassen sollte, und mir gehts nicht um jeder gegen jeden. nur die Art wie, finde ich wider mal Grandios und zugleich böse.
Schön ist es ja an Hand der netten Kommentare zu sehen, wenn man nicht so slamily-zugehörig ist, wer nicht so ist, wird gedisst, sogar gar an den Rand gedrängt und respektlos ins lächerliche gezogen. Ich denke das Wolfgang genau das auch weiß, schließlich sagen diese Leude ja fast mehr in seinen Forum wie er selbst.
Ich dachte es wäre eine offenherzige sache, grad in diesem berreich, auch ich wurd eines besseren beleert und bin dankbar zwischen manch Unkraut, auch noch Menschen zu treffen, die es geblieben sind.wie gesagt meine Vermutung ist leider, das nicht die, sagen wir auch nur 3 euro, dass Problem sind, sondern der Blick auf das, was auf ein Schlag rein kommt, gesehen wird und gierig macht. das nehme ich halt leider so wahr. so.
Ich denke, ich weiß es nicht genau, aber ich glaube nichtmal das es Wolfgang nur um die Kohle geht, ich denke.. nun trennt sich die Spreu für ihn, wenns sein muß.
Hey Volker,
da weiß ich dann wirklich nicht so bescheid, ich dachte immer wenn sie touren , hat der einzelne Slam einfach weniger kosten, weil es sich durchs touren aufteilt. so das quasi plus minus das Fahrtgeld raus ist.
wenn natürlich jeder seinen vollen fahrpreis bei allen Slams beispielweise angiebt, und so mit doppelt und dreifach das Fahrtgeld raus hat, dann stimme ich dir wohl zu, das es dann im Jahr hochgerechnet machbar ist.
Nur dachte ich immer, am Fahrtgeld wird nix dazu verdient, außer das evt. die Kohle noch fürn Riegel oder auch zwei übrig ist.
Das einizige was mich stört und ich kann da validieren, aber nicht alles eins zu eins teile ich nunmal, dass wie du schon ansprachst, der respektlose Ton, ja fast schon sakasitsch frech wirkend und dreist ist. ich finde Wolfgang wird teilweise auf die Schippe genommen und ich frage mich a. wo dieser Hochmut herkommt, und warum wenn es um sowas geht die Masken so schnell fallen.Ich finde es anmaßend jemanden öffentlich des evt. Betruges zu beschuldigen, ich finde es anmaßend das Forum ins lächerliche zu ziehen, und zu sagen wir brauchen dich eigentlich nicht,( hat mir erst vorgestern,ohne Namen zu nennen geschrieben,"Die lachen alle Myslam aus" so ungefähr war es) und im gleichen atemzug zu sagen , "Na komm wir finden ne Lösung", ich finde es widersprüchlich 25 euro als zu wenig für ein Text zu empfinden (was noch nicht allein den braten fett macht) wo es doch um eine gute Sache geht, und man nicht den Lieferanten ausnehmen sollte , der ein beliefert, und dann zu sagen, ich zahl nicht.
ich denke auch das man es dem Slam nach anpassen sollte, und mir gehts nicht um jeder gegen jeden. nur die Art wie, finde ich wider mal Grandios und zugleich böse.
Schön ist es ja an Hand der netten Kommentare zu sehen, wenn man nicht so slamily-zugehörig ist, wer nicht so ist, wird gedisst, sogar gar an den Rand gedrängt und respektlos ins lächerliche gezogen. Ich denke das Wolfgang genau das auch weiß, schließlich sagen diese Leude ja fast mehr in seinen Forum wie er selbst.
Ich dachte es wäre eine offenherzige sache, grad in diesem berreich, auch ich wurd eines besseren beleert und bin dankbar zwischen manch Unkraut, auch noch Menschen zu treffen, die es geblieben sind.wie gesagt meine Vermutung ist leider, das nicht die, sagen wir auch nur 3 euro, dass Problem sind, sondern der Blick auf das, was auf ein Schlag rein kommt, gesehen wird und gierig macht. das nehme ich halt leider so wahr. so.
Ich denke, ich weiß es nicht genau, aber ich glaube nichtmal das es Wolfgang nur um die Kohle geht, ich denke.. nun trennt sich die Spreu für ihn, wenns sein muß.
Noch ein ganz praktischer Hinweis: Als Verleger für Lesebühnen- und Slamliteratur bin ich ja quasi auch potenzieller Werbekunde. Ich hab gerade mal versucht, auf der MySlam-Website Informationen zum Thema Werben auf MySlam zu finden. Sie sind gut versteckt im "Impressum", das Impressum ist wiederum gut versteckt ganz unten auf der Website (je nach Unterseite muss man da kilometerweit scrollen), Wieso gibt's nicht im Hauptmenü einen Punkt "MySlam unterstützen"?. Und im Impressum erfährt man leider auch nicht viel mehr, als dass man Wolfgang anmailen soll, wenn man werben will. Keine Beispiele, keine Preise, keine näheren Informationen. Als potenzieller Werbekunde muss man also den Informationen erst hinterherlaufen, so etwas vermittelt nicht den Eindruck, als sei man an finanzieller Unterstützung/Werbebannern/Anzeigen o.ä. wirklich interessiert. Das als konkreter, konstruktiver Verbesserungsvorschlag.
@ Nicole: Ich glaube, dass wir Slammer da den meisten Nutzen haben, der durchaus aus geldwerte Vorteile hat. Ich hab über MySlam schon mehrfach von möglichen Anschlusstereminen erfahren. 10€ Jahresgebühr sind da schnell drin. Aber ich gebe zu, wer sehr wenig oder nur lokal slammt, hat diese Virteile nicht. Die von ... wer war's noch? ... eingebrachte Idee, dass es (kostenlose) Basis- und (kostenpflichtige) Premium-Accounts (mit erweiterten Funktionen und quasi "Soli"-Funktion) gibt, kenne ich aus anderen Onlinecommunitys, wo es sich offenbar bewährt hat. Vielleicht lohnt es sich, diesen Gedanken weiter zu verfolgen.
Am besten und bequemsten für alle Beteiligten wäre es natürlich, es fände sich ein System, die Seite von dritter Seite finanzieren zu lassen (Sponsoring). Aber da hakt es ja wohl.
Ich finde die von einigen hier vorgebrachten Argumente teils schon arg widersprüchlich. Hier wird ständig gefragt, welchen Gegenwert myslam dem Slamveranstalter für seine Gebür bringt? Welchen Gegenwert brachte myslam Wolfang denn für die letzten 4 Jahre Arbeit?
Als Betreiber von Slammin' Poetry (deutlich kleiner, aber myslam nicht unähnlich) kann ich sagen, dass der Antrieb für all die Arbeit anfangs sicherlich der Enthusiasmus am Slam ist. Der geht aber mit der Zeit zurück und dann bleibt hauptsächlich die Verbundenheit mit denen, die das geschaffene Angebot nutzen. Aber auch das reicht auf Dauer nicht aus, um weiterhin zahllose Arbeitsstunden zu investieren. Darum überlegt man entweder, wie man den Betrieb und eventuelle Weiterentwicklungen finanzieren kann, oder man fährt die Arbeit und Wartung irgendwann deutlich zurück bzw. stellt sie komplett ein.
Dem Ansatz, die Finanzierung durch Slams bzw. Slammaster zu bewerkstelligen, mögen folgende Überlegungen zu Grunde liegen: Die Slammer haben sicherlich den größten Nutzen von myslam, da z.B. der Kalender die Planung von Touren extrem erleichtert. Die Slammer fair zu belasten, wäre aber ziemlich schwierig und eigentlich auch konträr dem Grundgedanken des Slams. Darum sollten die Slams, die Geld einnehmen, hier einspringen. Nicht, weil sie einen unmittelbaren Gegenwert erhalten, sondern weil sie damit über myslam die Szene unterstützen. Sicherlich ist das Vorgehen, jeden Slam pauschal mit 5€ pro Termin einzubeziehen, nicht der fairste Weg. Wir hatten hier die Überlegung, ein Eintrittsgeld pro Veranstaltung abzugeben. (Damit würden kostenlose Slams also gar nichts zahlen und Slams mit geringem Eintritt entsprechend weniger.) Grundsätzlich kann man darüber sicherlich diskutieren und Wolfgang scheint mir der Letzte, der Argumenten nicht zugänglich ist.
Das ganze Geschwafel von ehrenamtlichem Helfen usw. könnt ihr vergessen. Bestimmt gibt es immer mal wieder Leute, die spenden oder mitarbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, auf einer verlässlichen Basis und in gebrauchtem Umfang funktioniert das langfristig nicht. Darum braucht myslam eine regelmäßige Finanzierung. Zumal Wolfang sich so Arbeitskraft dazu holen könnte.
Die Beschuldigung, Wolfang möchte sich hier "auf unsere Kosten" und „über jede Verhältnismäßigkeit“ bereichern, und andere, zum Teil schon arg realitätsfremd anmutende Anschuldigungen, empfinde ich als extrem respektlos gegenüber der in den letzten 4 Jahren geleisteten Arbeit.
Als Mitveranstalter eines Slams bin ich bereit, 5€ (bei uns ein Eintrittsgeld) pro Termin an myslam zu überweisen. Nochmal: Ich sehe das als Unterstützung der Szene.
Und übrigens:
Selbst die bisher fiktiv aufsummierten, hier genannten 12.000 Euro im Jahr bzw. 1.000 Euro im Monat, wären für die Wartung, aber besonders für die Weiterentwicklung einer Plattform wie myslam nicht gerade überdimensioniert. Aber sie wären eine solide Basis um myslam voranzubringen und den Nutzen für alle zu vergrößern.
Ich will jetzt nicht sofort "Hier!" schreien [obwohl ich MySlam.net bereits seit drei Jahren regelmäßig unterstütze], aber nicht, weil ich grundsätzlich nicht bereit bin, Deinem Model zu folgen, sondern gerade für mich noch ein paar andere Unterstützungswege auslote...
Daß sich das Projekt aus der Szene selbst heraus finanziert, halte ich in jedem Fall für eine gute Idee!
Vielleicht wäre es ja auch hilfreich (gewesen) für die Zukunft, wenn alle, die einen (bislang kostenfreien) Nutzen von Myslam haben/ hatten - sei es in Form von Termin-Infos oder als Werbeportal für sich als Slammer, als Buchautor, als Video-Darsteller - als geringaufwändige Gegenleistung auf ihrer Homepage - wenn vorhanden - im Gegenzug auch mal ein bisschen Werbung für das Portal machen(falls sie es nicht eh schon tun)? Links setzen, Verweise und Logos einbauen etc., um den Traffic hier zu erhöhen? Je mehr Klickrates, um so eher würden sich vielleicht auch Sponsoren finden? Sorry, falls ich jetzt etwas wiederholt haben sollte.
Um den gordischen Knoten durchzuschlagen: Ich spende in den nächsten drei Jahren (also in den Kalenderjahren 2013, 2014, 2015) persönlich jährlich 200 Euro an myslam/Wolfgang Dinkel, sofern sich an dieser Stelle bis zum 30.06.2012 neunzehn weitere Personen dazu verpflichten, dasselbe zu tun, und ihre Spende für das Jahr 2013 bis zum 31.07.2012 bei myslam/Wolfgang Dinkel eingegangen ist - dies mit dem Ziel und Zweck, dass allen Nutzern die Bürokratie sowie die Kosten in Form einer myslam-Gebühr erspart bleiben, und natürlich unter der Voraussetzung, dass auch Wolfgang zustimmen kann und möchte (und dies auch auf myslam tut), myslam.net im o. g. Zeitraum gebührenfrei (also so wie bisher, bis zum 19.05.2012) weiter zu betreiben.
Volker@wieso Slammer? Ohne sie gäbe es kein Slam, sie präsentieren Texte unterhalten manchmal hunderte von Leuden und die sollen dafür zahlen das sie im Grundegenommen umsonst, dann noch auf die Bühne gehen, stunden mit dem Zug fahren? nicht das sie das nicht von Herzen tuen, aber das seh ich nun garnicht gerechtfertigt. bitte jetzt mal. auch wenn sie Tourgeld bekommen, meist zahlt man auch drauf.
Schreib Wolfgang an, dann lernst du ihn vielleicht ein bischen näher kennen ;-)
Danke Markus Freise, schließe mich dir zu 100% an.
Ich gehöre zu den Leuten, die bereits schonmal eine größere Summe an Myslam gezahlt haben, als Anzeigenkunde für den Slam 2011. Die Anzeige war für meinen Geschmack nicht ganz günstig, aber wir hatten einen guten Gegenwert und waren unter dem Strich sehr zufrieden, weil Myslam einfach eine tolle Seite war (und vielleicht ja doch auch bleibt). Wie viele Leute schon vor mir angemerkt haben: Als Slammaster, der einen Termin bei Myslam reinstellt, habe ich diesen Gegenwert nicht, auch wenn ich finde, dass der Kalender eine gute Einrichtung ist.
Grundsätzlich finde ich den Wunsch nach Förderung aus der Szene trotzdem legitim, aber als Förderer würde ich in jedem Falle die üblichen Kennziffern wissen wollen: 1) Was kostet die Seite derzeit an harten Kosten und an kalkulierter Arbeitskraft. 2) Wie hoch sind die derzeitigen Einnahmen aus Anzeigen, Sponsored Blogs etc. 3) Wie hoch ist entsprechend der derzeitige Fehlbetrag, den es zu finanzieren gilt. Das würde jeder Förderer, der nicht aus der Szene kommt, übrigens genauso wissen wollen. Auch, wenn er nicht Kassenwart sein möchte. Dazu kommt: um eine Förderung bittet man, man verlangt sie nicht, und erst recht nicht sollte man versuchen sie jemandem einfach unterzuschieben.
An alle Leute die vorgeschlagen haben, Kosten für Myslam dem Nationalveranstalter ans Bein zu binden: Ganz schlechte Idee. Die haben schon so mehr als genug Kosten zu finanzieren. Zum Teil landet ja aber auch trotzdem Geld aus dem National bei Myslam, s.o.
Schönen Gruß aus Hamburg,
Jan-Oliver
ich gehöre zu den Leuten, die bereits schonmal eine größere Summe an Myslam gezahlt haben, als Anzeigenkunde für den Slam 2011. Diese Anzeige war für meinen Geschmack nicht ganz günstig, aber wir hatten einen guten Gegenwert und waren unter dem Strich sehr zufrieden. Wie viele Leute schon vor mir angemerkt haben: Als Slammaster, der einen Termin bei Myslam reinstellt, habe ich diesen Gegenwert nicht, auch wenn ich finde, dass der Kalender eine gute Einrichtung ist.
Grundsätzlich finde ich den Wunsch nach Förderung aus der Szene trotzdem legitim, aber als Förderer würde ich in jedem Falle wissen wollen: 1) Was kostet die Seite derzeit an harten Kosten. 2) Was kostet die Seite an kalkulierter Arbeitskraft. 3) Wie hoch sind die derzeitigen Einnahmen aus Anzeigen, Sponsored Blogs etc. 4) Wie hoch ist entsprechend der derzeitige Fehlbetrag, den es zu finanzieren gilt. Das würde jeder Förderer, der nicht aus der Szene kommt, übrigens genauso wissen wollen. Auch, wenn er nicht Kassenwart sein möchte. Dazu kommt: um eine Förderung bittet man, man verlangt sie nicht, und erst recht nicht sollte man versuchen sie jemandem einfach unterzuschieben.
An alle Leute die vorgeschlagen haben, Kosten für Myslam dem Nationalveranstalter ans Bein zu binden: Ganz schlechte Idee. Die haben schon so mehr als genug Kosten zu finanzieren.
Schönen Gruß aus Hamburg,
Jan-Oliver
Was ich jetzt sage, wurde so oder anders inhaltlich schon gesagt. Aber ich will es auch nochmal sagen, damit ich es gesagt habe:
Als Internet-Macher kann ich nur sagen „Chapeau, lieber Wolfgang, was Du da auf die Beine gestellt hast, bedeutete sicherlich eine Menge Arbeit.“ Das ist Tatsache. Dass auch Du Deine Arbeit hier bezahlt bekommen möchtest ist legitim und richtig.
Dass Du bislang keinen Weg der Monetarisierung gefunden hast, um die Technik und Deine Arbeit rezufinanzieren ist bedauerlich.
Nun aber den Weg zu gehen, so viel Geld von denen zu nehmen, die zum einem dieser Plattform erst die Berechtigung geben und die zudem ebenso wie Du mehr Herzblut in unsere Sache stecken, als sie jemals finanziell ausgeglichen bekommen werden ist schlicht absurd. Nur die wenigsten von uns verdienen mit ihren regelmäßigen Slams Geld und das Geld, dass am Ende übrig bleibt, ist häufig der verdiente Lohn für viel Arbeit.
Ich fürchte, der von Dir nicht angekündigte und unmoderierte 5-Euro-Weg hat zum einen zu dieser deutlichen Diskussion geführt und bedeutet zum anderen, dass deutlich weniger Slam-Master ihre Termin eintragen werden. Damit verliert MySlam die Substanz, die es bislang ausgemacht hat und wird - Sträter hatte das mit den Maya bereits ausgeführt - untergehen.
Ich bin gespannt, wie das nun verhindert werden soll und welche der Lösungsvorschläge aus dem Posting von Michael verfolgt werden.
So. Hier einmal die Liste aller Kritikpunkte, die in der Facebookdiskussion aufgekommen sind. Um die Anonymität zu wahren, die einigen wichtig ist (was der Grund ist, warum manche nicht hier in aller Öffentlichkeit mitreden wollten), gebe ich jetzt nicht immer den Namen des Kritikers oder des Lösungsvorschlagenden mit an.
Kritikpunkt 1.: 5€ pro Slamtermin sind zuviel, vor allem wenn man den Betrag auf das ganze Jahr hochrechnet. Selbst bei zwei Monaten Sommerpause sind das 50€. Außerdem empfinden es manche als unfair, wenn die Slammer, denen der Kalender mehr bringt als den Moderatoren, alles alleine zahlen müssen. Und ja, das war nun einmal das Ergebnis der Diskussion vor ein paar Monaten, aber diese Diskussion hat nun einmal nicht jeder mitbekommen.
Lösungsvorschlag 1a: Alles bleibt wie geplant, aber mit deutlich weniger als 5€ pro Termin. Dadurch würden weniger Veranstalter Myslam den Rücken kehren und die Kosten würden auf mehr Personen verteilt werden, was den günstigeren Preis überhaupt erst ermöglicht.
Lösungsvorschlag 1b: Sondertarif für Slammaster mit vielen Veranstaltungen, quasi eine Pauschale für Slams, die mehr als zehnmal im Jahr stattfinden.
Lösungsvorschlag 1c: Anstelle eines Beitrags pro Veranstaltung, der zu 100% an den Slammastern hängenbleibt, könnte man eine Zweiklassengesellschaft für alle aufbauen. Myslam-Mitglieder, die einen wie auch immer gearteten Jahresbeitrag zahlen (Zum Vergleich: Vimeo nimmt 60€ pro Jahr), bekommen mehr Komfort und Werbefreiheit, vielleicht auch einen größeren Schrifttyp oder andere Eyecatcher für die von ihnen eingestellten Termine. Zahlende Slammer ohne eigene Veranstaltungen könnten sich zum Beispiel eine Liste aller Slams anzeigen lassen, an denen sie jemals teilgenommen haben (sofern sie die auch eingetragen haben), anstatt nur das Gold/Silber/Bronze/Schwarz-Diagramm zu haben.
Alle Gratismitglieder werden hingegen beispielsweise mit Popups und/oder Werbebannern zugeballert und müssen sich im Veranstaltungskalender mit Schriftgröße 6 zufrieden geben.
Lösungsvorschlag 1d: Man zahlt nicht für jeden einzelnen Termin, sondern für jeden einzelnen Account. Wobei hier unterschiedliche Varianten denkbar wären. Entweder zahlt jeder Nutzer den gleichen Jahresbeitrag – oder es gibt verschiedene Preisstufen: eine für nichtslammende User (reines Publikum, Groupies, Stalker), eine für Slammer, eine für Slammaster, etc.
Lösungsvorschlag 1e: Anstelle die Slammer und/oder Slammaster hinzuzuziehen, könnte man die Unkosten auch auf einen externen Sponsor, beispielsweise Kulturförderungsvereine oder ähnliches, abwälzen. Es sind bereits eine ganze Menge Produkte über Amazon verlinkt. Diese Links könnte man sich von Amazon vergüten lassen.
Lösungsvorschlag 1f: Es wird offensiver um Spenden gebuhlt als bisher, zum Beispiel bei den Deutschsprachigen Meisterschaften oder über Kickstarter (mit Belohnungen für besonders großzügige Spender - .Myslam-Kaffeetassen, Myslam-T-Shirts, Myslam-Feuerzeuge, Myslam-Bugatti Ceyron)
Lösungsvorschlag 1g: Die Nationals werden von Großunternehmen gesponsert. Wenn die National-Betreiber das entsprechend aushandeln, ließe sich ein Teil dieses Geldes für Myslam abzwacken.
Lösungsvorschlag 1h: Myslam wird ein eingetragener Verein und beantragt Fördergelder bei Bund und Ländern.
Lösungvorschlag 1i: Der Slammaster geht mit den 5 Euro in Vorkasse und treibt das Geld dann am Abend selbst von den Slammern ein – oder zieht ihnen jeweils 63 Cent von den Fahrtkosten ab. Locals könnten vom Slammaster gesponsert werden.
Lösungsvorschlag 1j: Jemand programmiert gratis und ohne Serverkosten eine für alle Beteiligten kostenlose Alternative zu Myslam, die sich auch ohne Gebühren, Sponsoren oder Spenden über Wasser halten kann. Alternativ hängen wir Hanz einen riesigen Kalender in die Wohnung und klären in Zukunft alles per Telefon.
Kritikpunkt 2.: Kleine Slams können sich die Gebühr nicht leisten. Bei zu wenig Publikum oder bei freiem Eintritt kommt ja kaum genug Geld herein, um die Fahrtkosten zu decken, geschweige denn, dass auch noch etwas für Myslam übrigbleibt. Aber gerade für diese kleinen Slams ist der Myslam-Kalender oft hilfreich, um andere Slammer als die Stammgäste auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen. Des weiteren ist es ungerecht, dass ein Slam mit 300 Zuschauern den gleichen Beitrag leisten muss wie eine Slam mit 30 Zuschauern.
Lösungsvorschlag 2a: Erfolgreiche Slams können Patenschaften für kleinere, finanzschwächere Slams übernehmen. So hat ein großer Kölner Slam bereits angeboten, sämtliche Myslam-Gebühren für zwei andere regelmäßige Veranstaltungen in Köln zu übernehmen.
Lösungsvorschlag 2b: Es wird einen neuen Parameter für Poetry Slams geben. Slams mit freiem Eintritt und/oder Workshops mit Slam werden als solche gekennzeichnet und müssen dann nichts zahlen.
Kritikpunkt 3.: Jeden Monat 5 Euro zu überweisen ist zu umständlich.
Lösungsvorschlag 3a: Man kann alle Termine eines Jahres auf einen Schlag bezahlen. Eventuell sogar mit einem speziellen Rabatt (12 für 10, 10 für 9 oder irgendsoetwas).
Kritikpunkt 4: Das „ewige Gejammer“ bezüglich der Finanzen nervt.
Sämtliche Lösungsvorschläge zu Kritikpunkt 1 würden auch dieses „Problem“ dauerhaft beheben. Wenn erst einmal eine Finanzierung steht, mit der alle Beteiligten leben können (sei es jetzt Geld durch Slammer, Slammaster oder Sponsoren), würde auch das „Gejammer“ enden.
Kritikpunkt 5: Was macht Myslam mit dem ganzen Geld? Warum gibt Wolfgang darüber keine Auskünfte?
Lösungsvorschlag 5a: Jemand wird Kassenwart (Wolfgang selbst schlägt hier Sebastian Rabsahl vor, falls der den Posten nicht annimmt, können wir gerne weiter nominieren) und bekommt dafür 10% der Einnahmen.
Kritikpunkt 6: Die bisherigen Möglichkeiten, Geld zu spenden, sind zu kompliziert. Man muss dafür sogar aus dem Haus gehen, wenn man kein Online-Banking nutzt.
Lösungsvorschlag 6a: Es wird ein Paypal-Account eingerichtet, wie man es von ebay kennt.
Kritikpunkt 7: Es war kein guter Zug, die Slam-Community vor vollendete Tatsachen zu stellen, von heute auf morgen die Gebühr einzuführen und nicht einmal im Titel des Beitrags anzusprechen, sondern erst im dritten Absatz damit herauszurücken. Dabei ging bei einigen das Vertrauen in Myslam verloren. Die Situation wurde dadurch verschlimmert, dass facebook, wo rege diskutiert wurde, als Sprachrohr kategorisch abgelehnt wurde. Um Wolfgang seine Bedenken mitteilen zu können, muss man auf Myslam selbst schreiben, wo man nicht die Anonymität einer nur für Eingeweihte einsichtbaren Facebookgruppe hat – und nebenbei gezwungen ist, die neuen AGBs zu akzeptieren. Selbst wenn man nur kommentieren will, warum man diese nicht akzeptiert. Es ist noch nicht einmal möglich, sein Profil komplett zu löschen.
Lösungsvorschlag 7a: Gut, das Kind ist jetzt in den Brunnen gefallen. Ich habe kein Problem mit den neuen AGBs, also kopiere ich jetzt alle Bedenken und Vorschläge nach Myslam rüber. Damit ist aber natürlich auch noch nicht alles wieder gut. Vielleicht wäre es möglich, eine gewisse Bedenkzeit (beispielsweise bis zum National 2012) einzurichten und zumindest zum weiteren Diskutieren die AGB-Änderungen zeitlich befristet zurückzunehmen – von mir aus kannst Du in der Zeit auch das Erstellen neuer Veranstaltungen unterbinden.
Kritikpunkt 8: Wenn man eine Veranstaltung einstellt, ist das keine Garantie dafür, dass sie auch wirklich stattfindet. Die 5 Euro sind dann aber schon bezahlt.
Lösungsvorschlag 8a: Dann schickt Wolfgang halt die erste Mahnung erst einen Monat nach dem eingetragenen Termin raus – und das auch nur, wenn dieser auch wirklich stattfand. Falls das nicht der Fall war, muss sich der Slammaster halt darum kümmern, Wolfgang dies mitzuteilen und gegebenenfalls irgendwie zu belegen.
Kritikpunkt 9: Irgendwas mit Dreifaltigkeit.
Lösungsvorschlag 9a: Herr 23 leiht Xóchil sein Schnuffeltuch.
Ich bin zwar erst seit kurzem registriert, finde aber die Seite myslam.net sehr toll und glaube, dass sie für alle Slammer und Slam-Master einen riesigen Mehrwert hat.
Meine Erfahrung aus einigen Jahren Vereinserfahrung: Viele wollen mitreden und mitbestimmen. Nur wenige wollen die Arbeit, die daraus resultiert machen. Von denjenigen,die mitarbeiten sind nur wenige wirklich verlässlich. Somit bleibt die Verantwortung und der Ärger immer an einzelnen hängen.
Ich finde die kostenpflichtige Regelung deshalb sehr gut, da gute Arbeit auch entlohnt werden muss.Derjenige Veranstalter, der sich die 5,00 Registrierung nicht leisten kann oder will, tut mir leid.
An Arne und Woflgang:
Sehr nett von euch, aber ich kenne die Richtlinien sehr sehr gut und bei mir herrscht absolute Sicherheit, dass man damit durchkommen würde.
"Die Warum eigentlich nicht" Fragen in einem öffentlichen Forum nutzen schon etwas, weil ja andere 6-7 die das als sinnvoll erachten, sich ja hätten freiwillig melden können.
Wenn man sich natürlich sperrt, macht sowas tatsächlich keinen Sinn.
Daher: Ich bin wieder raus aus der Diskussion, danke für das Beantworten einer von drei Fragen.
Als relativer Neuling auf MySlam und Gelegenheitsslammer, der den Betreiber Wolfgang nicht kennt, möchte ich auch mal eine Meinung abgeben:
Ich stimme einigen meiner Vorkommentatoren zu: MySlam bringt den Slammern mehr als den Slams. Herzstück dieser Seite ist die Liste mit Slams und die Terminseite. Wenn Wolfgang, wie er schrieb, damit rechnet, dass infolge der Kostenpflicht zahlreiche Slams abspringen werden, verliert die Seite an Attraktivität. Je vollständiger die Slam- und Terminliste, desto mehr Erfolg hat die Seite. Je unvollständiger die Seite wird, desto mehr werden sich zurückziehen. Das bedingt sich gegenseitig. Was nützen all die Ranglistenspielereien, wenn immer weniger Slams hier ihre Termine eintragen?
Insofern sägt Wolfgang, meiner Einschätzung nach, an dem Ast, auf dem er sitzt. M.E. wäre es klüger, diejenigen zu beteiligen, die ungleich stärker profitieren: die Slammer. Ich spare durch die Termin- und Ortliste viel Zeit, Energie und sogar Geld (z.B. durch effektives Planen von Touren). Wenn mein Zugang 5 oder 10€ im Jahr kostete, wären das Kosten, die ich durch den Nutzen der Seite locker wieder einspielte. Funktioniert natürlich nur, wenn das Herzstück dieser Seite (s.o.) intakt bleibt. Wenn das zerbröselt, würde natürlich niemand mehr dafür zahlen.
(Ansonsten glaube ich, wird der Webmaster seinen Entschluss noch ziemlich bereuen. Ich bin Kassenwart in einem Verein mit nur 60 Mitgliedern und weiß, wie nervtötend und ineffektiv es ist, monatlich Kleinbeträge einzutreiben und zu verbuchen. Mein Tipp: Zukünftig gehen 50% der MySlam-Arbeitszeit in Abrechungsdinge und Mahnungen-Schreiben. Und mit Hinweis auf diesen unerwartet hohen Verwaltungsaufwand wird der Betrag pro eingetragenem Termin in spätestens einem Jahr erhöht werden ... Aber vielleicht ist Wolfgang ja der geborene und leidenschaftliche Buchhalter, der das alles mit links macht; wie gesagt, ich kenn ihn ja nicht.)
Ich habe das alles gerade nur überflogen, fände es sehr traurig, wenn MySlam durch die Gebühr zu Grunde geht bzw. zerfastert und frage mich, wer als Partner die Seite finanziell unterstützen könnte. Wie ist es denn mit Fisher Mans oder anderen Sponsoren, die auch bei den Nationals mit im Boot sind und/oder waren? Geht da nicht was? Um wie viel Geld geht es insgesamt?
So ich habe mir jetzt auch eine Meinung gebildet... Ich bin als Slammer nicht besonders aktiv. Dreimal im Monat auf der Bühne stehen ist für mich viel Betrieb... Ich habe dementsprechend ein ganz nettes Verhältnis zu anderen Slammern, aber eben keine Standleitung zu den Veranstaltern und Slams, auf denen ich immer wieder mal aufkreuze. Habe wenige Telefonnummern und bin auch nicht mit allen auf fb befreundet...Wenn nun myslam langsam aufhört zu existieren, was ja arg zu befürchten wäre mit der neuen Regelung, habe ich plötzlich alle Hände voll damit zu tun, die Kontakte mal vernünftig aufzubauen und zu pflegen, deren Aufrechterhaltung myslam mir in so angenehmer Weise bisher abgenommen hat. Ich müsste wohl befürchten, dass mir in Zukunft so mancher attraktive Slamtermin, durch die Lappen geht. Ein Unding!!! Als Veranstalter würde ich allerdings die zukünfige Verhältnismäßigkeit von Kosten und Nutzen des Kalendereintrages durchaus bezweifeln.
Ich könnte es mir durchaus überlegen, ob mir als Nutzer die Dienste bei myslam ein kleine jährliche Gebühr wert sind... solange nur der Kalender auch weiterhin seine Funktion erfüllt... das wäre in meinen Augen eine gerechtere Verteilung der Lasten.
Danke Arne für die Info. Damit hast du mir Arbeit abgenommen. Es fehlt mir die Zeit Satzungen zu lesen und Kulturfördereinrichtungen abzuklappern. Meines Wissens habe ich auch schon darauf aufmerksam gemacht, dass ihr mir gerne helfen könnt, Kontakte herzustellen und ein gutes Wort für MySlam einzulegen. Grundsätzlich gilt. MySlam bringt keine Kunst hervor. Bei vielen Einrichtungen ist auch 2012 die Bedeutung des Internets nicht angekommen, sodass eine Webseite eine Webseite bleibt, keine Kultur ist und deshalb nicht gefördert wird. Soweit zumindest meine bisherige Info. Klärt mich auf, wenn es anders ist.
@Jay
Diese "Warum eigentlich nicht..." Fragen führen nirgendwohin. Die Antwort ist immer die gleiche: Es kostet Zeit, Geld und vor allem Nerven, soetwas aufzubauen. Im übrigen ist die Meinung über einen Slam Dachverband mindestens genauso umstritten wie mein Bezahlsystem. Wenn du einen Verein gründen willst, ich stelle die Webseite dafür. Dann bezahlt mich der Verein, genauso wie er andere Teilzeit-Angestellt bezahlen wird. Bleibt die eigentliche Frage: Was ist euch meine Arbeit wert?
@Jay Nightwind
Stichwort "eingetragener Verein": Die Vorschriften hierfür stehen in den §§55-79 BGB (http://www.gesetze-im-internet.de/bgb). Und dort steht u.a., dass die Mitgliederzahl mindestens 7 betragen muss (§56). Daneben gibt es gewisse Mindestanforderungen an die Satzung (§§57-58).
Die Schwierigkeiten beginnen bei der Anerkennng der Gemeinnützigkeit. Die eigentliche Rechtsnorm ist §52 der Abgabenordnung, siehe hier: http://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__52.html, die im Grunde genommen plausibel klingt. Die Richtlinien für die Anerkennung (die von den Finanzbehörden kommen) sind allerdings zum Teil mit dem normalen Menschenverstand nicht nachzuvollziehen (ich weiß dies aus eigener Anschauung!) - ich sage dies hier nur, um diesbezüglichen Überraschungen vorzubeugen.
Trotzdem: bedenkenswert - auf Details kann ich aber leider nicht genauer eingehen, weil ich kein Experte in solchen Fragen bin.
Dein Argument gegen die Umlegung der Kosten auf alle hat mich voll überzeugt. Du hast Recht - das kann gar nicht funktionieren.
Ansonsten verstehe ich voll und ganz, dass die Zeit der frohen Hilfe- und Spendenbekundungen vorbei ist und Wolfgang sich darauf nicht mehr verlassen will. Er müsste zudem ja auch wieder die Organisation dieser freiwilligen Leistungen übernehmen. Wieder Arbeit, die am Ende im blödsten Falle nichts bringt...
Eigentlich nur für Michaels Sammlung, beantwortet wird es vermutlich eh nicht:
Warum eigentlich nicht aus MySlam einen eingetragenden Verein machen? Das kostet zwar mit Zulassung der Satzung einmal 50Euro, erlaubt es aber auch, bei anerkannter Gemeinnützigkeit, die sich hier aber deutlich gewährleisten lässt, dass man Gelder bei Land und Bund beantragt.
Um dann als Verein eine Eintragung zu bekommen muss man natürlich wirklich eine gewisse Zahl an Personen als eingetragene Mitglieder haben, aber da können sich unter Slammern und Slammastern garantiert die mit höherem Beteiligungsbedürfnis und guter Übersicht über die Vepflichtungen und Aufgaben einer solchen Position finden und motivieren lassen.
Jeder, der dann Mitglied im Verein werden möchte, um zum Beispiel Myslam zu verändern, was er alleine dann natürlich nicht könnte, kann dann ja die (mögliche) Beitragsgebühr zahlen.
Wolfgang kann dann für seine Tätigkeiten Rechnungen schreiben, die dann, je nach zuständigem Amt und Einrichtung, gezahlt werden.
Und bevor jetzt mythisch über die Fülle von solchen Kassen geredet wird, ich bin seit 16 Jahren bei einem Kinder- und Jugendverband, die mit Häusern und Festangestellten noch über ganz Beträge reden, als wir hier und das kriegen wir auch finanziert. Und da sind auch die wenigsten zahlende Mitglieder.
Und wir würden hier für Gelder bekommen, denn auch wenn wir uns als Szene sehen, dürfen wir nicht übersehen, dass wir auch Dienst an der Gesellschaft tun, denn jeder von uns bietet und erschafft Kultur.
Wolfang, WORD!!!
ich glaube ihr habt nicht verstanden um was es hier wirklich geht.
Seit ihr ihm nah? warum soll es nach ihm ein danach geben? es ist seins? Du bist soooooooooooooo gut. genie Genie... gute den guten... ;)
Ich habe mich heute übrigens bereiterklärt, morgen mal in aller Ruhe alle Kritikpunkte und Lösungsansätze aus der Facebookdiskussion zu sammeln. Das könnte ich auch schon jetzt machen, aber vielleicht kommt ja noch etwas wichtiges, an das wir alle noch nicht gedacht haben.
@Sebastian 23
Ich verteidige meine Position. Die ist unangenehm für viele. Sie zu verteidigen ist im übrigen auch unangenehm für mich. Warum ich es dennoch tue: Kostenfrei an dieser Seite weiterzuarbeiten ist noch unangenehmer.
Es ist nicht meine Absicht einen Keil in die Szene zu treiben. Das macht die Szene aber im Moment auch eher selbst. Für mich ist jeder hier willkommen, auch wenn er in Zukunft keine Termine einträgt und auch nichts spendet, sondern die Seite nur nutzt, um an Kontaktdaten zu kommen. Vielleicht ist in dieser Diskussion untergegangen, dass sich dann nämlich finanziell rein gar nichts für mich ändert. Was ich dadurch verliere, sind Menschen, die meine Arbeit nicht wertschätzen. Warum sie das nicht tun, habe ich bisher noch nicht verstanden. Vielleicht versteht aber der ein oder andere, dass ich mich durch diesen Verlust nicht bedroht fühle.
»Wert und Wertschätzung«
oder
Meine 2 Cents als MySlam-Spende
Auch wenn die Wogen inzwischen nicht mehr ganz so hoch schlagen: Die Diskussion, die hier - und vor allem in einer geschlossenen facebook-Gruppe - seit ein paar Tagen geführt wird, macht mich ehrlich gesagt ziemlich traurig.
Ich für meinen Teil finde, man kann die Bedeutung, die MySlam.net für die Entwicklung der Szene in den letzten Jahren hatte, nicht hoch genug einschätzen.
Mir ist kein vergleichbares Portal bekannt. In Comedy- und Kleinkunstkreisen beispielsweise findet man zwar hier und da ein paar link-Sammlungen, oder nach Postleitzahl sortierte Termine und Veranstalter, aber ein derart komfortables, auf die konkreten Bedürfnisse der Szene zugeschnittenes Werkzeug zur Organisation und zum Netzwerken ist mir dort nie begegnet.
Ich persönlich brauche nicht alle Features. Auf das Texte-Forum zum Beispiel kann ich gut verzichten. Aber darum geht es ja auch nicht. Es geht nicht um eine maßgeschneiderte Lösung für mich als Einzelnen. Deswegen ist es für mich auch gar nicht so wichtig, daß »jeder Slam Master nur für das bezahlt, was ihm auch tatsächlich einen Nutzen bringt«. Wenn dieses Portal einer Sache nützt, die ich gut finde, dann bin ich gerne bereit, dieses Portal und damit indirekt »Die Sache« zu unterstützen!
Daß diese Unterstützung am besten finanzieller Natur sein sollte, scheint einige mindestens zu irritieren. Das wiederum finde ich etwas befremdlich.
Viele scheinen sich derzeit überrumpelt zu fühlen. Und gerade all jenen, denen alles zu schnell geht, empfehle ich, mit der Zeitlupe noch einmal genauer hinzusehen:
Bereits 2009 hat Wolfgang um eine Spende für MySlam.net gebeten, und dabei übrigens recht detailliert ausgeführt, welche konkreten Verbesserungen für 2010 geplant [und dann letztlich auch alle durchgeführt worden] sind:
Viel gebracht zu haben scheint das alles nicht, denn am 4. Dezember 2011 resümiert Wolfgang:
»Gleiches gilt für meinen alljährlichen Spendenaufruf. Da gibt es zwei drei Slams, die da spenden. Einer davon sogar jedes Mal einen recht beachtlichen Betrag. Es gibt außerdem noch zwei, die einen monatlichen Dauerauftrag geschaltet haben.«
Also trat 2011 an Stelle des Spendenaufrufs eine Umfrage zur Finanzierung:
»[...] kostet Zeit und Geld. Zeit, die ich nicht mehr habe und für die sich ein anderer bezahlen lassen würde. Daher werde ich in Zukunft eine Möglichkeit finden müssen, MySlam finanzieren zu können.«
Und weiter:
»Ich könnte mir auch vorstellen, dass eure finanzielle Beteiligung nur vorübergehend ist. Wenn ich bestimmte Aufgaben an einen bezahlten Mitarbeiter abtreten kann, habe ich nämlich mehr Zeit, mich um Kooperationen zu kümmern, aus denen sich MySlam dann wiederum u.U. selbst finanzieren kann.«
Vielleicht bin ich mit meinen 41 Jahren zu naiv, aber für mich klingt das alles nicht nach »Wucher«, »Wegelagerei« und »Über'n Tisch ziehen«. Und vielleicht ist es auch Zeichen meiner Naivität, wenn ich nicht verstehen kann, wie dieser Tage reihenweise Leute aus allen Wolken fallen.
Daß MySlam.net finanzielle Unterstützung braucht, ist seit Jahren bekannt. Wie konkret das aussehen soll, wurde vor sechs Monaten zur Debatte gestellt. Den Kommentaren nach zu urteilen, war es seinerzeit einhellige Meinung, daß nicht die Slammer bezahlen sollen, sondern vielmehr die Slams jene Last tragen sollen.
Vielleicht hätte man die Befragung nicht online machen sollen, sondern im Rahmen des Slam Master - Meetings in Hamburg. Und sicher wäre es geschickter gewesen, das Ergebnis der Umfrage nicht im Stillen Kämmerlein auszuwerten, sondern der MySlam-Community für einen gemeinsamen Entscheidungsfindungsprozess zur Verfügung zu stellen. Und es ist immer erst mal ein komisches Gefühl, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Aber bitte, worüber diskutieren wir hier!?
»Einige Slam Master spenden bereits jedes Jahr an MySlam. An diesen Spenden habe ich mich orientiert, als ich mir Gedanken gemacht habe, wie ich eine Art Premium-Account für Slam Master einführen kann.«
Das Ergebnis dieser Überlegungen lautet - aufs Jahr gerechnet - € 60,-
Das Bühnennetzwerk theaterjobs.de ruft für seine Leistungen € 45,- auf. xing.com immerhin teuflische € 66,60. Auf den Monat heruntergerechnet klingt das alles weniger bedrohlich. Aber die Zahlen kann man sich immer drehen wie man will. € 5,- pro eingetragenem Slam sind bei 12 Terminen im Jahr ein Jahresbeitrag von € 60,- Rechne ich wieder zurück, kann ich sagen: Ein Zuschauer pro Termin. Ich kann aber auch bei acht Teilnehmern sagen € 0,63 weniger Fahrtkostenzuschuß pro Slammer. Aber was bringen diese Rechenspiele? Worum geht es dabei? Es geht um Wert! Wo es doch eigentlich um Wertschätzung gehen sollte...
Ich persönlich kann mit € 60,- im Jahr gut leben. Das ist deutlich weniger, als der Betrag, den ich seit drei Jahren gerne freiwillig spende, und der mir seit drei Jahren eigentlich noch viel zu gering vorkommt. Ich wiederhole mich, wenn ich sage, daß es mir dabei nicht um den Gegenwert für einen persönlichen Vorteil geht, sondern um Unterstützung einer Sache, die für mich persönlich eine »gute Sache« ist. Wenn nicht sogar eine sehr gute.
Daß viele von uns das Portal MySalam.net - allem voran den Terminkalender - eine gute Sache finden, bezweifle ich nicht. Aber wenn Applaus allein das Brot des Künstlers wäre, bräuchte ich bei Hostelplätzen kein Frühstück dazu zu buchen... Und wenn Reden Silber ist, wäre es umgekehrt goldig, wenn mehr als zwei, drei Slams zur finanziellen Unterstützung von MySlam.net beitragen könnten.
Ich für mein Teil bin weiterhin dazu bereit.
Und da ich mir der unterschiedlichen Möglichkeiten einzelner Slams bewußt bin, werfe ich hier mal in die Runde, daß ich außerdem bereit bin, bei dem derzeitigen Finanzierungsmodell für einen, oder zwei kleinere Slams gewissermaßen eine Patenschaft zu übernehmen. Wenn sie das denn möchten, wäre das der Kölner Experimental Slam und der Kölner »Büchner lebt!«-Slam.
Auch wenn ich ja jetzt eine "Comedy-Wertung" mein Eigen nennen darf, sehe ich mich nicht in der Lage, annähernd lachhaft zu antworten. Leider bringt der Vorschlag zur Fahrtkostenreduzierung dennoch nichts. Ich lasse das mich gähnen lassende Zeitargument mal außen vor, dennoch:
Kein Führerschein. Umweltidealist. Entschuldigung.
ich will gar nicht auf jedes Detail eingehen, das ist müßig.
Zumal 1. schon jemand anderes die verschiedenen Lösungsvorschläge sammelt und für dich bereitstellen will und 2. du ja recht deutlich klarstellst, dass du das neue System so fertig entwickelt hast und höchstens nach Start des "bezahlten myslam" kleine Änderungen (z.B. drei Freimonate für neue Slams) machen willst.
Ist ja auch okay und dein Recht.
Du siehst dich selbst nur an einer falschen Stelle: In allen Beiträgen fordern die Leute auch nicht einen Wechsel zu einem multinationalen Ausbeutungskonzern, um dir deine Arbeit zu entreißen. Das ist falsch und leicht nachzulesen.
Der Wunsch der Leute ist, mitbestimmen zu können und zu einer fairen Lösung für alle zu kommen.
Und was wir in Zweifel ziehen ist nicht deine Arbeitsleistung als Macher dieser Seite. Bezweifelt wird, ob deine Lösung die beste Lösung für alle ist.
Im Zweifel wird ein Keil in die Szene getrieben und dann gibt es eigentlich nur noch die Frage, ob der größere Teil sich für eine Alternative (mit mehr Mitbestimmung und fairer Bezahlung) entscheidet, die z.B. im Rahmen des nächsten Slammaster-Meetings angestoßen werden könnte.
Nochmal: Am liebsten würden die Leute hier bleiben und darunter sind viele, die dir liebend gern und vermutlich ehrenamtlich bei der Wartung der Seite, der Suche nach Sponsoren und der Verwaltung helfen können.
Das wäre sogar ein Weg für eine Zeit, in der du irgendwann keine Lust mehr hast, dieses Forum zu leiten. Und schon heute ein guter Weg, dich zu entlasten.
Denn hier sind hunderte, die dieses Forum super finden und nicht verlieren wollen. Aber du schickst sie im Moment gradewegs zur Tür hinaus.
Aber sieh es positiv: Mark Zuckerberg hat gestern 2 Milliarden Dollar verloren. Vielleicht macht McDonalds ja auch noch bankrott, dann essen wir mal zusammen ein Dinkelbrötchen (Mohnkuchen ist nicht gesund!)...
Warum kommst du eigentlich nicht von dieser Idee runter, dass jede Termineintragung kostet?
Ist es für dich denn kein sinnvoller Lösungsvorschlag, dass jeder angemeldete Nutzer im Jahr 5 € bezahlt, damit diese Seite so weiterlaufen kann wie sie bisher läuft? Einfach mal so, eine ganz einfache Frage.
Auf einige angesprochene Probleme sind mir Lösungen eingefallen. Wer die Bezahlung meiner Arbeit gänzlich ablehnt, muss eine Entscheidung treffen, das kann ich für ihn/sie nicht tun.
Meine Arbeit mache ich jedenfalls nicht weiterhin kostenfrei. Das kann nicht Inhalt dieser Diskussion sein. Ich kann nur versuchen, die Probleme zu lösen, die angesprochen wurden. Eine Liste, um die ich gebeten habe, mit den wichtigsten Punkten ist bisher nicht bei mir angekommen. Sobald das der Fall ist werde ich nachdenken (das dauert bei mir manchmal ein bißchen) und dann antworten.
Problem:
Slams, die ganz neu sind wollen/können nicht gleich Gebühren zahlen.
Lösungsvorschlag:
Wird ein neuer Slam Ort auf MySlam eingetragen, sind die ersten 3 Termineintragungen zu diesem Slam Ort gebührenfrei. Dadurch kann also der neue Slam in der Anfangsphase durch MySlam volle Aufmerksamkeit auf seinen noch völlig unbekannten Slam ziehen. Dazu hat MySlam übrigens die letzten Jahre auch beigetragen: Dass ein Slam in Waghäusel wahrgenommen wird. Wenn der Slam sich dann halten kann, fördert er mit seinen Gebühren MySlam und ermöglicht damit, dass weitere Slam Locations entstehen.
Problem:
Slams, die keinen Eintritt verlangen, sollen auch keine Gebühren zahlen müssen.
Lösungsvorschlag:
Ich werde - sobald ich dazu komme - jedem Veranstaltungsort die Möglichkeit geben, sich als "eintrittsfrei" zu outen. Die Idee ist, dass über den Terminen dieser Slam Orte im Kalender und in der Detailansicht groß steht "Eintritt frei". Und daneben ein "stimmt nicht" Knopf, mit dem jeder melden kann, wenn der Slam Ort doch Eintritt verlangt. Damit wäre sichergestellt, dass hier niemand sich um die Gebühren drückt. Und dann wäre ich bereit für diese Veranstaltungsorte eine Sonderregelung zu finden.
Problem:
Jeden Monat 5 Euro zu überweisen nervt. Gibt es kein einfacheres Bezahlsystem?
Lösungsvorschlag:
Handybezahlsysteme, PayPal, Lastschrift und und und. Mit Java lässt sich sowas viel leichter und performanter ansprechen als mit PHP. Am besten Tom um einen Kostenvoranschlag bitten, der macht das dann so, dass ich nur eine Zeile Programmcode ändern muss. Im Ernst: die ersten Rechnungen gehen am 1. Juli raus. Bis dahin war sowieso geplant eine Möglichkeit einzurichten, dass ihr eure Rechnungen auf MySlam einsehen könnt. Dann könnt ihr zu einem beliebigen Zeitpunkt (im selben Jahr, nicht erst zu Bo Wimmers Geburtstag 2050) mehrere Rechungen auf einmal überweisen. Im Verwendungszweck gebt ihr die IDs der Slam Orte und den Zeitraum an, fertig.
Problem:
Transparenz.
Lösungsvorschlag:
Ich warte auf eine Antwort von Sebastian 23, ob er für 10% Jahresgewinn den Kassenwart macht und sich darum kümmert, dass alle Rechunngen bezahlt werden. Ich gebe damit dem lautesten Kritiker dieses Systems vollen Einblick. So transparent sind nicht einmal meine Fenster.
Problem:
Die Slammer sollen zahlen.
Lösungsvorschlag:
Keiner. Dann darf ich dieselbe Diskussion nämlich mit einer anderen Gruppe führen. Slam Master deshalb, weil sie weniger stark wechseln. Wenn ich jeden Slammer, der mal mit 16 Jahren 5 Monate Poetry Slam ausprobieren will eine Rechnung schicke, dann ist der kurz darauf abgemeldet und macht gerade ein Austauschjahr in Australien. Ich glaube die 5 Euro für MySlam haben dann nicht so eine hohe Prio, sondern eher der Surfkurs. Gegenfrage: Warum gibt es ein Slam Master Meeting und kein Slammer Meeting?
Wie ihr seht, sind das alles LösungsVORSCHLÄGE. Die sind nämlich mit Arbeit verbunden. So oder so werde ich diese Lösungen also nur umsetzen, sobald die ersten Rechnungen verschickt und bezahlt wurden.
Dann noch einige direkte Kommentare, weil da bei mir immer Erinnerungen an Diskussioneforen aus den 00er Jahren zurückkommen. Da wusste noch niemand, dass es peinlich ist, in Internetforen zu diskutieren. Unbezahlbar!
@Sebastian 23 (der Lars Ruppels Bäcker-Vergleich zitierte)
Als ich noch in Heidelberg gewohnt habe, habe ich mir immer den Mohnkuchen bei der Bäckerei Mahlzahn geholt (www.mahlzahn.de). Das kleine Stückchen kostet 4 Euro. Ich habe es gekauft, weil es mir schmeckt. Natürlich kann man seine Sachen auch bei Kamps (facebook) kaufen. Die sind billiger. Nur wenn man dann mal wieder Bock auf den guten Mohnkuchen hat und dann feststellt, dass da wo vorher Mahlzahn war nun Kamps, Subway, McDonals, Burger King, KFC, H&M, Orsay, Thalia, Smarties, Pokemon oder ein Parkplatz ist, dann bitte nicht meckern. Am Donnerstag bin ich wieder in Heidelberg. Ich glaub ich hole mir einen Mohnkuchen.
Und ich stimme Lars Ruppel zu. Nicht jedem schmeckt MySlam. Die Entscheidung, ob Ihr mir vertraut und mich unterstützen wollt, muss jeder einzelne treffen. Vielleicht hat euch die Diskussion auf Facebook geholfen, eine Entscheidung zu treffen. Ich glaube es eher nicht. Bei mir ist das dann immer so, dass ich erst dem einen zustimme und dann kommt wieder ein anderer und was der schreibt klingt aber auch vernünftig und dann denk ich am Ende: "Mensch Wolfgang, hast du überhaupt ne eigene Meinung?". Was mir geholfen hat: Fernseher auf den Müll, Facebook einmal die Woche besuchen, Radio ausschalten, keine Zeitung lesen, mit Leuten reden, statt "gefällt mir" lieber sein Gegenüber drücken und an den Dingen arbeiten, an die ich glaube.
Ich drohe:
Wenn MySlam an dieser Diskussion scheitern, schreibe ich wieder Texte für Slams und dann komme ich mit einem T-Shirt auf die Bühne auf dem steht "5 Euro Eintritt sind mir einfach zu viel".
Zu guter Letzt:
Bitte schreibt mir keine Emails mit Vorschlägen mehr. Ich kann sie nicht lesen. Es sind sehr viele. Sonst sitze ich hier noch um zwölf und beantworte die Emails, was bedeutet, dass ich neben dieser Diskussion noch "private room" Diskussionen führe. Bin doch kein Webcam-Girl, hömma!
Nachdem ich mich 2 Stunden durch die Kommentare hier und auf facebook gewühlt habe, kommt nun meine - hoffentlich konstruktive - Meinung:
Der Nutzen für mich als Ex-Slammer war immer größer als der Nutzen als Veranstalter. Ich konnte meine Touren zusammenstellen und mich direkt an Veranstalter wenden. Außer mich stundenlang durch google zu quälen oder bereits bestehende Kontakte zu nutzen, habe ich sonst keine Alternative.
Um als Veranstalter Poeten zu finden höre ich auf Empfehlungen oder frage Slammer, die ich anderswo sehe, direkt.
Für die Werbung um Zuschauer nutze ich in erster Linie Facebook, Flyer, Plakate und Newsletter an die Stammkundschaft und natürlich auch die Presse.
Aus Veranstaltersicht nutze ich myslam als Service, um reisenden Poeten die Chance zu geben sich zu melden, wenn ein Termin in die Tourplanung passt.
Fazit: Der Hauptnutzen ist meiner Ansicht nach auf Slammerseite. Wie viele Slammer sind auf myslam? Stimmen die Zahlen im Direkt-Link? Wenn jeder mit eigenem Profil 5 Euro im Jahr zahlt müsste doch genausoviel zusammenkommen wie wenn jeder Termin 5 Euro kostet. Slammaster haben ja auch ein Profil, zahlen also auch mit. Und man kann auch noch überlegen, dass jeder eingetragene Slam-Ort nochmal die gleiche Summe abdrückt (sind laut Liste 527 Stück).
Das fände ich fair und würde ich auch voll mitragen.
Außerdem biete ich mich gerne an die vier Magazin-Artikel im Monat zu schreiben, 400,-- mehr würden mir nicht schaden ;-) (Sorry, das war jetzt nicht konstruktiv, aber um dafür das eingetriebene Geld zu verschleudern finde ich auch falsch).
So, Grüße in die Runde, ich hoffe wir finden eine Lösung.
So, nachdem ich leicht widerwillig die neuen Nutzungsbestimmungen bestätigen musste, gebe ich nun meinen Senf dazu:
Also was ich mich seit dieser Diskussion frage ist, was soll myslam in deinen (Wolfgang) Augen eigentlich sein? Möchtest du eine Plattform für die Slamfamilie oder für die Zuschauer bieten?
Da die Seite zur Zeit wohl einen Werbefaktor für Veranstaltungen innehält, der so ungefähr gegen Null gehen dürfte, gehe ich mal davon aus, dass es eine Plattform für die Slamfamilie sein und auch bleiben soll.
Trifft man da mit einer 5€ Gebühr für Veranstalter nicht irgendwie die falschen?
Der Veranstalter bezahlt also, damit der Slammer ein leichteres Leben hat. Klar hat der Veranstalter durch myslam ein leichteres Leben wenn es darum geht das Line Up zusammen zu puzzeln, gerade wenn man nicht selber wirklich aktiv in der Szene unterwegs ist, jedoch bleiben solche Veranstalter wohl eher bei Localslams. So denke ich, dass die eigentlich profitierenden dieser Seite die Slammer selbst sind. Wäre ein Jahresbeitrag für die aktiven Nutzer nicht um einiges Sinnvoller als die Veranstalter hier zu vergraulen?
Der Kalender ist einfach ein großartiges Werkzeug für jeden, der Unterwegs ist, und macht gerade für Neulinge den Einstieg wunderbar einfach.
Wenn nun allerdings die Veranstalter da nicht mehr mit machen, werden auch die Slammer von dieser Plattform abwandern, denn wenn nur noch 10 Termine im Monat (Achtung, übertriebene und fiktive Zahl. Bloß nicht zu genau nehmen) im Kalender stehen, bekomme ich doch am Tag irgendwie mehr Facebook-Event-Einladungen zu Slams. Ich denke das geht den meisten da ähnlich.
Abschließend sehe ich also ein Model wie es Sträter vorgeschlagen hat als wesentlich sinnvoller an, als hier die Veranstalter für die eigentlich bevorteilten Slammer zahlen zu lassen.
PS:
So genug Genörgel, danke für 4 Jahre Arbeit an einer tollen Plattform.
Meine Frage wurde zwar nicht beantwortet, aber ich versuche es mal mit einer neuen Frage:
Wie steht es eigentlich mit Sponsoring?
Egal ob aus der eigenen (Literatur-)Branche oder branchenfremd. Wenn die Halspastillen die Nationals sponsoren können, warum nicht auch eine Webpräsenz?
Ergänzend gefragt (und das ist tatäschlich wieder eine informative Frage):
Warum kann zum Beispiel in den laufenden Posten des Nationals nicht auch durch einen Sponsoren ein Webportal wie dieses hier gefördet werden? Oder passiert das schon?
Ich konsumiere schon Internet mit Werbung und es stört mich auch nicht. Auf Seiten die ich gut finde, klicke ich sogar bewußt auf die Banner, um eben den Seitenbetreiber zu fördern.
Und den Firmen Myslam schmackhaft zu machen, dürfte mit dem von Pascal erwähnten, aber nicht zu belegenden Mitgliederzuwachs hier ja nicht all zu schwer sein. Oder?
Aber da ich schon fast befürchtet habe, dass meinen Vorschlag kein mensch versteht, gleich ein etwas einfacheres Modell :)
zitat wortArtiG
Wenn Du einen Termineintrag mit einem Verkaufswert von 5 Euro manifestierst, dann ist die Frage danach, was der Kunde von dieser Ware hat, die logische Konsequenz. Ebenso die Frage nach der Alternative.
ende zitat
den Nutzen des Termineintrags für den Slammaster könnte man wie folgt definieren:
1. größere Bekanntheit und dadurch mehr (umsatzsteigerndes) Publikum Dieser Effekt ist m.E. derzeit vernachlässigbar, da die Gesamtheit der myslam-Besucher aus fast ausschließlich aus Slammern und Slammastern bestehen dürfte.
2. Der eigentliche Nutzen besteht darin (wie ich schon sagte), dass Slammer ihre Touren mit weniger Aufwand planen können. Meinem (jährlichem) Slam hat dies in den letzten vier Jahren schon einige nicht-lokale, aber gerade vor Ort anwesende Teilnehmer eingebracht, deren Fahrtkosten für unseren Verein nicht finanzierbar gewesen wären. Dieser Nutzen wird aber deutlich verringert, wenn nun viele Slammaster aussteigen, und wenn nun zu viele aussteigen, dann lohnt es sich auch für mich nicht mehr (Stichwort: „Abwärtsspirale“)
Nun zu den Alternativen. Ich halte nach wie vor eine Art Prämiensystem für sinnvoll – wer Fachbeiträge für myslam verfasst, kann für den virtuellen Gegenwert gebührenfrei Termine in den Kalender eintragen. Allerdings sehe ich hier auch das Problem der Programmierung, und wer soll entscheiden: Was ist ein Fachbeitrag?
Also komme ich zu einer m. E. praktikableren Alternative, die „modifizierte Kostenpflichtigkeit“ die wie folgt aussehen könnte:
a) Kostenfreiheit für „Schlicht-eintragungen“, diese Kategorie sollte Slams mit freiem Eintritt vorbehalten sein (Extra-Kategorie?). Wer eine solche Eintragung vornimmt, bei dem erscheint dann nur die Stadt, in der das ganze stattfindet, und der entsprechende Link geht dann nicht auf „poetry-slam-calendar/event/xyz“ , sondern direkt auf das Slam-Profil auf “poetry-slam/abc”, das der Slam-Master dann jeweils immer manuell bearbeiten muss. Motto, wer nix zahlt, soll es auch nicht bequem haben;)
b) „Normaltarif“ 5 Euro für einen „normalen Eintrag“, der wie bisher aussieht.
c) „De Luxe-Tarif“ 10 Euro für einen Eintrag, der typographisch besonders herausgehoben ist und evtl. sogar eine Vorverkaufsfunktion enthalten kann ...
Hierbei sollte es für jede Veranstaltung jeweils eine Wahlfreiheit der Tarife geben (mit der Ausnahme, dass Tarif a nur für Eintritt-Frei-Slams möglich ist).
Aber bevor man jetzt überstürzt die Nutzungsbedingungen ändert, sollte man erstmal beobachten, was passiert. Wenn aber nun das passiert, was viele befürchten, sollte man sich schon über eine andere Tarifierung Gedanken machen. (Mit den 5 Euro kann ich persönlich derzeit leben - aber ich mache ja auch derzeit nur einen Slam pro Jahr)
Dann kostet es nun also 5 Euro, einen Slam einzustellen.
Nun habe ich Arnes Aufrechnungsformel weiter unten …
»Ich denke da z.B. an eine Formel folgender Form :
»M = "Myslam-Gebühr" pro Termin
P = Eintrittspreis in Euro
Z = Zuschauerfaktor (1
G = "Grundgebühr" in Euro
Dann ist:
M = G + (Z*P)
Die Größen könnte man dann z.B. wie folgt festlegen (wobei man auch andere Werte wählen kann):
G= 1 Euro
Z könnte man angenähert als logarithmische Größe definieren:
Z für 1
2. Fortsetzung:
Z für 1«
…. Null, aber auf wirklich null verstanden.
Da hämmerte mir der Reichsrealschul-Intercity durch den Schädel, da habe ich im Ankleidezimmer mit den Schultern gezuckt, dass es eine Art hatte.
Besser kam ich mit Nikitas Rechnung klar:
»Aber pardon, für 5€ bekommt man im Internet 2-3 Songs, oder man bekommt bei H&M ein T-Shirt, oder man bekommt eine Schachtel Zigaretten, 5 Zonen im ÖPNV. Versteht ihr?«
Doch.
Auf Facebook bin ich jetzt gefragt worden, was mir Myslam wert ist. Antwort: Viel! Meinen allerersten Slam habe ich auf Myslam gefunden, der Kalender ist kostbar, um zu schauen, wer Dienstag in Köln ist, damit man die Leute für Mittwoch nach Recklinghausen einladen kann, ohne dass einem das Portemonnaie explodiert, und man kann ersehen, wann zum Teufel noch mal der Slam am Arsch der Welt war, zu dem man mal wieder vollmundig zugesagt hat. Der Nutzen ist da, er strahlt, ich kenne keinen anderen Kalender als diesen. Aber man fragte auf Facebook, wie viel Geld!
Das ist jetzt die Frage, denn mein Nutzen ist natürlich groß…. Meiner, wohlbemerkt. Ich kann jetzt nicht beziffern, was ein Slam davon hat, fürn Fünfer eine Veranstaltung einzutragen. Bis alle gemerkt haben, dass man sich nicht ohne Rücksprache als Slammer einträgt, vergehen wohl noch zwanzig Jahre, der werbliche Effekt auf Zuschauer wird jetzt einfachmal massiv bezweifelt. Auch von mir. Aber für Einsteiger und Leute die die Übersicht behalten wollen ist das Ding Gold wert.
Also was nun?
Ich bin kein Freund davon, gestern was umsonst bekommen zu haben, heute aber nicht mehr. Vollendete Tatsachen sind immer bitter, grad in einer sich selbst organisierenden Szene wie der unseren, wo du hier 10 Euro wegnimmst um sie da hin zu tun, die Couch nach links schiebst, damit Sushi Platz hat und schaust, dass irgendwer irgendwen zum Zug bringen kann.
Gern würde ich nach Gutsherrenart was ganz motivierendes sagen, aber: Zwei Drittel der Slams, vor allem die aus Twin Peaks, Hintertupfingen und Lummerland, jene, die vierzig Zahlende haben, werden sich nun nur noch auf den versoffenen Ressortleiter Lokales der örtlichen Zeitung stützen –und auf Facebook. Damit in dem Puff mal ein gewisser Nutzen einkehrt. Denn ab jetzt wird auch der effektive Nutzen des Kalenders, gewogen in Euro und Cent, auf den Prüfstand kommen. Plötzlich zahlst du 5 Euro, aber nur 2 von 9 tragen sich ein. 70 Prozent der Slams verlassen sich auf andere Quellen und Medien, und der Kalender hört auf, einen Nutzen zu haben, weil plötzlich im Oktober scheinbar nur noch vier Slams stattfinden … und am 21. Dezember ist der Kalender dann ganz weg. (Gern geschehen, liebe Untergangspropheten.)
Mich interessiert gar nicht die Transparenz geflossener Gelder: ob Wolfgang damit Personal bezahlt oder sich in Florenz Hüte machen lässt, ist mir schnuppe. Ich interessiere mich für meine 5 Euro. JEDER interessiert sich für seine 5 Euro, und was er dafür bekommt.
Ist so. In drei Monaten wirst du auf den November blicken und feststellen: Na kuck, wir Acht haben gelöhnt. Krass.
Meine Rechnung geht folglich so:
A: 5 Euro.
B. Ich.
Ein faires Modell wäre –
1.Jeder zahlt. Poeten 1 Euro, Slams 5 Euro. Im Jahr. Über eine Telefonnummer. Das funktioniert. Alle zahlen. Jetzt. Für Beiträge im Magazin gibt’s 20 Euro.
Vorteil: Übers Handy n Euro bezahlen ist machbar. Leute, die sich nur mal auskotzen wollen, wie kacke doch alles geworden ist, zahlen den gleichen Euro wie Leute, die den Planeten mit schönen Mundartgedichten fluten.
(Gern geschehen, liebe Untergangspropheten.)
Oder an jedem National sitzt Wolfgang mit einer Metallkassette an einem Tisch und nimmt das Geld ein: Das ist entwürdigend, die Schlange wird bis zum Horizont reichen, aber es ist machbar.
Oder es bleibt genau so, wie Wolfgang es bestimmt. Im Ernst. 5 Euro pro Slam. Aber ich sage: Es wird weniger. Schon jetzt sind nicht alle Slams verzeichnet. Und ich kenne Slams, die erwirtschaften 20 Euro am Abend.
Zum Schluss möchte ich sagen, dass diese Seite unverzichtbar ist. Ich möchte mir nicht vorstellen, dass sie verschwindet.
Ich möchte aber auch nicht beobachten müssen, dass in der Rubrik FORUM/DEUTSCHLAND/TEXTE Guerilla- Gedichte auftauchen wie:
Oh Castrop in der Frühe
du schönster aller Orte
dich zu beschreiben kostet Mühe
da fehlen eim` die Worte.
Oh Castrop hell am Tage
deine Sonne ballert heiß
Auch wenn ich nicht die Wahrheit sage
Castrop, du bist nice.
Oh Castrop in der Nacht,
du musst nach Geltung trachten,
drum wird zu viert n Slam gemacht
Der ist am neunten Achten.
Um mal eine Lanze für Wolfgang und seine augenscheinliche Renitenz zu brechen: Das Absurde an der Diskussion ist, dass bei jedem möglichen Kompromiss wie früher schon nur ein Haufen Lippenbekenntnisse ala "Selbstverständlich würde ich zahlen!" zustande kommen würde, und am Ende sich doch nur empört wird oder alle ruhig bleiben und myslam sterben lassen. Diese Zwickmühle macht es unmöglich gegen jedes Ausbeuter- oder Intransparenz-Argument anzugehen.
Wenn Wolfgang entschieden hat, dass er Geld braucht und verdienen möchte, dann sollten die Freunde dieser Seite das akzeptieren und nicht mehr über die Frage des "ob" diskutieren sondern des "wie".
Mal angenommen statt der Veranstalter würden die Nutzer - also die reisenden Slammer ohne tolle Kontakte - für die Nutzung der Plattform zahlen. Der Betrag sei mal dahin gestellt, das muss Wolfgang entscheiden.
Welcher Veranstalter würde es diesem Slammer dann übel nehmen, wenn dieser hoffentlich geringe Betrag auf die Fahrtkosten für eine ganze Tour drauf geschlagen würde? So stünde es Slammern und Veranstaltern frei diesen kleinen Betrag auszuhandeln, vorrausgesetzt alle sind aufrichtig.
ja, geiles Rechenspiel, erstmal auf die Zahlen vom letzten Jahr zurückgreifen (als eine ganze Ecke weniger Termine drin standen) und dann noch davon ausgehen, dass es weniger wird, weil ja viele Slammaster abspringen werden. Das ist kein Gegenargument, das ist, wie man in der Slam-Szene so schön sagt, eine Farce.
Aber du hast in einem anderen Punkt Recht, es tut mir leid: Die Geschichte mit dem Magazin lief so, dass ich aufgehört habe, als ich mitbekam, dass ich vom Sponsoring des Verlags jeden zweiten Monat die Hälfte des Geldes kriegen sollte. Mir erschien und erscheint es sehr ungerecht, dass mein Verlag dir soviel bezahlt, wie mir, damit ich für dich schreiben darf. Again: Farce.
Und Farce drei ist deine dreiste Behauptung, Slammaster würden Transparenz verweigern. Jeder kann auch ohne Rechenschieber ausrechnen, das da in den seltensten Fällen große Beträge verschoben werden und auf Nachfrage wird dir fast jeder bereitwillig eine Rechnung ähnlich der von Sebastian Butte präsentieren. Wenn jemand in der Szene Geld verdient, dann über Workshops, Moderationen, Lesebühnen, Special-Guest-Dasein, Bücher, CDs und das Ausrauben von Groupies.
Und noch eine Farce: Du drängst die Leute, die sich auf facebook unterhalten, explizit dazu, hier ihre Kritik zu äußern, wenn sie von dir gehört werden wollen. Dafür müssen sie aber deine neuen Bedingungen schon akzeptieren. In Kombination betrachtet ist das ein Schlag ins Gesicht und/oder der Nachweis, dass du einige der umtriebigsten Slam-Veranstalter nicht als Kommunikationspartner auf Augenhöhe betrachtest.
Und der Gipfel deiner Dreistigkeit ist jawohl mal das Verschanzen hinter deinem Dayjob, von wegen DU musst ja morgen tagsüber arbeiten. Als ob wir alle arbeitslose Penner wären, die ihre Zeit am liebsten damit verbringen, sich in Foren zu streiten und nachts dann mal für fünf Minuten auf der Bühne stehen, dann wieder in den Liegestuhl zurückkehren und sich dafür das Rektum vergolden lassen.
Hier haben ALLE auch tagsüber zu tun - und diejenigen, die sich als freischaffende Künstler/Veranstalter/Workshopleiter durchschlagen gewiss nicht weniger als die Inhaber anderer Berufe.
Vielleicht solltest du doch mal in Ruhe ALLE unsere Beiträge (auch auf facebook) lesen, es sind kluge Dinge dabei, z.B. schreibt einer der umtriebigsten Slam-Veranstalter:
"Ich kenne meinen Bäcker auch gut, aber seit er teurer ist gehe ich nicht mehr hin, das ist sehr schade, aber meine und seine Entscheidung."
Deine Lösung ist keine Lösung ...
... schon deshalb, weil auf die denkbar schlechteste Weise präsentiert und umgesetzt.
'Zahlt das - oder Tschüss' ist die Botschaft, die mir diese Vorgehensweise vermittelt.
Dass nun einige nach den realen Kosten fragen und Dich mit dem Wort 'Transparenz' nerven ist der Tatsache geschuldet, dass Du erst mal alle vor vollendete Tatsachen stellst. Tatsachen, die dazu geeignet sind, sich emotional zu entscheiden. Wenn Du einen Termineintrag mit einem Verkaufswert von 5 Euro manifestierst, dann ist die Frage danach, was der Kunde von dieser Ware hat, die logische Konsequenz. Ebenso die Frage nach der Alternative.
Ein kurzes Anschreiben (nicht als Top-Thema, sondern als E-Mail) an alle Slam-Master, mit der Info, welcher Betrag jährlich vonnöten ist, um myslam zu betreiben - und einer Umlegung, was dies
a) an Euro oder Cent pro Termineintrag ausmachen würde bzw.
b) welchen Betrag das durchschnittlich pro Slam/Jahr bedeuten würde
hätte genügt, um ein reales Problem einfach darzulegen. Begleitet von einem Unterstützungs-Aufruf mit der Bitte daraus einen Betrag abzuleiten, den sie für ihren Slam-Betrieb als angemessen betrachten und den sie jedes Jahr bereit sind zu entrichten, hätte funktionieren können. Die von Dir gewählte Lösung mag zwar in der Datenbank und in PHP funktionieren - aber nicht am Mensch.
Ich vertrete die Meinung, dass die Kosten für myslam vornehmlich von den Veranstaltern erbracht werden sollen. Das KOHI wird sich gerne beteiligen, aber nicht auf diese Weise. Dass ich die meisten KOHI-Termine nur der Vollständigkeit halber hier eintrage, tut dabei nichts zur Sache.
Ich kann die Logik nachvollziehen, das Geld nicht von allen angemeldeten Nutzer*innen zu nehmen, sondern von Slams, die tatsächlich stattfinden: genau an dem Punkt kommt Geld von Zuschauer*innen in die Szene, und niemand muss in die eigene Tasche greifen (mit der bekannten Ausnahme der Eintritt-Frei-Slams) - während die allermeisten Slammer*innen von ihrer Tätigkeit bekanntermaßen nicht leben können und froh sind, nach einer Tour kein allzu großes Loch im Geldbeutel zu haben.
Spannend finde ich es aber, wenn sich hier manche nach vier Jahren kostenfreier Nutzung der Seite hinstellen und bitte die Kassenbücher sehen wollen. Wenn das Slammer*innen bei euren Slams machen wollen, würden die meisten Slammaster*innen auch genervt die Augen rollen - ich würde das zumindest... ob 5€/Slam jetzt der richtige Betrag sind, um die Seite zu betreiben, weiß ich nicht. Aber Vertrauen in den einzigen Menschen, der das einschätzen kann, wäre wohl zu viel verlangt, wenn ich die Diskussion hier und vor allem drüben bei Facebook so verfolge. Nicht zuletzt: Der Ton macht die Musik. Wenn ich Wolfgang wäre, hätte ich mir bei manchen Kommentaren schon überlegt, die Seite einfach aus dem Netz zu nehmen, wenn es ja anscheinend so einfach ist, einen ziemlich gut funktionierenden Slamkalender auf die Beine zu stellen...
"Die 5 Euro Gebühr ist meine Art zu fragen, ob ihr dieser Pflanze Wasser geben wollt, wo sie doch seit Jahren auf eurer Fensterbank steht."
Lieber Wolfgang,
dann verlange doch einfach für die komplette Nutzung von allen angemeldeten Slam Poeten und Slam Mastern 5 €. Dieses Geld ist dann dafür, dass sich diese Seite alle zu Nutze machen können usw.
Aber 5 € pro eingetragener Termin, ist in meinen Augen, völliger Schwachsinn und sicher der falsche Weg diese Seite weiterhin zu finanzieren. Und ich gebe Herrn Butte Recht.
Wir wollen alle wissen wohin das Wasser dann fließt.
gerade habe ich mir die vorausgegangene Diskussion durchgelesen, die irgendwie an mir vorbeigegangen war. Zu lesen hier: http://myslam.net/de/post/3999.
Da war der Ton noch ein ganz anderer, finde ich. Zwar habe ich das Ergebnis der Umfrage nicht gefunden, die Kommentare lassen aber schließen, dass viele froh sind, dass es MySlam gibt, wissen oder sich vorstellen können, wieviel Arbeit da dahinter steckt und die meisten bereit sind, einen Beitrag zu leisten.
Über freiwillige Spenden hat es wohl nicht funktioniert, nun also der Pflichtbeitrag pro Slam. Find ich o.k., hätte es aber gerne praktischer und pauschaler. 1 x im Jahr per Klick oder so.
Aber ich kann auch damit leben, will auf MySlam nicht verzichten und bin mir sicher, dass da so und so eine ordentliche Portion Idealismus drinsteckt bzw. mangelnder Idealismus hier nicht das Problem ist, sondern schlichtweg mangelnde Zeit, die kompensiert werden muss.
So hab ich das verstanden und Wolfgangs Ausführungen haben mich überzeugt. Vor allem der Punkt, dass so und so aufs Heftigste diskutiert wird - egal, wofür er sich entscheidet.
Fahrtkosten 450 Euro
Ladenmiete, Personal 150 Euro
Werbung 50 Euro
Verpflegung 150 Euro
vs.
200 Zuschauer a 4 Euro = 800 Euro
Deckt sich grob. Mal mit ein paar Euro Plus, mal mit ein paar Euro Minus, niemals mit Geld in der eigenen Tasche. Transparenz. Punkt. Vollzeitbeschäftigter "neben" Slam. Punkt. Idealismus. Punkt.
@Sebastian Butte
Dieses Schlagwort "Transparenz". Ich kann's nicht mehr hören. Würden bitte alle Slam Master hier ihre Einnahmen und Ausgaben offenlegen? Natürlich nur, damit das transparent ist und ich eine faire Gebühr für jeden einzeln festlegen kann. Und die "nützlichen" Vorschläge sind sehr gut, bedeuten aber für mich 50 Stunden Arbeit und danach diskutieren dann alle wieder von vorne. Prima. Du kriegst von mir eine "Comedy"-Bewertung. Und ich diskutiere morgen abend weiter. Ich arbeite tagsüber nämlich.
Ich finde es schade, dass in der lang ersehnten Antwort trotz einiger Zahlenspiele keine Transparenz über die Kosten enthalten ist. Und zu den Rechnungen: Vier Magazinbeiträge, die ohnehin wohl kaum gelesen werden und vier Auserwählten jeweils 100 Euro bringen sollen, sind denke ich sicherlich sehr verzichtbar. Rechnen wir die Kosten weg, entsteht auch eine deutlich niedrigere Pauschale. Zumal es unsinnig ist, über die Kalenderfunktion Geld einzunehmen, welches dann an anderer Stelle verwendet wird. Womit wir wieder bei einer generellen kleinen Nutzungsgebühr wären, von Mastern, Poeten und jedem und allem darüber hinaus. Sowohl die Beiträge hier als auch auf Facebook enthielten jede Menge nützlicher Ideen.
Schade, dass davon nichts aufgegriffen wurde. Schade, dass die finale (?) Antwort mich deutlich negativer stimmt als zuvor.
Eure Kommentare haben mich schwer beeindruckt. Ich finde es bemerkenswert wie umkämpft diese Plattform ist. Dafür ganz herzlichen Dank. Ich denke, ein größeres Kompliment kann ich mir nicht wünschen.
Manche sehen in den Gebühren ein Grund, MySlam den Rücken zu kehren, manche finden es zu teuer, möchten diskutieren. Einige machen konkrete Vorschläge.
Was ich besonders bei den Kritikern aber als Unterton wahrnehme ist eher die Frage: "Wer ist dieser Wolfgang und was macht der mit dem ganzen Geld? Den sieht man doch nirgendwo, der will uns vielleicht nur abkassieren."
Deshalb möchte ich mich nach 4 Jahren an dieser Stelle mal ganz einfach vorstellen:
Ich bin 32 Jahre und war von 2003 bis 2008 aktiver Slammer, vor allem im süddeutschen Raum. Beruflich bin ich Software-Entwickler. Seit 2008 komme ich aus beruflichen Gründen, aber auch wegen der Arbeit an MySlam nicht mehr so sehr dazu Texte zu schreiben. Aber Poetry Slam war für mich auch immer ein Hobby, nie mein Lebensinhalt. MySlam und die Nutzerschaft ist mir aber sehr ans Herz gewachsen.
Was mach ich nun mit dem ganzen Geld? Wenn es nach Sebastian 23 ginge, wären das ja 12000 Euro im Jahr. Da fährt der Wolfgang sicher auf die Malediven. Es ist ein bißchen anders. Im letzten Jahr hätte das aktuelle Bezahlsystem knapp 8000 Euro abgeworfen. D adamit zu rechnen ist, dass sich manche von MySlam abwenden, wird der Betrag deutlich niediger ausfallen. Außerdem werden nur Termine berechnet, die seit gestern eingetragen wurden. Der Augsburger Slam hat bereits bis 2014 seine Termine eingetragen. Von Horst sehe ich also bis dahin keinen Cent. Nichts für ungut Horst. Selbst 8000 Euro sind pro Monat 666 Euro. MySlam ist in den letzten Jahren wie eine Pflanze gewachsen und verlangt nun nach Wasser. Das ist kein Scheitern, sondern für mich ein Erfolg. Es geht z.B. darum, dass ich wöchentlich mindestens einen Beitrag im Magazin haben möchte. Es mag aber niemand für das Magazin schreiben, wenn er dafür kein Geld bekommt. 100 Euro für einen Beitrag erscheinen mir angemessen. Vier Beiträge pro Monat, bleiben noch 266 Euro im Monat. Jetzt frage ich mal jeden von euch, was er für dieses Geld leisten würde.
Aber letztendlich geht es hier auch nicht um 5 Euro. Die Frage lautet, ob ihr als Slam Szene weiterhin eine von großen sozialen Netzwerken unabhängige Internetplattform haben möchtet, die euch vertritt. Es geht hier nicht um einen Kalender. Es geht darum, dass die Slam Szene als (fast) Ganzes vertreten ist. Dass eure Bücher direkt verlinkt sind, eure Meinungen im Forum zu lesen sind und Rezensionen eurer Bücher im Magazin erscheinen. Die 5 Euro Gebühr ist meine Art zu fragen, ob ihr dieser Pflanze Wasser geben wollt, wo sie doch seit Jahren auf eurer Fensterbank steht. Darauf möchte ich nach 4 Jahren eine Antwort.
Sebastian möchte ich anbieten für 10% des Gewinns den Kassenwart zu machen. Das wären nach deiner Hochrechnung 1200 Euro im Jahr. Außerdem hättest du völligen Einblick in meine Einnahmen und Ausgaben. Desweiteren verspreche ich hiermit öffentlich, dass wenn ich bis 2016 in irgendeinem Jahr mehr als 12000 Euro durch die Gebühren einnehmen werde, dass ich ein Projekt der Slam Szene, das dann hier auf MySlam gewählt wird, mit 4000 Euro sponsore.
Außerdem möchte ich diejenigen bitten, sich an der Diskussion zu beteiligen, die die Nutzungsbedingungen nicht akzeptieren wollen. Ihr könnt sie akzeptieren. Es entstehen euch dadurch keine Kosten. Es werden nur Termine in Rechung gestellt, die ab gestern EINGETRAGEN wurden. Die, die bereits eingetragen sind, aber in der Zukunft stattfinden, werden nicht mehr in Rechnung gestellt. Das wäre sonst tatsächlich über den Tisch gezogen.
Und zum Schluss möchte ich eine Sache klarstellen. Sebastian, du kannst deine Kritik äußern, in welcher Form du willst, aber was du geschrieben hast, entspricht nicht der Wahrheit. Ich hatte dir damals angeboten 50% des Sponsorings durch deinen Verlag an dich auszuzahlen und bereits nach deiner Bankverbindung gefragt. Das wären 25 Euro für jeden Beitrag gewesen. Du hast diesen Beitrag abgelehnt, weil er dir unbedeutend erschien. Die Email habe ich noch. Dafür bekommst du von mir jetzt eine "politisch"-Bewertung.
Was bleibt ist euer Vertrauen darauf, dass ich der richtige bin, um diese Seite zu betreiben und mein Vertrauen in euch, dass ihr mich dabei unterstützt. Und da gebe ich Sebastian recht:
Ich habe die Diskussion jetzt einfach mal ein wenig verfolgt und auch nochmal still und heimlich gerechnet. Es wäre unfasslich viel Geld und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was mit diesem Geld passieren soll.
Ich für mich kann nur sagen, dass ich bei 5 regelmäßig stattfindenden Slams, nicht bereit bin für jede Termineintragung 5 Euro auf den Tisch zu legen.
Deswegen würde ich gerne von dir, lieber Wolfgang, wissen wie man sein Profil hier löschen kann.
Außerdem find ich die Dinge die Sebastian gesagt hat durchaus richtig.
Die andere Frage:
Welcher Slammaster würde denn Geld dafür ausgeben, dass ein Termin hervorgehoben wird, wenn man damit eh keine Gäste erreicht, sondern nur Slammer.
Auch wenn das ein guter Ansatz ist, bezweifle ich die erfolgreiche Ausführung.
zitat Micha El Goehre
Dabei gäbe es eine einfache Alternative: Der Standardslameintrag bleibt kostenfrei. Wer eine Gebühr zahlt, wird z.B. durch Schriftgröße hervorgehoben und attraktiver präsentiert. Die Deluxeedition bekommt einen Präsentationsplatz auf der Startseite.
Ende Zitat
Ich schmeiß jetzt einfach mal die Frage in den Raum: Wie wäre es mit Alternativvorschlägen? Zum Beispiel wenn Slammer, die den myslam Kalender Nutzen, sich mit ner kleinen Jahrespauschale beteiligen würden? Ich habe zwar keine Ahnung, wie viele Slammer hier angemeldet sind, aber wenn jeder einen einstelligen Betrag pro Jahr entrichten/ spenden würde, wäre das ein diskutabler Gegenentwurf. Finde ich.
Ich denke es sollte nicht nur an den Slam-Mastern hängen bleiben, dieses Forum finanziell zu tragen. Schließlich ist der Kalender hier für mich als Slammer ebenso eine Arbeits,- und (als nicht reisender, und daher nicht netzwerkender Slammer) vor allem eine nicht zu verachtende Kontakterleichterung, wie für alle Slam-Master auch. Daher fände ich es nur gerecht, alle zu gleichen Teilen zu beteiligen.
Wie von Nils schon angesprochen, wurde das Thema von Wolfgang schon vor einiger Zeit aufgegriffen (http://myslam.net/de/post/3999.), und ich kann mir auch schon gut vorstellen, was bei dieser Umfrage heraus gekommen ist. Wahrscheinlich ist die Frage "Wer soll bezahlen: Slammer? Oder Slam-Master?" bei der Verhältnismäßigkeit eher... Interessant gewählt.
Egal. Was ich sagen wollte. Ob die 5 € verhältnismäßig sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, dass ich als nicht Slam-Master es ungerecht finde, eine kleine Gruppe für den Nutzen von allen bluten zu lassen. Darum fordere ich, hier und heute, Gebühren für alle!
Zum "Geburtstag" meinerseits Glückwünsche. Zur neuen Termingebühr meinen Abschied. Ich hatte sowieso überlegt, keine weiteren Veranstaltungen mehr einzutragen, wie so manch anderer Slammaster auch. Effektiv habe ich NIE bemerkt, auch nur einen Zuschauer durch mySlam gewonnen zu haben. Etwas wirklich Interessantes für den Nichtslammenden Fan zu bringen, hat dieses Forum schlicht versäumt. Ansonsten wäre es wohl auch deutlich einfacher sich durch Werbung zu finanzieren. Was ich von mySlam hatte waren zig Anfragen der Marke "Hey, ich heiße XY, komme aus Bayern, hab schon zwei Slams mitgemacht und würd dann morgen zu euch kommen. 150€ Fahrtkosten wären okay. Bitte keine privaten Übernachtungen." Es war ganz schön, als mySlam noch einen echten Überblick über die künftigen Termine gab. So konnte man bequem Touren planen. Aber seit geraumer Zeit sind immer größere Lücken zu vermelden. Und dann auf einmal eine Gebühr reinklatschen? Das ist der Genickschuß.
Dabei gäbe es eine einfache Alternative: Der Standardslameintrag bleibt kostenfrei. Wer eine Gebühr zahlt, wird z.B. durch Schriftgröße hervorgehoben und attraktiver präsentiert. Die Deluxeedition bekommt einen Präsentationsplatz auf der Startseite.
Selbst bei einer Jahresgebühr von 10-20€ pauschal für monatliche Slams hätte ich auch noch überlegt. Aber für kleine Slams noch 40,50€ pro Jahr rausschmeißen? Da schalte ich lieber von der Kohle einmal ne schicke Anzeige im lokalen Eventblatt. DAS bringt mir Zuschauer.
Als geschulter Videospieler würde ich gerne erfragen, welche zusätzlichen Inhalte ich denn dann mit den 5 Euro pro Veranstaltung erwerbe?
Oder fragen wir mal anders, da (siehe Sebastian23) dieses Thema durchaus Potential zur Flucht bietet:
Was wird Myslam.net dann können, was andere Internetseiten nicht bieten können?
Nicht falsch verstehen, es ist eine wirklich inhaltliche Frage, denn auch andere Seiten bieten Möglichkeiten Termine zu erstellen, mit Künstlern zu kommunizieren, sich kennen zu lernen, seine Texte aus zu tauschen etc.
Aber ich würde es lieber sehen, dass jetzt MySlam eben nicht vor irgendwelchen irgendwas-Riesen wie Facebook einknickt, sondern bestehen bleibt.
Das sehe ich auch anders als Tom. Es ist für den Slammaster der eine Vielzahl von Terminen hat eine Arbeitserleichterung! Das es für etablierte bekannte Einladungsslams völlig wurscht ist, ob der Termin hier steht oder ob er es nicht tut, sehe ich aber auch so.
zitat Tom Schildhauer:
Der Slammaster hat eigentlich gar nichts davon, seinen Slam einzutragen sondern tut seinen Gästen den Gefallen, das zu tun
zitat ende
das sehe ich allerdings anders - Für den Slam, den ich moderiere (es ist ja nur einer pro Jahr) maile ich zwar die lokalen Slammer, deren e-mails ich habe, an, aber der Eintrag bei myslam.net hat mir in den letzten Jahren durchaus einige "überregionale" Teilnehmer eingebracht, die an dem Tag, an dem der Slam stattfand, gerade zufällig in Hamburg waren (was ich natürlich gar nicht wissen kann). Ich finde diesen Effekt außerordentlich nützlich! (wobei ich natürlich nicht weiß, ob die Anmeldungen aufgrund des Terminkalendereintrags oder aufgrund meiner Forenbeiträge erfolgt sind)
Tom Schildhauer bat darum, folgenden Aspekt hier einbringen zu lassen, da er die neuen AGB nicht annehmen mag:
"Eines fällt mir bei dieser Hin- und Herrechnerei auf:
5€ sind nicht ein Zuschauer mehr oder weniger! Ihr könnt das doch nicht am Umsatz betrachten, sondern am Gewinn, denn es geht ja darum, was fünf Euro ZUSÄTZLICH für den Slammaster bedeuten. Und dann sind 5€ für die meisten Slams plötzlich 10 bis 15 Zuschauer mehr.
Zweiter Punkt: Dass myslam als Werbung für mich als Slammaster wenig bis gar nichts bringt (Bewerbung des Slams beim Zuschauer ist gemeint), sehen vermutlich viele ähnlich. Dann ist da noch die Kalenderfunktion, die der Slammer nutzen kann - das ist das Problem: Der Slammaster hat eigentlich gar nichts davon, seinen Slam einzutragen sondern tut seinen Gästen den Gefallen, das zu tun. Und dafür zahle ich als Slammaster auch keine 5€. Sollte nicht wirklich eher der Slammer, der seine Kilometer und meisten Auftritte im nächsten Monat sammeln will bzw. Slams in seiner Nähe finden will bei denen er auftreten könnte, dafür zahlen?"
zitat sebastian 23
Alternativen wie die Bitte um ehrenamtliche Mitarbeit (oder Praktika) zur Entlastung, Frage, ob nicht jemand jemanden kennt, der Serverplatz am Start hat oder die nachdrückliche Bitte an Slammaster, einen Dauerauftrag über einen bestimmten und transparent erläuterten Betrag im Jahr einzurichten, wurden nicht gewählt.
zitat ende
Da kommt mir eine Idee:
Es gibt einige Foren, bei denen man sich durch das Schreiben von Beiträgen virtuelles Geld verdienen kann, das man zwar nicht in echtes Geld tauschen kann, aber man kann dafür Leistungen erwerben. Ein Beispiel hierfür ist das Forum von lima-city (www.lima-city.de).
Um diese Idee in Analogie zu diesem System ein wenig weiter zu spinnen, folgende Idee in Stichworten:
Wer im Forum (außer "Texte") einen Beitrag verfasst, erhält 5 Myslam-Dollars, wer sich an der Diskussion durch Kommentare beteiligt, bekommt 3, jeder Kommentar auf einen Beitrag wird dem Beitragsteller mit 2 Myslam-Dollars vergütet.
Daneben könnte man natürlich auch noch (um Wolfgang Arbeit abzunehmen) eine Moderatorenrolle einführen - ehrenamtliche Moderatoren werden ebenfalls entsprechend mit Myslam-Dollars entlohnt (z.B. 1 Dollar pro Tag). Wolfgang wäre in diesem Modell Administrator, dem Moderatoren helfend zur Seite stehen.
ein Eintrag im Terminkalender kostet 5 Myslam-Dollar oder alternativ 5 Euro.
Aber dies ist nur so eine Idee, und ich weiß nicht, ob sich dies überhaupt in der Struktur von myslam.net umsetzen lässt - der Programmieraufwand würde vermutlich immens sein.
Im übrigen wäre ich nach wie vor dafür, bei der Bemessung der Gebühren die Wirtschaftskraft der Slams angemessen zu berücksichtigen (vielleicht schaffe ich es ja noch, ein etwas einfacheres Modell zu entwickeln als am Anfang der Diskussion ;) )
erstmal natürlich das altbekannte: "Dein Arbeit in allen Ehren, aber!"
Natürlich macht eine Website enorme Arbeit, gerade, wenn sie in diesem Stil besteht, wie MySlam es nun einmal tut. Fakt ist aber, dass bei über 100 regelmäßigen Slams (10 mal im Jahr stattfindend) eine Summe von mindestens 5000 Euro im Jahr in deine Kasse gespült wird. Ist das verhältnismäßig?
Klar kann jetzt jeder kommen und sagen "Aber hier, du, das ist ja nur ein Zuschauer pro Slam und das kannst du doch mal abgeben!", aber was ist wenn nicht?
Es gibt genügend Slams, die am Existenzminimum herumkrauchen. Und gerade bei denen kann man nicht einfach sagen "Dann macht der Veranstalter was falsch!" Was ist mit Slams die mehr auf Locals achten? Die haben nicht die dicken Fahrtkosten, von denen sie dann im Jahr 50-60 Tacken abzwacken können. Selbst hier in Bremen gibt es einen U20-Slam, die haben auch kein Geld. Die zahlen so wie so noch drauf, tun aber was für den Nachwuchs. Sollen die dann noch mehr draufzahlen? Lächerlich. Das sollte nicht der Sinn der Sache sein.
Was ist mit denen, die vom Slam leben, selbst 4-5 Slams im Monat haben, die ebenfalls 10 mal im Jahr stattfinden. Das sind schlimmstenfalls 250 Tacken im Jahr, die am Ende irgendwo fehlen. Oder sollen die dann an den Poeten sparen? Vielleicht nie komplett Fahrtkosten übernehmen?
Ich kann es verstehen, dass du nicht jeden Monat draufzahlen willst, oder kannst, wenn hier so viele Menschen angemeldet sind. Würde ich auch nicht wollen. Aber da muss es doch eine gute Lösung für alle Seiten geben.
Ich selbst bin froh, dass ich Termine schon für den Rest des Jahres eingetragen habe, denn 5 Euro pro Termin finde ich Wucher. Und ich werde bei diesem Preis in Zukunft auch keine Termine mehr hier eintragen. Dann kann ich auch in der Beschreibung des Slams auf die Website hinweisen. Günstiger für den Slam. Spar ich 5 Euro im Monat.
Ich hoffe, du findest eine gute Lösung für die Zukunft, ansonsten wird es denke ich darauf hinauslaufen, dass der Slam Kalender ziemlich dünn wird. Das wäre Schade. Bisher hat er immer ein gutes Bild abgegeben.
Falls man keine Lösung findet, macht sich halt mal wer die Mühe und legt ne Wordpress Seite an. Ist umsonst und funktioniert auch.
Ich habe mich hier noch nie, abgesehen von einem kurzen Kommentar zu Sträters Arsch oder so was in der Art geäußert und ich hielt das auch immer für eine gute Idee.
Ich fand es nämlich immer äußerst amüsant lediglich Zuschauer dieser unterhaltsamen Diskussionen zu sein und hielt mich an die Regel: Laura, haste nichts Gewinnbringendes zu sagen, halt doch lieber mal dein Maul. Heute breche ich mein Schweigen.
Ist man im Kulturgeschäft tätig, träumt man höchstwahrscheinlich nicht unbedingt von einem Porsche vor der Tür. Arbeitet man im Bereich „Subkultur“ fährt man Bahn. Das wir das alle trotzdem super gerne machen und unser Herzblut und bla bla bla… Wir haben uns dafür hier wohl schon oft genug gelobt und gleichzeitig bedauert. Wie heißt es so schön: Augen auf bei der Berufswahl!
Wolfgang hat was Tolles erschaffen und trotzdem kann er es jetzt nicht mehr ohne finanzielle Unterstützung aus den eigenen Reihen stemmen. Mein Fazit: Schade, dass sein Projekt nicht funktioniert. Denn ich werde keine 5€ pro Veranstaltung zahlen und viele andere augenscheinlich auch nicht. Ich sage ja auch nicht, dass XY natürlich bei uns auftreten darf, aber nur wenn er eine kleine Startgebühr bezahlt, weil sich meine Arbeit sonst nicht rechnet.
Slamveranstaltungen finanzieren sich, reichen die Zuschauerzahlen nicht aus, meist über irgendwelche Fördergelder und um die bemüht sich jeder Slammaster selbst.
Klappt das nicht, gibt es im schlimmsten Fall den Slam nicht mehr. Das mag ja traurig sein, ist aber halt wahr. Gibt es nur noch die Möglichkeit myslam über uns zu finanzieren, gibt es im schlimmsten Fall die Seite nicht mehr. Auch traurig, auch wahr.
Soll alles übrigens nicht heißen, dass ich grundsätzlich gegen kleine Spenden bin, auch wenn ich das zugegebenermaßen noch nie getan habe. Die entsprechen netten Gesten, so wie man aus Liebe zur Sache mal auf die 3,50€ Fahrtkosten verzichtet, wenn man von Wuppertal nach W-Oberbarmen fährt. Wolfgang, du hast hier echt ne gute Seite geschaffen, hast auch sicher viel arbeit und dir sei gedankt, aber bei dem Vorschlag bin ich raus, darf man auch kacke finden und mich schlagen wollen.
Wie auch immer, Gewinnbringend war das wohl auch nur in Maßen. Ich hatte gerade zeit.
Habe auch nur für mich gesprochen, nicht das ihr hier gleich meine Mitveranstalterin lyncht.
Dann poste ich eben hier und im myslam-forum... Wurst.
Ich werde nicht gern plötzlich besteuert.
Myslam ist toll, deine Arbeit lieber Wolfgang hat uns alle nach vorn gebracht. Und dafür sind alle dankbar.
Es war klar, dass myslam irgendwann etwas kosten wird. Das ist in Ordnung.
Der Preis allerdings ist völlig jenseits. Und zwar nicht gemessen an irgendeinem fragwürdigen metaphysischen Slam-Geist, sondern gemessen an dem Produkt und an vergleichbaren "Leistungen" im Internet.
Es drängt sich folgender Verdacht auf:
Bei der Frage "was der Spaß jetzt kosten soll", war die Überlegung: "Hey, komm, 5€ sind für einen Slam doch eh nur ein zahlender Gast".
Aber pardon, für 5€ bekommt man im Internet 2-3 Songs, oder man bekommt bei H&M ein T-Shirt, oder man bekommt eine Schachtel Zigaretten, 5 Zonen im ÖPNV. Versteht ihr?
Wie korrespondiert ein Termin im Myslam-Kalender damit?
Wenn der Preis daran bemessen wird, was jeder recht und billig beitragen "sollte", dann ist es kein Preis, sondern eine Steuer.
10-20€ pro Jahr sind angemessen. 55€ im Jahr sind zu viel.
Was man, der Sache zu Gute halten kann: Du hast eine Lösung präsentiert. Das Thema ist jetzt auf unserer Agenda.
wir müssen ja nicht einer Meinung sein. Es gibt eben Leute, die sanft murmeln: "Es wird schon alles gut, ihr habt ja alle recht."
Da kann man dann auch gemütlich sagen, dies oder das "sei mal dahingestellt".
Ich reagiere emotional, aber mir darum zwischen den Zeilen mangelnde Sachlichkeit zu unterstellen, finde ich reichlich dünn begründet.
Ganz sachlich: Der hier angebotene Kalender ist das Beste, was es grade in der Szene gibt. Und er ist für sehr viele Leute der Grund, diese Seite hier regelmäßig zu besuchen. So nötig das Manöver Wolfgang auch erscheinen mag (meine Zweifel daran sind bekannt), so absehbar ist nach meiner Meinung die Konsequenz: Die Qualität des Kalenders wird abnehmen.
Schon jetzt sind bei weitem nicht alle Termine drin, selbst von Leuten, die hier Termine eintragen. Und durch diesen Modus der Bezahlung werden es noch weniger Termine; manche Veranstalter werden sich auch komplett aus dieser Funktion des Forums verabschieden.
Das ist nicht verwunderlich, denn die Höhe ist unangemessen.
Dabei sage ich ja nicht, dass die meisten Slams das nicht bezahlen können - das ist ja grade das Perfide daran: Hier wird versucht, einen sehr hohen Betrag in sehr kleinen Happen abzurufen.
Alternativen wie die Bitte um ehrenamtliche Mitarbeit (oder Praktika) zur Entlastung, Frage, ob nicht jemand jemanden kennt, der Serverplatz am Start hat oder die nachdrückliche Bitte an Slammaster, einen Dauerauftrag über einen bestimmten und transparent erläuterten Betrag im Jahr einzurichten, wurden nicht gewählt. Das ist bedauerlich und ich finde, wenn jemand dich vier Jahre lang anfixt und dann plötzlich den Steuersatz von 0 Euro auf viele Tausend im Jahr anhebt, dann wird hier versucht, auf undurchsichtige Weise so viel Geld einzufordern, dass meine Aufregung angemessen ist.
Alles aber nebensächlich, denn der Effekt ist die eigentliche Frage: Das Verhältnis myslam-Termine zu nicht-myslam-Termine wird sich verändern.
Und hier ist meine Sorge: Statt gezielt noch mehr das Sammelbecken und zentraler Anlaufpunkt für die Szene zu sein, wird durch diesen Schritt myslam noch klarer einen Kalender haben, in dem nur manche Termine stehen und ein Forum, in dem sich nur bestimmte Leute äußern.
Und noch etwas: Ich finde es ganz richtig und sogar wichtig, dass ich die Episode meiner Arbeit für das Magazin erwähnt habe - dort ging es schließlich ganz exakt darum, dass Wolfgang von mir wollte, dass ich umsonst für ihn arbeite.
Daher erscheint es mir eben doppelt problematisch, dass er sich jetzt hinstellt und behauptet, er würde umsonst für mich arbeiten und es wäre an der Zeit, daran etwas zu ändern.
Ich lösche jetzt mit Bedauern meine Termine hier im Kalender, aber ich denke nicht, dass dadurch meine Slams schlechter werden.
Ihr findet mich in der slamily, auf facebook und meiner Homepage.
Wenn wir munter Zahlen und Hochrechnungen in den Raum stellen, möchte ich zu bedenken geben, dass die meisten Slams ab Juni eine mehrmonatige Sommerpause machen werden... nur so als Anregung für die Rechenkünstler*innen unter euch.
Ansonsten: MySlam ist Wolfgangs Baby, und die Arbeitsstunden, die er hier schon reingesteckt hat, möchte ich nicht beziffern. Wofür er das Geld u.a. braucht, hat er schon mal hier beschrieben: http://myslam.net/de/post/3999.
Bei dem Thema geht es aber auch um eine ganz grundsätzliche Frage: Wofür geben wir Geld aus? Selbstausbeutung ist kein sonderlich gesundes oder nachhaltiges Geschäftsmodell, sondern macht Leute kaputt. Oft genug gesehen, nicht nur in der Kunst. Die Preisgestaltung haben die Slams selbst in der Hand, und wofür sie es ausgeben - Freibier, Fahrtkosten oder Hotelzimmer - ebenfalls. Wer sich selbst ausbeuten kann oder will, nur zu. Es von anderen zu erwarten, weil das nun mal so ist in der Slamszene, finde ich nicht fair. Mittlerweile wird in Deutschland verdammt viel Geld mit Poetry Slam umgesetzt, und genauso wie die Barmenschen, die Kassenmenschen und die Auftretenden an Slam verdienen, kann meiner Meinung nach auch die Kommunikationsinfrastruktur daran verdienen. Über die Höhe kann man sicher streiten, aber nach vier Jahren unentgeltlicher Arbeit kann ich mit den 5€ gerade gut leben.
Zur Magazinsache kann ich nichts sagen - vielleicht solltet ihr da mal direkt miteinander reden, anstatt das hier über die Kommentare auszutragen? Deinen Ärger, Sebastian, kann ich da gut verstehen - auch das hat damit zu tun, dass sich Arbeit eben auch ein bisschen lohnen soll, so viel Spaß sie auch macht.
Heidebimbam, was hier gleich wieder für ein Ton herrscht. Alle schlechte Laune weil Bayern-Fans? Tsstss.
Also, liebster Sebastian, es ist ja durchaus in Ordnung in Frage zu stellen, ob 5,- pro Slam sein müssen, aber Wolfgang hier zu unterstellen, dass er uns über den Tisch ziehen will, finde ich unabgebracht.
Bleibt bitte auf dem Teppich und sachlich. Ich für meinen Teil bin froh, dass Wolfgang so viel Arbeit hier reinsteckt. Und ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass diese Art von Arbeit entschieden weniger Spaß bringt als Slams zu organisieren, zumal wenn man beruflich auch was ähnliches macht. Dafür eine finanzielle Aufwandsentschädigung einzutreiben finde ich in Ordnung.
Ob es der Szene und myslam wirklich zuträglich ist, wenn Klein-Slams in der oberschwäbischen Provinz für jeden Termin blechen müssen sei mal dahingestellt. Das solltest Du wenn möglich noch irgendwie differenzieren. Aber für große Slams sehe ich da kein Problem. Das dürfte so in der Regel 1 Zuschauer mehr oder weniger sein. Mir ist der myslam-Service so viel wert.
Hallo Hallo, dann habe ich mich verzählt. es war keine "penetrant verteidigte Behauptung". Habe nie behauptet das du falsch liegst. Zähl nochma nach.
Es geht darum das Dienstleistungen Geld kosten! Um nichts anderes. Ich selber habe auch gesagt das Slams die di Finanzstärke nicht besitzen, nichts zahlen sollten. Alles andere wäre nicht Okay! Allerdings ist es ebenso unfair, das slams geld verdienen mit dem medium myslam arbeiten. aber es nicht entlohnen!
ich zählte grade nochmal genauer: Für den Mai stehen hier: 215 Events, davon 194 Poetry Slams. Was also soll mir deine penetrant verteidigte Behauptung, meine Angabe sei zu hoch, bitte sagen?
Und danke für deine Einschätzung der Slam-Szene: Eine Szene, in der viele Alles wollen, aber wenige drüber nachdenken, was es kostet.
Ich bin froh, dass ich in den letzten zehn Jahren einen Großteil der Leute kennen lernen konnte, die sich mit Poetry Slam beschäftigen und ich darum sehr genau weiß, wie falsch deine Einschätzung ist:
Hier wimmelt es nur so von Leuten, die lieber bei den Fahrtkosten draufzahlen, als einen mauen Slam zu veranstalten. Leute, die lieber auf einen Teil ihrer Fahrtkosten verzichten, als zu Hause zu bleiben und ihren Text nicht zu kicken. Leute, die auf Böden pennen, zugedeckt von alten Steppdecken. Leute, die Wildfremde bei sich übernachten lassen, weil diese die Leidenschaft teilen, Mikrofone zu zerrocken.
Das ist nicht der Anfang eines pathetischen Slamtextes oder romantische Überhöhung, sondern schlicht eine Realität, die entweder der Vergangenheit angehört, oder hier eiskalt an die Seite gequatscht und zu Geld verarbeitet wird.
Ich glaube sich den arsch aufreissen tut hier jeder. und jeder weis zu schätzen was du tust. Aber aus deinem Beitrag ging eher nicht hervor das du das zu schätzen weist was Wolfgang tut... ich habe einige zeit selber ein selbstprogrammiertes forum geleitet... mit 2.000 angemeldeten usern. das ist eine heidenarbeit. so empfand ich es. deswegen hab ich damit aufgehört... naja und weil mir das überhaupt keinen spaß gemacht hat :P
Moment! Ich vergleiche die Arbeit eines slamveranstalters mit einem webdesigner/techniker nur weil du es tatest mit dem Kommentar "soviel verdiene ich nicht im Jahr"
IJa wir sind in der Slamszene. In der viele alles wollen, aber wesentlich weniger darüber nachdenken was es kostet.
Ey, MySlam erspart mir in meinem Alltag ne Heidenarbeit und ne lange Telefonrechnung. wenn ich jeden Monat bei 4-5 Salms den Slammern nachtelefonieren müsste... würd ich wahnsinnig werden. Als tourender Slammer okay, vielleicht trifft man da genug die man ins bot holen kann.. ja.. aber mal erlich... 5 € sind für einen Umsatzstarken Slam doch wohl zu tragen. Serviceleistungen kosten geld! Anzeigen kosten geld! Außerhalb des Salms servil mehr als 5 Euro :)
Seb ich fand vorallem deine Schreibweise fieß. Weil ich den Vorwurf der Geldgeilheit sehr gut kenne. Und ich daher weis das sowas wirklich unfair ist.
@Pascal: Deine Rechtschreibfehler sind mir völlig wurst - aber zähl noch mal nach, es sind sogar weit über 200 Termine im Mai.
Und richtig: Ich kann meine Arbeit nicht mit der von Wolfgang nicht vergleichen. Denn ich reiße mir seit über zehn Jahren den Arsch auf, um diese Szene nach vorne zu bringen und stecke neben einer Bruttoregistertonne Herzblut pro Stunde soviel Arbeitszeit rein, dass die Pflege eines kleineren Forums wie diesem hier dagegen ein Zuckerschlecken sein dürfte.
Und klar - ich mache das, weil ich Bock drauf habe und zu meinem großen Glück kann ich damit sogar ein bisschen Geld verdienen.
Wenn du jetzt hingehst und den Job eines Slam-Veranstalters mit dem eines Webdesigners vergleichst (was nicht grade eine Glanzleistung deiner komperativen Fähigkeiten ist), dann übersieh bitte nicht, dass die Aufgabe, einen Slam zu veranstalten, nicht weniger komplex ist, als die, eine Internetseite zu pflegen. Dass du als Admin einer großen Werbefirma 500 Euro in der Stunde verdienen kannst, bezweifel ich nicht. Als Veranstalter der Wagner-Festspiele in Bayreuth verdient man auch nicht weniger.
Wir sind hier aber eben in der Slam-Szene.
Und ich plädiere ja auch nur für eine fairere Lösung.
Wenn wir schon mal dabei sind: Simple Floskeln wie "Aber das Leben kostet ja auch einiges" - das sind Sachen, die man sich sonstwohin stecken kann.
Was mich dennoch interessieren würde... ist die Geschichte mit dem Autoren da sein. Ich dachte eigtl auch das der Autor geld bekommt... wenn das der fall ist und web es nich bekommen hat... wä're das natürlich unter klärungsbedarf.
Vielen Dank für die Antwort. Meinen Kommentar übergehen und ohne Umschweife auf die völlig unkritische Frage von Nils einzugehen zeigt politisches Geschick.
Also Sebastian sorry deine Stellungnahme kann ich nur in bedingten Aspekten verstehen!
Sagen wir Es werden 150 Termine im Monat Mai eingetragen. Davon sind 120 termine(circa was ich gezählt habe) reine Slams also, nach dem Neuen MySlam Mode, kostenpflichtig.
Liegen wir hier bei einem einkommen von 600 euro. Im Monat. Sollte es der Fall sein das das diese Summe an Terminen monatlich anfällt gut . wären wir bei circa 7.200 Euro.
Sicherlich Sebastian kannst du deine Arbeit auch nicht mit der von Wolfgang vergleichen. Die Tarife sind absolut unterschiedlich. Als ich noch im webgestalterischen Tätig war hab ich selbst als leihe, unter 500 € Für dein reines cms betreuen den finger nich krumm gemacht.
Wolfgang übernimmt die aufgabe, des Grafikers, des programmierers, Des Konzeptschreibers, des Buchalters und des Prberaters. Dazu trägt er die Instandthaltungskosten die bei der Datenmänge mittlerweile sicherlich nicht mehr gering sind.
Deine Summe mit 12.000 im Jahr, ja gut. klingt nach ner schönen Summe. Aber! Leben kostet auch einiges. das muss niemand erwähnen, vielleicht aber doch, weil alle es gerne vergessen ;-)
Wenn MySlam mit dem Wachstum weiterarbeitet das es momentan verspürt ist dies sicherlich schnell ein 1-2 Tagejob. Und im Webbereich ein mindestgehalt von sei es 12.000 Euro zu haben abzgl. Steuern, Gebühren usw. finde ich vollkommen okay!
Fern davon!
Ich lebe auch vom Slam. Von Slamveranstaltungen und kaue genauso am Zahnfleisch wie viele andere die das versuchen. Trotzdem finde ich ist es nicht zu viel verlang von Finanzstarken Slams geld zu verdienen.
Bsp.
Der KaffeeSatz Poetry SLam Münster
Hatte zu Topzeiten 200 Besucher
Bei fünf euro eintritt ist dies eine Abendkasseneinnahme von 1.000 Euro.
Abzzgl der Veranstaltungskosten die meistens zwischen 300 und 600 euro betragen... bleibt immernoch einiges übrig. für jemanden der davon leben muss definitiv nicht genug. Nun gibt es auch Monate wo der KaffeeSatz aber nur 50 Leute zieht.... und daher nicht auf seine kosten kommt sondern miese macht. Aber da kommt es, meiner meinung nach, auf 5 Euro, für die man wiederum einen guten service bekommt, auch nicht mehr an ;-)
Ich finde jedoch, auch das es ein fehler wäre Finanzschwachen Slams eine Gebühr abzuverlangen!
Das würde einen großen rücklauf bedeuten.
Was ich auch nicht okay finde, zu sagen das Wolfgang froh sein muss das wir ihm die "hütte" voll machen. Bisher ist das ganze nämlich hier ein idealistisches Projekt bei dem nur ein paar cents übrig bleiben. was vollkommen legitim ist.
Frage: Was hat Wolfgang davon das wir diese Seite benutzen?
Frage an Wolfgang: Was hast du davon? Ne teure Wohnung, 10 Nutten mehr im Monat?
Also ne!
Ich denke daher das dein Ton der völlig falsche ist!
Was ich nochmal dir raten würde Wolfgang wäre eine Flat für veranstalter einzurichten.
Ich habe in höchst zeiten 4-5 Veranstaltungen hier drin stehen. Das wäre ein gutes entgegen kommen. Und ein grund für mich z.B, auch den Songwriter Slam einzutragen den ich nun erstmal aus dem Kalendar raus lasse.
so. wer nun über fehler in meinem beitrag meckert darf diese fehler anal einführen:)
@Nils
Jährliche Zahlungen hören sich vernünftig an. Das lässt sich sicher auch einrichten. Allgemein besteht natürlich auch die Möglichkeit die Zahlungen mehrerer Monate gesammelt zu überweisen. Eine abschließende Prüfung der Einnahmen wird von meiner Seite sowieso nur halbjährlich oder am Ende des Jahres erfolgen.
Ich zähle im Mai 2012 grob 200 Termine in deinem Kalender - wofür brauchst du von uns Slamveranstaltern hochgerechnet 12.000 Euro im Jahr?
Soviel, lieber Wolfgang, verdiene ich bei weitem nicht mit dem Veranstalten von Slams - und ich arbeite gewiss nicht weniger als Du.
Kann es nicht sogar sein, dass hier eine Szene eine kollektive Leistung erbringt, die dir diese Seite ermöglicht? Sind es nicht wir, die diese Seite füllen? Kommen die Leute nicht wegen uns auf myslam - und das viel mehr, als dass sie wegen myslams zu unseren Slams kommen?
Ich will nicht bestreiten, dass hier eine Gegenseitigkeit besteht und myslam der Szene nicht auch nutzt. Ich will nur in Zweifel ziehen, dass wir dich dafür bezahlen sollten, dass wir dir diese Seite ermöglichen - aus der du es nur nicht schaffst, per Werbung, Sponsoring und Spenden genug Gegenwert für deine Arbeitsstunden an der Seite zu erbringen.
Ich mag dieses Forum und ich empfehle es gerne weiter - grade wegen des Terminkalenders. Einem erneuten (dringenden) Spendenaufruf wäre ich vermutlich nachgekommen.
Aber jetzt pocht mir allzu deutlich im Kopf, dass du mir mal angeboten hast, für die Magazin-Abteilung des Forums zu schreiben, gesponsort von meinem damaligen Verlag. Nach einiger Zeit brach ich jedoch meine Tätigkeit ab, als ich feststellte, dass ich die Vereinbarung falsch verstanden hatte - und 100 % des Sponsorings an myslam gingen und NICHTS bei mir landete.
Da dachte ich dann das Gleiche, das ich jetzt auch denke: Bei aller Wertschätzung Deines Einsatzes - es mangelt Dir an Wertschätzung unseres Einsatzes.
Da brauch ich gar nicht Arnes Berechnung abzuwarten: Dies ist der Versuch, sich über jede Verhältnismäßigkeit hinweg an denen zu bereichern, die dich überhaupt erst hierhin gebracht haben. Wenn Du mit myslam nicht genug verdienst, dann ist das bedauerlich - aber nimm doch die gesammmelte Erfahrung und mach was draus: z.B. mymodelleisenbahn oder mybriefmarkensammlung.
Aber versuch nicht, uns über den Tisch zu ziehen.
Da bist du nicht der Erste und wirst auch nicht der Letzte sein.
Ich mag einfache Modelle und finde 5€ als Preis für die allermeisten Slams auch voll OK (sonderlich viele eintrittsfreie Slams, die überregionaler Werbung bedürfen, habe ich außerhalb Österreichs auch noch nicht gesehen). Zwei Sachen würden das alles für Slammaster*innen noch komfortabler machen:
1) Jährliche Zahlung - viele Slams wissen ja ziemlich genau, wie viele Veranstaltungen sie im Jahr haben. Ich würde die 60€ für den Inselslam pro Jahr also lieber auf einen Rutsch bezahlen als jeden Monat 5€, da bin ich Faultier.
2) Bankeinzug: Alternativ wäre ein automatischer Bankeinzug natürlich auch eine feine Angelegenheit, die den Servicegrad nochmal steigert.
Und jetzt geh ich einen Dauerauftrag einrichten, der das Problem ja auch irgendwie löst :)
zitat
Damit aber jeder Slam Master nur für das bezahlt, was ihm auch tatsächlich einen Nutzen bringt, habe ich mich entschlossen, für jede Termineintragung 5 Euro in Rechnung zu stellen, statt eine monatliche Gebühr zu erheben.
ende zitat
Diese "Kopfsteuer", wie ich sie mal nennen will, trifft gerade nichtkommerzielle Slams, die keinen Eintritt nehmen.
Nehmen wir einmal an, ein Slam ohne Eintritt findet 12-mal im Jahr statt, dann fallen an zusätzlichen Jahreskosten 60 Euro an, die der Slammaster zusätzlich zu dem zahlen muss, was er ohnehin schon zubuttert.
Demgegenüber hat ein Slam, der z.B. 8 Euro Eintritt kostet, bei 100 Zuschauern schon 800 Euro Einahmen, von denen 5 Euro weniger als 1 Prozent der Einahmen sind.
Hmmh, könnte man diese Gebühr nicht irgendwie an die erhobenen Eintrittspreise koppeln?
Ich denke da z.B. an eine Formel folgender Form:
M = "Myslam-Gebühr" pro Termin
P = Eintrittspreis in Euro
Z = Zuschauerfaktor (1
Ich wünsche dir zu deinem vor vier Jahren erschaffenes Baby, alles alles gute und bedanke mich auch sehr, das ich zwei Jahre lang schon, hier, ein eil sein durfte und noch immer darf, auch wenn ich nicht immer einfach war, dieses Forum hat mir enorm geholfen, und war so würde ich sagen, für eine gewisse Zeit ein Fels für mich. dafür ein FETTES DANKE MEIN LIEBER!!!
Forum - SzenePutzen - MySlam wird 4 Jahre alt
MySlam wird 4 Jahre alt
UPDATE 26.5.2012: Das im folgenden beschriebene Bezahlsystem ist aufgrund von starker Kritik bis auf weiteres deaktiviert worden. Sollten auf MySlam noch irgendwo Hinweise auf kostenpflichtige Inhalte auftauchen, bitte ich darum, mich darüber zu informieren. Danke.
Anfang des Jahres hatte ich in einer Umfrage gefragt, inwiefern die MySlam-Benutzer bereit wären MySlam zu unterstützen. Der größte Teil war bereit finanzielle Unterstützung zu leisten. Sowohl unter Slammern als auch unter Slam Mastern war außerdem Konsens, dass die Slam Master den größten Teil dieser Unterstützung leisten sollen.
Einige Slam Master spenden bereits jedes Jahr an MySlam. An diesen Spenden habe ich mich orientiert, als ich mir Gedanken gemacht habe, wie ich eine Art Premium-Account für Slam Master einführen kann. Damit aber jeder Slam Master nur für das bezahlt, was ihm auch tatsächlich einen Nutzen bringt, habe ich mich entschlossen, für jede Termineintragung 5 Euro in Rechnung zu stellen, statt eine monatliche Gebühr zu erheben.
Außerdem wollte ich das Prinzip beibehalten, dass jeder Termine in den Kalender eintragen kann. Dadurch müssen Slam Master ab sofort Termine bestätigen, die nicht von ihnen selbst eingetragen wurden. Dazu erhalten sie eine Email. Noch nicht bestätigte Termine werden den Slam Mastern außerdem in einer Sidebar auf MySlam.net angezeigt. Natürlich kann jeder Termin, der von einem anderen MySlam-Nutzer eingetragen wurde, vom Slam Master auch bearbeitet oder gelöscht werden. Im letzteren Fall, sowie in dem Fall, dass der Slam Master den Termin nicht bestätigt, wird der Termin selbstverständlich nicht in Rechnung gestellt.
Im Moment werden nur Termineintragungen für Slam-Orte in Deutschland in Rechung gestellt, da der Großteil der MySlam-Nutzer aus Deutschland kommt.
Die Rechungen werden monatlich per Email verschickt. Wer in seinem Profil eine Adresse angegeben hat, wird diese so auch in der Rechnung stehen haben. Die Adresse, die ihr in eurem Profil angebt wird nicht mehr öffentlich angezeigt, ist also nur noch für mich einzusehen.
Selbstverständlich werden euch nur Termine in Rechnung gestellt, die ihr ab diesem Moment auf MySlam eintragt. Alle bis heute eingetragenen Termine bleiben kostenfrei.
Und wieder mal wollte ich gestern nach langer Zeit des Hackens das schöne Wetter genießen. Einen Hitzeschlag habe ich nicht bekommen, aber wer wissen will wie ich aussehe, schaut ab nächster Woche bei Aldi einfach mal auf die 500g Schale Tomaten. Da ist ein Bild von mir drauf.
Weiterhin viel Spaß auf MySlam.net wünscht
Wolfgang
MySlam wird 4 Jahre alt
myslam - Flyer Abstimmung
UPDATE: Who the f**k is Dürer?
MySlam 3.0 ist da!
Verbesserungsvorschläge. Fluch oder Segen?
Die Nutzungsbedingungen wurden wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgesetzt. Auch das Bezahlsystem habe ich deaktiviert. Ich möchte damit mir selbst Zeit geben, alle Lösungsvorschläge zu prüfen und eine bessere Lösung zu finden.
Aber auch denen, die mich um einen erneuten Spendenaufruf gebeten haben, möchte ich die Möglichkeit geben, MySlam freiwillig finanziell zu unterstützen. Die Bankverbindung findet ihr im Bereich "Hilfe".
Ich möchte nun alle bitten, meine Reaktion zu Michael Heides gesammtelten Kritikpunkten abzuwarten und auch meinen Lösungsvorschlag anzuhören. Michaels Punkte möchte ich möglichst zeitnah bearbeiten. Für das Finden einer Lösung hingegen werde ich mir mindestens 4 Wochen Zeit nehmen.
Vorneweg möchte ich sagen, dass es mir leid tut, dass einige von der Einführung dieses Systems sehr überrascht waren und sich überrumpelt fühlten. Aber auch darauf werde ich noch einmal eingehen. Ich hatte die Situation völlig anders eingeschätzt.
Das Wochenende gehört jetzt erstmal dem schönen Wetter.
Wolfgang
da weiß ich dann wirklich nicht so bescheid, ich dachte immer wenn sie touren , hat der einzelne Slam einfach weniger kosten, weil es sich durchs touren aufteilt. so das quasi plus minus das Fahrtgeld raus ist.
wenn natürlich jeder seinen vollen fahrpreis bei allen Slams beispielweise angiebt, und so mit doppelt und dreifach das Fahrtgeld raus hat, dann stimme ich dir wohl zu, das es dann im Jahr hochgerechnet machbar ist.
Nur dachte ich immer, am Fahrtgeld wird nix dazu verdient, außer das evt. die Kohle noch fürn Riegel oder auch zwei übrig ist.
Das einizige was mich stört und ich kann da validieren, aber nicht alles eins zu eins teile ich nunmal, dass wie du schon ansprachst, der respektlose Ton, ja fast schon sakasitsch frech wirkend und dreist ist. ich finde Wolfgang wird teilweise auf die Schippe genommen und ich frage mich a. wo dieser Hochmut herkommt, und warum wenn es um sowas geht die Masken so schnell fallen.Ich finde es anmaßend jemanden öffentlich des evt. Betruges zu beschuldigen, ich finde es anmaßend das Forum ins lächerliche zu ziehen, und zu sagen wir brauchen dich eigentlich nicht,( hat mir erst vorgestern,ohne Namen zu nennen geschrieben,"Die lachen alle Myslam aus" so ungefähr war es) und im gleichen atemzug zu sagen , "Na komm wir finden ne Lösung", ich finde es widersprüchlich 25 euro als zu wenig für ein Text zu empfinden (was noch nicht allein den braten fett macht) wo es doch um eine gute Sache geht, und man nicht den Lieferanten ausnehmen sollte , der ein beliefert, und dann zu sagen, ich zahl nicht.
ich denke auch das man es dem Slam nach anpassen sollte, und mir gehts nicht um jeder gegen jeden. nur die Art wie, finde ich wider mal Grandios und zugleich böse.
Schön ist es ja an Hand der netten Kommentare zu sehen, wenn man nicht so slamily-zugehörig ist, wer nicht so ist, wird gedisst, sogar gar an den Rand gedrängt und respektlos ins lächerliche gezogen. Ich denke das Wolfgang genau das auch weiß, schließlich sagen diese Leude ja fast mehr in seinen Forum wie er selbst.
Ich dachte es wäre eine offenherzige sache, grad in diesem berreich, auch ich wurd eines besseren beleert und bin dankbar zwischen manch Unkraut, auch noch Menschen zu treffen, die es geblieben sind.wie gesagt meine Vermutung ist leider, das nicht die, sagen wir auch nur 3 euro, dass Problem sind, sondern der Blick auf das, was auf ein Schlag rein kommt, gesehen wird und gierig macht. das nehme ich halt leider so wahr. so.
Ich denke, ich weiß es nicht genau, aber ich glaube nichtmal das es Wolfgang nur um die Kohle geht, ich denke.. nun trennt sich die Spreu für ihn, wenns sein muß.
Beste Grüße
Nicole
da weiß ich dann wirklich nicht so bescheid, ich dachte immer wenn sie touren , hat der einzelne Slam einfach weniger kosten, weil es sich durchs touren aufteilt. so das quasi plus minus das Fahrtgeld raus ist.
wenn natürlich jeder seinen vollen fahrpreis bei allen Slams beispielweise angiebt, und so mit doppelt und dreifach das Fahrtgeld raus hat, dann stimme ich dir wohl zu, das es dann im Jahr hochgerechnet machbar ist.
Nur dachte ich immer, am Fahrtgeld wird nix dazu verdient, außer das evt. die Kohle noch fürn Riegel oder auch zwei übrig ist.
Das einizige was mich stört und ich kann da validieren, aber nicht alles eins zu eins teile ich nunmal, dass wie du schon ansprachst, der respektlose Ton, ja fast schon sakasitsch frech wirkend und dreist ist. ich finde Wolfgang wird teilweise auf die Schippe genommen und ich frage mich a. wo dieser Hochmut herkommt, und warum wenn es um sowas geht die Masken so schnell fallen.Ich finde es anmaßend jemanden öffentlich des evt. Betruges zu beschuldigen, ich finde es anmaßend das Forum ins lächerliche zu ziehen, und zu sagen wir brauchen dich eigentlich nicht,( hat mir erst vorgestern,ohne Namen zu nennen geschrieben,"Die lachen alle Myslam aus" so ungefähr war es) und im gleichen atemzug zu sagen , "Na komm wir finden ne Lösung", ich finde es widersprüchlich 25 euro als zu wenig für ein Text zu empfinden (was noch nicht allein den braten fett macht) wo es doch um eine gute Sache geht, und man nicht den Lieferanten ausnehmen sollte , der ein beliefert, und dann zu sagen, ich zahl nicht.
ich denke auch das man es dem Slam nach anpassen sollte, und mir gehts nicht um jeder gegen jeden. nur die Art wie, finde ich wider mal Grandios und zugleich böse.
Schön ist es ja an Hand der netten Kommentare zu sehen, wenn man nicht so slamily-zugehörig ist, wer nicht so ist, wird gedisst, sogar gar an den Rand gedrängt und respektlos ins lächerliche gezogen. Ich denke das Wolfgang genau das auch weiß, schließlich sagen diese Leude ja fast mehr in seinen Forum wie er selbst.
Ich dachte es wäre eine offenherzige sache, grad in diesem berreich, auch ich wurd eines besseren beleert und bin dankbar zwischen manch Unkraut, auch noch Menschen zu treffen, die es geblieben sind.wie gesagt meine Vermutung ist leider, das nicht die, sagen wir auch nur 3 euro, dass Problem sind, sondern der Blick auf das, was auf ein Schlag rein kommt, gesehen wird und gierig macht. das nehme ich halt leider so wahr. so.
Ich denke, ich weiß es nicht genau, aber ich glaube nichtmal das es Wolfgang nur um die Kohle geht, ich denke.. nun trennt sich die Spreu für ihn, wenns sein muß.
Beste Grüße
Nicole
Am besten und bequemsten für alle Beteiligten wäre es natürlich, es fände sich ein System, die Seite von dritter Seite finanzieren zu lassen (Sponsoring). Aber da hakt es ja wohl.
Als Betreiber von Slammin' Poetry (deutlich kleiner, aber myslam nicht unähnlich) kann ich sagen, dass der Antrieb für all die Arbeit anfangs sicherlich der Enthusiasmus am Slam ist. Der geht aber mit der Zeit zurück und dann bleibt hauptsächlich die Verbundenheit mit denen, die das geschaffene Angebot nutzen. Aber auch das reicht auf Dauer nicht aus, um weiterhin zahllose Arbeitsstunden zu investieren. Darum überlegt man entweder, wie man den Betrieb und eventuelle Weiterentwicklungen finanzieren kann, oder man fährt die Arbeit und Wartung irgendwann deutlich zurück bzw. stellt sie komplett ein.
Dem Ansatz, die Finanzierung durch Slams bzw. Slammaster zu bewerkstelligen, mögen folgende Überlegungen zu Grunde liegen: Die Slammer haben sicherlich den größten Nutzen von myslam, da z.B. der Kalender die Planung von Touren extrem erleichtert. Die Slammer fair zu belasten, wäre aber ziemlich schwierig und eigentlich auch konträr dem Grundgedanken des Slams. Darum sollten die Slams, die Geld einnehmen, hier einspringen. Nicht, weil sie einen unmittelbaren Gegenwert erhalten, sondern weil sie damit über myslam die Szene unterstützen. Sicherlich ist das Vorgehen, jeden Slam pauschal mit 5€ pro Termin einzubeziehen, nicht der fairste Weg. Wir hatten hier die Überlegung, ein Eintrittsgeld pro Veranstaltung abzugeben. (Damit würden kostenlose Slams also gar nichts zahlen und Slams mit geringem Eintritt entsprechend weniger.) Grundsätzlich kann man darüber sicherlich diskutieren und Wolfgang scheint mir der Letzte, der Argumenten nicht zugänglich ist.
Das ganze Geschwafel von ehrenamtlichem Helfen usw. könnt ihr vergessen. Bestimmt gibt es immer mal wieder Leute, die spenden oder mitarbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, auf einer verlässlichen Basis und in gebrauchtem Umfang funktioniert das langfristig nicht. Darum braucht myslam eine regelmäßige Finanzierung. Zumal Wolfang sich so Arbeitskraft dazu holen könnte.
Die Beschuldigung, Wolfang möchte sich hier "auf unsere Kosten" und „über jede Verhältnismäßigkeit“ bereichern, und andere, zum Teil schon arg realitätsfremd anmutende Anschuldigungen, empfinde ich als extrem respektlos gegenüber der in den letzten 4 Jahren geleisteten Arbeit.
Als Mitveranstalter eines Slams bin ich bereit, 5€ (bei uns ein Eintrittsgeld) pro Termin an myslam zu überweisen. Nochmal: Ich sehe das als Unterstützung der Szene.
Und übrigens:
Selbst die bisher fiktiv aufsummierten, hier genannten 12.000 Euro im Jahr bzw. 1.000 Euro im Monat, wären für die Wartung, aber besonders für die Weiterentwicklung einer Plattform wie myslam nicht gerade überdimensioniert. Aber sie wären eine solide Basis um myslam voranzubringen und den Nutzen für alle zu vergrößern.
Ich will jetzt nicht sofort "Hier!" schreien [obwohl ich MySlam.net bereits seit drei Jahren regelmäßig unterstütze], aber nicht, weil ich grundsätzlich nicht bereit bin, Deinem Model zu folgen, sondern gerade für mich noch ein paar andere Unterstützungswege auslote...
Daß sich das Projekt aus der Szene selbst heraus finanziert, halte ich in jedem Fall für eine gute Idee!
Herzlichen Dank für Deinen Impuls!
Schreib Wolfgang an, dann lernst du ihn vielleicht ein bischen näher kennen ;-)
Ich gehöre zu den Leuten, die bereits schonmal eine größere Summe an Myslam gezahlt haben, als Anzeigenkunde für den Slam 2011. Die Anzeige war für meinen Geschmack nicht ganz günstig, aber wir hatten einen guten Gegenwert und waren unter dem Strich sehr zufrieden, weil Myslam einfach eine tolle Seite war (und vielleicht ja doch auch bleibt). Wie viele Leute schon vor mir angemerkt haben: Als Slammaster, der einen Termin bei Myslam reinstellt, habe ich diesen Gegenwert nicht, auch wenn ich finde, dass der Kalender eine gute Einrichtung ist.
Grundsätzlich finde ich den Wunsch nach Förderung aus der Szene trotzdem legitim, aber als Förderer würde ich in jedem Falle die üblichen Kennziffern wissen wollen: 1) Was kostet die Seite derzeit an harten Kosten und an kalkulierter Arbeitskraft. 2) Wie hoch sind die derzeitigen Einnahmen aus Anzeigen, Sponsored Blogs etc. 3) Wie hoch ist entsprechend der derzeitige Fehlbetrag, den es zu finanzieren gilt. Das würde jeder Förderer, der nicht aus der Szene kommt, übrigens genauso wissen wollen. Auch, wenn er nicht Kassenwart sein möchte. Dazu kommt: um eine Förderung bittet man, man verlangt sie nicht, und erst recht nicht sollte man versuchen sie jemandem einfach unterzuschieben.
An alle Leute die vorgeschlagen haben, Kosten für Myslam dem Nationalveranstalter ans Bein zu binden: Ganz schlechte Idee. Die haben schon so mehr als genug Kosten zu finanzieren. Zum Teil landet ja aber auch trotzdem Geld aus dem National bei Myslam, s.o.
Schönen Gruß aus Hamburg,
Jan-Oliver
ich gehöre zu den Leuten, die bereits schonmal eine größere Summe an Myslam gezahlt haben, als Anzeigenkunde für den Slam 2011. Diese Anzeige war für meinen Geschmack nicht ganz günstig, aber wir hatten einen guten Gegenwert und waren unter dem Strich sehr zufrieden. Wie viele Leute schon vor mir angemerkt haben: Als Slammaster, der einen Termin bei Myslam reinstellt, habe ich diesen Gegenwert nicht, auch wenn ich finde, dass der Kalender eine gute Einrichtung ist.
Grundsätzlich finde ich den Wunsch nach Förderung aus der Szene trotzdem legitim, aber als Förderer würde ich in jedem Falle wissen wollen: 1) Was kostet die Seite derzeit an harten Kosten. 2) Was kostet die Seite an kalkulierter Arbeitskraft. 3) Wie hoch sind die derzeitigen Einnahmen aus Anzeigen, Sponsored Blogs etc. 4) Wie hoch ist entsprechend der derzeitige Fehlbetrag, den es zu finanzieren gilt. Das würde jeder Förderer, der nicht aus der Szene kommt, übrigens genauso wissen wollen. Auch, wenn er nicht Kassenwart sein möchte. Dazu kommt: um eine Förderung bittet man, man verlangt sie nicht, und erst recht nicht sollte man versuchen sie jemandem einfach unterzuschieben.
An alle Leute die vorgeschlagen haben, Kosten für Myslam dem Nationalveranstalter ans Bein zu binden: Ganz schlechte Idee. Die haben schon so mehr als genug Kosten zu finanzieren.
Schönen Gruß aus Hamburg,
Jan-Oliver
Als Internet-Macher kann ich nur sagen „Chapeau, lieber Wolfgang, was Du da auf die Beine gestellt hast, bedeutete sicherlich eine Menge Arbeit.“ Das ist Tatsache. Dass auch Du Deine Arbeit hier bezahlt bekommen möchtest ist legitim und richtig.
Dass Du bislang keinen Weg der Monetarisierung gefunden hast, um die Technik und Deine Arbeit rezufinanzieren ist bedauerlich.
Nun aber den Weg zu gehen, so viel Geld von denen zu nehmen, die zum einem dieser Plattform erst die Berechtigung geben und die zudem ebenso wie Du mehr Herzblut in unsere Sache stecken, als sie jemals finanziell ausgeglichen bekommen werden ist schlicht absurd. Nur die wenigsten von uns verdienen mit ihren regelmäßigen Slams Geld und das Geld, dass am Ende übrig bleibt, ist häufig der verdiente Lohn für viel Arbeit.
Ich fürchte, der von Dir nicht angekündigte und unmoderierte 5-Euro-Weg hat zum einen zu dieser deutlichen Diskussion geführt und bedeutet zum anderen, dass deutlich weniger Slam-Master ihre Termin eintragen werden. Damit verliert MySlam die Substanz, die es bislang ausgemacht hat und wird - Sträter hatte das mit den Maya bereits ausgeführt - untergehen.
Ich bin gespannt, wie das nun verhindert werden soll und welche der Lösungsvorschläge aus dem Posting von Michael verfolgt werden.
Kritikpunkt 1.: 5€ pro Slamtermin sind zuviel, vor allem wenn man den Betrag auf das ganze Jahr hochrechnet. Selbst bei zwei Monaten Sommerpause sind das 50€. Außerdem empfinden es manche als unfair, wenn die Slammer, denen der Kalender mehr bringt als den Moderatoren, alles alleine zahlen müssen. Und ja, das war nun einmal das Ergebnis der Diskussion vor ein paar Monaten, aber diese Diskussion hat nun einmal nicht jeder mitbekommen.
Lösungsvorschlag 1a: Alles bleibt wie geplant, aber mit deutlich weniger als 5€ pro Termin. Dadurch würden weniger Veranstalter Myslam den Rücken kehren und die Kosten würden auf mehr Personen verteilt werden, was den günstigeren Preis überhaupt erst ermöglicht.
Lösungsvorschlag 1b: Sondertarif für Slammaster mit vielen Veranstaltungen, quasi eine Pauschale für Slams, die mehr als zehnmal im Jahr stattfinden.
Lösungsvorschlag 1c: Anstelle eines Beitrags pro Veranstaltung, der zu 100% an den Slammastern hängenbleibt, könnte man eine Zweiklassengesellschaft für alle aufbauen. Myslam-Mitglieder, die einen wie auch immer gearteten Jahresbeitrag zahlen (Zum Vergleich: Vimeo nimmt 60€ pro Jahr), bekommen mehr Komfort und Werbefreiheit, vielleicht auch einen größeren Schrifttyp oder andere Eyecatcher für die von ihnen eingestellten Termine. Zahlende Slammer ohne eigene Veranstaltungen könnten sich zum Beispiel eine Liste aller Slams anzeigen lassen, an denen sie jemals teilgenommen haben (sofern sie die auch eingetragen haben), anstatt nur das Gold/Silber/Bronze/Schwarz-Diagramm zu haben.
Alle Gratismitglieder werden hingegen beispielsweise mit Popups und/oder Werbebannern zugeballert und müssen sich im Veranstaltungskalender mit Schriftgröße 6 zufrieden geben.
Lösungsvorschlag 1d: Man zahlt nicht für jeden einzelnen Termin, sondern für jeden einzelnen Account. Wobei hier unterschiedliche Varianten denkbar wären. Entweder zahlt jeder Nutzer den gleichen Jahresbeitrag – oder es gibt verschiedene Preisstufen: eine für nichtslammende User (reines Publikum, Groupies, Stalker), eine für Slammer, eine für Slammaster, etc.
Lösungsvorschlag 1e: Anstelle die Slammer und/oder Slammaster hinzuzuziehen, könnte man die Unkosten auch auf einen externen Sponsor, beispielsweise Kulturförderungsvereine oder ähnliches, abwälzen. Es sind bereits eine ganze Menge Produkte über Amazon verlinkt. Diese Links könnte man sich von Amazon vergüten lassen.
Lösungsvorschlag 1f: Es wird offensiver um Spenden gebuhlt als bisher, zum Beispiel bei den Deutschsprachigen Meisterschaften oder über Kickstarter (mit Belohnungen für besonders großzügige Spender - .Myslam-Kaffeetassen, Myslam-T-Shirts, Myslam-Feuerzeuge, Myslam-Bugatti Ceyron)
Lösungsvorschlag 1g: Die Nationals werden von Großunternehmen gesponsert. Wenn die National-Betreiber das entsprechend aushandeln, ließe sich ein Teil dieses Geldes für Myslam abzwacken.
Lösungsvorschlag 1h: Myslam wird ein eingetragener Verein und beantragt Fördergelder bei Bund und Ländern.
Lösungvorschlag 1i: Der Slammaster geht mit den 5 Euro in Vorkasse und treibt das Geld dann am Abend selbst von den Slammern ein – oder zieht ihnen jeweils 63 Cent von den Fahrtkosten ab. Locals könnten vom Slammaster gesponsert werden.
Lösungsvorschlag 1j: Jemand programmiert gratis und ohne Serverkosten eine für alle Beteiligten kostenlose Alternative zu Myslam, die sich auch ohne Gebühren, Sponsoren oder Spenden über Wasser halten kann. Alternativ hängen wir Hanz einen riesigen Kalender in die Wohnung und klären in Zukunft alles per Telefon.
Kritikpunkt 2.: Kleine Slams können sich die Gebühr nicht leisten. Bei zu wenig Publikum oder bei freiem Eintritt kommt ja kaum genug Geld herein, um die Fahrtkosten zu decken, geschweige denn, dass auch noch etwas für Myslam übrigbleibt. Aber gerade für diese kleinen Slams ist der Myslam-Kalender oft hilfreich, um andere Slammer als die Stammgäste auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen. Des weiteren ist es ungerecht, dass ein Slam mit 300 Zuschauern den gleichen Beitrag leisten muss wie eine Slam mit 30 Zuschauern.
Lösungsvorschlag 2a: Erfolgreiche Slams können Patenschaften für kleinere, finanzschwächere Slams übernehmen. So hat ein großer Kölner Slam bereits angeboten, sämtliche Myslam-Gebühren für zwei andere regelmäßige Veranstaltungen in Köln zu übernehmen.
Lösungsvorschlag 2b: Es wird einen neuen Parameter für Poetry Slams geben. Slams mit freiem Eintritt und/oder Workshops mit Slam werden als solche gekennzeichnet und müssen dann nichts zahlen.
Kritikpunkt 3.: Jeden Monat 5 Euro zu überweisen ist zu umständlich.
Lösungsvorschlag 3a: Man kann alle Termine eines Jahres auf einen Schlag bezahlen. Eventuell sogar mit einem speziellen Rabatt (12 für 10, 10 für 9 oder irgendsoetwas).
Kritikpunkt 4: Das „ewige Gejammer“ bezüglich der Finanzen nervt.
Sämtliche Lösungsvorschläge zu Kritikpunkt 1 würden auch dieses „Problem“ dauerhaft beheben. Wenn erst einmal eine Finanzierung steht, mit der alle Beteiligten leben können (sei es jetzt Geld durch Slammer, Slammaster oder Sponsoren), würde auch das „Gejammer“ enden.
Kritikpunkt 5: Was macht Myslam mit dem ganzen Geld? Warum gibt Wolfgang darüber keine Auskünfte?
Lösungsvorschlag 5a: Jemand wird Kassenwart (Wolfgang selbst schlägt hier Sebastian Rabsahl vor, falls der den Posten nicht annimmt, können wir gerne weiter nominieren) und bekommt dafür 10% der Einnahmen.
Kritikpunkt 6: Die bisherigen Möglichkeiten, Geld zu spenden, sind zu kompliziert. Man muss dafür sogar aus dem Haus gehen, wenn man kein Online-Banking nutzt.
Lösungsvorschlag 6a: Es wird ein Paypal-Account eingerichtet, wie man es von ebay kennt.
Kritikpunkt 7: Es war kein guter Zug, die Slam-Community vor vollendete Tatsachen zu stellen, von heute auf morgen die Gebühr einzuführen und nicht einmal im Titel des Beitrags anzusprechen, sondern erst im dritten Absatz damit herauszurücken. Dabei ging bei einigen das Vertrauen in Myslam verloren. Die Situation wurde dadurch verschlimmert, dass facebook, wo rege diskutiert wurde, als Sprachrohr kategorisch abgelehnt wurde. Um Wolfgang seine Bedenken mitteilen zu können, muss man auf Myslam selbst schreiben, wo man nicht die Anonymität einer nur für Eingeweihte einsichtbaren Facebookgruppe hat – und nebenbei gezwungen ist, die neuen AGBs zu akzeptieren. Selbst wenn man nur kommentieren will, warum man diese nicht akzeptiert. Es ist noch nicht einmal möglich, sein Profil komplett zu löschen.
Lösungsvorschlag 7a: Gut, das Kind ist jetzt in den Brunnen gefallen. Ich habe kein Problem mit den neuen AGBs, also kopiere ich jetzt alle Bedenken und Vorschläge nach Myslam rüber. Damit ist aber natürlich auch noch nicht alles wieder gut. Vielleicht wäre es möglich, eine gewisse Bedenkzeit (beispielsweise bis zum National 2012) einzurichten und zumindest zum weiteren Diskutieren die AGB-Änderungen zeitlich befristet zurückzunehmen – von mir aus kannst Du in der Zeit auch das Erstellen neuer Veranstaltungen unterbinden.
Kritikpunkt 8: Wenn man eine Veranstaltung einstellt, ist das keine Garantie dafür, dass sie auch wirklich stattfindet. Die 5 Euro sind dann aber schon bezahlt.
Lösungsvorschlag 8a: Dann schickt Wolfgang halt die erste Mahnung erst einen Monat nach dem eingetragenen Termin raus – und das auch nur, wenn dieser auch wirklich stattfand. Falls das nicht der Fall war, muss sich der Slammaster halt darum kümmern, Wolfgang dies mitzuteilen und gegebenenfalls irgendwie zu belegen.
Kritikpunkt 9: Irgendwas mit Dreifaltigkeit.
Lösungsvorschlag 9a: Herr 23 leiht Xóchil sein Schnuffeltuch.
Meine Erfahrung aus einigen Jahren Vereinserfahrung: Viele wollen mitreden und mitbestimmen. Nur wenige wollen die Arbeit, die daraus resultiert machen. Von denjenigen,die mitarbeiten sind nur wenige wirklich verlässlich. Somit bleibt die Verantwortung und der Ärger immer an einzelnen hängen.
Ich finde die kostenpflichtige Regelung deshalb sehr gut, da gute Arbeit auch entlohnt werden muss.Derjenige Veranstalter, der sich die 5,00 Registrierung nicht leisten kann oder will, tut mir leid.
Sehr nett von euch, aber ich kenne die Richtlinien sehr sehr gut und bei mir herrscht absolute Sicherheit, dass man damit durchkommen würde.
"Die Warum eigentlich nicht" Fragen in einem öffentlichen Forum nutzen schon etwas, weil ja andere 6-7 die das als sinnvoll erachten, sich ja hätten freiwillig melden können.
Wenn man sich natürlich sperrt, macht sowas tatsächlich keinen Sinn.
Daher: Ich bin wieder raus aus der Diskussion, danke für das Beantworten einer von drei Fragen.
Ich stimme einigen meiner Vorkommentatoren zu: MySlam bringt den Slammern mehr als den Slams. Herzstück dieser Seite ist die Liste mit Slams und die Terminseite. Wenn Wolfgang, wie er schrieb, damit rechnet, dass infolge der Kostenpflicht zahlreiche Slams abspringen werden, verliert die Seite an Attraktivität. Je vollständiger die Slam- und Terminliste, desto mehr Erfolg hat die Seite. Je unvollständiger die Seite wird, desto mehr werden sich zurückziehen. Das bedingt sich gegenseitig. Was nützen all die Ranglistenspielereien, wenn immer weniger Slams hier ihre Termine eintragen?
Insofern sägt Wolfgang, meiner Einschätzung nach, an dem Ast, auf dem er sitzt. M.E. wäre es klüger, diejenigen zu beteiligen, die ungleich stärker profitieren: die Slammer. Ich spare durch die Termin- und Ortliste viel Zeit, Energie und sogar Geld (z.B. durch effektives Planen von Touren). Wenn mein Zugang 5 oder 10€ im Jahr kostete, wären das Kosten, die ich durch den Nutzen der Seite locker wieder einspielte. Funktioniert natürlich nur, wenn das Herzstück dieser Seite (s.o.) intakt bleibt. Wenn das zerbröselt, würde natürlich niemand mehr dafür zahlen.
(Ansonsten glaube ich, wird der Webmaster seinen Entschluss noch ziemlich bereuen. Ich bin Kassenwart in einem Verein mit nur 60 Mitgliedern und weiß, wie nervtötend und ineffektiv es ist, monatlich Kleinbeträge einzutreiben und zu verbuchen. Mein Tipp: Zukünftig gehen 50% der MySlam-Arbeitszeit in Abrechungsdinge und Mahnungen-Schreiben. Und mit Hinweis auf diesen unerwartet hohen Verwaltungsaufwand wird der Betrag pro eingetragenem Termin in spätestens einem Jahr erhöht werden ... Aber vielleicht ist Wolfgang ja der geborene und leidenschaftliche Buchhalter, der das alles mit links macht; wie gesagt, ich kenn ihn ja nicht.)
Ich könnte es mir durchaus überlegen, ob mir als Nutzer die Dienste bei myslam ein kleine jährliche Gebühr wert sind... solange nur der Kalender auch weiterhin seine Funktion erfüllt... das wäre in meinen Augen eine gerechtere Verteilung der Lasten.
@Jay
Diese "Warum eigentlich nicht..." Fragen führen nirgendwohin. Die Antwort ist immer die gleiche: Es kostet Zeit, Geld und vor allem Nerven, soetwas aufzubauen. Im übrigen ist die Meinung über einen Slam Dachverband mindestens genauso umstritten wie mein Bezahlsystem. Wenn du einen Verein gründen willst, ich stelle die Webseite dafür. Dann bezahlt mich der Verein, genauso wie er andere Teilzeit-Angestellt bezahlen wird. Bleibt die eigentliche Frage: Was ist euch meine Arbeit wert?
Stichwort "eingetragener Verein": Die Vorschriften hierfür stehen in den §§55-79 BGB (http://www.gesetze-im-internet.de/bgb). Und dort steht u.a., dass die Mitgliederzahl mindestens 7 betragen muss (§56). Daneben gibt es gewisse Mindestanforderungen an die Satzung (§§57-58).
Die Schwierigkeiten beginnen bei der Anerkennng der Gemeinnützigkeit. Die eigentliche Rechtsnorm ist §52 der Abgabenordnung, siehe hier: http://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__52.html, die im Grunde genommen plausibel klingt. Die Richtlinien für die Anerkennung (die von den Finanzbehörden kommen) sind allerdings zum Teil mit dem normalen Menschenverstand nicht nachzuvollziehen (ich weiß dies aus eigener Anschauung!) - ich sage dies hier nur, um diesbezüglichen Überraschungen vorzubeugen.
Trotzdem: bedenkenswert - auf Details kann ich aber leider nicht genauer eingehen, weil ich kein Experte in solchen Fragen bin.
Dein Argument gegen die Umlegung der Kosten auf alle hat mich voll überzeugt. Du hast Recht - das kann gar nicht funktionieren.
Ansonsten verstehe ich voll und ganz, dass die Zeit der frohen Hilfe- und Spendenbekundungen vorbei ist und Wolfgang sich darauf nicht mehr verlassen will. Er müsste zudem ja auch wieder die Organisation dieser freiwilligen Leistungen übernehmen. Wieder Arbeit, die am Ende im blödsten Falle nichts bringt...
Warum eigentlich nicht aus MySlam einen eingetragenden Verein machen? Das kostet zwar mit Zulassung der Satzung einmal 50Euro, erlaubt es aber auch, bei anerkannter Gemeinnützigkeit, die sich hier aber deutlich gewährleisten lässt, dass man Gelder bei Land und Bund beantragt.
Um dann als Verein eine Eintragung zu bekommen muss man natürlich wirklich eine gewisse Zahl an Personen als eingetragene Mitglieder haben, aber da können sich unter Slammern und Slammastern garantiert die mit höherem Beteiligungsbedürfnis und guter Übersicht über die Vepflichtungen und Aufgaben einer solchen Position finden und motivieren lassen.
Jeder, der dann Mitglied im Verein werden möchte, um zum Beispiel Myslam zu verändern, was er alleine dann natürlich nicht könnte, kann dann ja die (mögliche) Beitragsgebühr zahlen.
Wolfgang kann dann für seine Tätigkeiten Rechnungen schreiben, die dann, je nach zuständigem Amt und Einrichtung, gezahlt werden.
Und bevor jetzt mythisch über die Fülle von solchen Kassen geredet wird, ich bin seit 16 Jahren bei einem Kinder- und Jugendverband, die mit Häusern und Festangestellten noch über ganz Beträge reden, als wir hier und das kriegen wir auch finanziert. Und da sind auch die wenigsten zahlende Mitglieder.
Und wir würden hier für Gelder bekommen, denn auch wenn wir uns als Szene sehen, dürfen wir nicht übersehen, dass wir auch Dienst an der Gesellschaft tun, denn jeder von uns bietet und erschafft Kultur.
ich glaube ihr habt nicht verstanden um was es hier wirklich geht.
Seit ihr ihm nah? warum soll es nach ihm ein danach geben? es ist seins? Du bist soooooooooooooo gut. genie Genie... gute den guten... ;)
Danke für's Wahrnehmen.
Ich verteidige meine Position. Die ist unangenehm für viele. Sie zu verteidigen ist im übrigen auch unangenehm für mich. Warum ich es dennoch tue: Kostenfrei an dieser Seite weiterzuarbeiten ist noch unangenehmer.
Es ist nicht meine Absicht einen Keil in die Szene zu treiben. Das macht die Szene aber im Moment auch eher selbst. Für mich ist jeder hier willkommen, auch wenn er in Zukunft keine Termine einträgt und auch nichts spendet, sondern die Seite nur nutzt, um an Kontaktdaten zu kommen. Vielleicht ist in dieser Diskussion untergegangen, dass sich dann nämlich finanziell rein gar nichts für mich ändert. Was ich dadurch verliere, sind Menschen, die meine Arbeit nicht wertschätzen. Warum sie das nicht tun, habe ich bisher noch nicht verstanden. Vielleicht versteht aber der ein oder andere, dass ich mich durch diesen Verlust nicht bedroht fühle.
oder
Meine 2 Cents als MySlam-Spende
Auch wenn die Wogen inzwischen nicht mehr ganz so hoch schlagen: Die Diskussion, die hier - und vor allem in einer geschlossenen facebook-Gruppe - seit ein paar Tagen geführt wird, macht mich ehrlich gesagt ziemlich traurig.
Ich für meinen Teil finde, man kann die Bedeutung, die MySlam.net für die Entwicklung der Szene in den letzten Jahren hatte, nicht hoch genug einschätzen.
Mir ist kein vergleichbares Portal bekannt. In Comedy- und Kleinkunstkreisen beispielsweise findet man zwar hier und da ein paar link-Sammlungen, oder nach Postleitzahl sortierte Termine und Veranstalter, aber ein derart komfortables, auf die konkreten Bedürfnisse der Szene zugeschnittenes Werkzeug zur Organisation und zum Netzwerken ist mir dort nie begegnet.
Ich persönlich brauche nicht alle Features. Auf das Texte-Forum zum Beispiel kann ich gut verzichten. Aber darum geht es ja auch nicht. Es geht nicht um eine maßgeschneiderte Lösung für mich als Einzelnen. Deswegen ist es für mich auch gar nicht so wichtig, daß »jeder Slam Master nur für das bezahlt, was ihm auch tatsächlich einen Nutzen bringt«. Wenn dieses Portal einer Sache nützt, die ich gut finde, dann bin ich gerne bereit, dieses Portal und damit indirekt »Die Sache« zu unterstützen!
Daß diese Unterstützung am besten finanzieller Natur sein sollte, scheint einige mindestens zu irritieren. Das wiederum finde ich etwas befremdlich.
Viele scheinen sich derzeit überrumpelt zu fühlen. Und gerade all jenen, denen alles zu schnell geht, empfehle ich, mit der Zeitlupe noch einmal genauer hinzusehen:
Bereits 2009 hat Wolfgang um eine Spende für MySlam.net gebeten, und dabei übrigens recht detailliert ausgeführt, welche konkreten Verbesserungen für 2010 geplant [und dann letztlich auch alle durchgeführt worden] sind:
http://www.myslam.net/de/post/812
2010 hat er diesen Aufruf erneuert:
http://www.myslam.net/de/post/2761
Viel gebracht zu haben scheint das alles nicht, denn am 4. Dezember 2011 resümiert Wolfgang:
»Gleiches gilt für meinen alljährlichen Spendenaufruf. Da gibt es zwei drei Slams, die da spenden. Einer davon sogar jedes Mal einen recht beachtlichen Betrag. Es gibt außerdem noch zwei, die einen monatlichen Dauerauftrag geschaltet haben.«
Also trat 2011 an Stelle des Spendenaufrufs eine Umfrage zur Finanzierung:
http://myslam.net/de/post/3999.
Darin heißt es dann unter anderem:
»[...] kostet Zeit und Geld. Zeit, die ich nicht mehr habe und für die sich ein anderer bezahlen lassen würde. Daher werde ich in Zukunft eine Möglichkeit finden müssen, MySlam finanzieren zu können.«
Und weiter:
»Ich könnte mir auch vorstellen, dass eure finanzielle Beteiligung nur vorübergehend ist. Wenn ich bestimmte Aufgaben an einen bezahlten Mitarbeiter abtreten kann, habe ich nämlich mehr Zeit, mich um Kooperationen zu kümmern, aus denen sich MySlam dann wiederum u.U. selbst finanzieren kann.«
Vielleicht bin ich mit meinen 41 Jahren zu naiv, aber für mich klingt das alles nicht nach »Wucher«, »Wegelagerei« und »Über'n Tisch ziehen«. Und vielleicht ist es auch Zeichen meiner Naivität, wenn ich nicht verstehen kann, wie dieser Tage reihenweise Leute aus allen Wolken fallen.
Daß MySlam.net finanzielle Unterstützung braucht, ist seit Jahren bekannt. Wie konkret das aussehen soll, wurde vor sechs Monaten zur Debatte gestellt. Den Kommentaren nach zu urteilen, war es seinerzeit einhellige Meinung, daß nicht die Slammer bezahlen sollen, sondern vielmehr die Slams jene Last tragen sollen.
Vielleicht hätte man die Befragung nicht online machen sollen, sondern im Rahmen des Slam Master - Meetings in Hamburg. Und sicher wäre es geschickter gewesen, das Ergebnis der Umfrage nicht im Stillen Kämmerlein auszuwerten, sondern der MySlam-Community für einen gemeinsamen Entscheidungsfindungsprozess zur Verfügung zu stellen. Und es ist immer erst mal ein komisches Gefühl, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Aber bitte, worüber diskutieren wir hier!?
»Einige Slam Master spenden bereits jedes Jahr an MySlam. An diesen Spenden habe ich mich orientiert, als ich mir Gedanken gemacht habe, wie ich eine Art Premium-Account für Slam Master einführen kann.«
Das Ergebnis dieser Überlegungen lautet - aufs Jahr gerechnet - € 60,-
Das Bühnennetzwerk theaterjobs.de ruft für seine Leistungen € 45,- auf. xing.com immerhin teuflische € 66,60. Auf den Monat heruntergerechnet klingt das alles weniger bedrohlich. Aber die Zahlen kann man sich immer drehen wie man will. € 5,- pro eingetragenem Slam sind bei 12 Terminen im Jahr ein Jahresbeitrag von € 60,- Rechne ich wieder zurück, kann ich sagen: Ein Zuschauer pro Termin. Ich kann aber auch bei acht Teilnehmern sagen € 0,63 weniger Fahrtkostenzuschuß pro Slammer. Aber was bringen diese Rechenspiele? Worum geht es dabei? Es geht um Wert! Wo es doch eigentlich um Wertschätzung gehen sollte...
Ich persönlich kann mit € 60,- im Jahr gut leben. Das ist deutlich weniger, als der Betrag, den ich seit drei Jahren gerne freiwillig spende, und der mir seit drei Jahren eigentlich noch viel zu gering vorkommt. Ich wiederhole mich, wenn ich sage, daß es mir dabei nicht um den Gegenwert für einen persönlichen Vorteil geht, sondern um Unterstützung einer Sache, die für mich persönlich eine »gute Sache« ist. Wenn nicht sogar eine sehr gute.
Daß viele von uns das Portal MySalam.net - allem voran den Terminkalender - eine gute Sache finden, bezweifle ich nicht. Aber wenn Applaus allein das Brot des Künstlers wäre, bräuchte ich bei Hostelplätzen kein Frühstück dazu zu buchen... Und wenn Reden Silber ist, wäre es umgekehrt goldig, wenn mehr als zwei, drei Slams zur finanziellen Unterstützung von MySlam.net beitragen könnten.
Ich für mein Teil bin weiterhin dazu bereit.
Und da ich mir der unterschiedlichen Möglichkeiten einzelner Slams bewußt bin, werfe ich hier mal in die Runde, daß ich außerdem bereit bin, bei dem derzeitigen Finanzierungsmodell für einen, oder zwei kleinere Slams gewissermaßen eine Patenschaft zu übernehmen. Wenn sie das denn möchten, wäre das der Kölner Experimental Slam und der Kölner »Büchner lebt!«-Slam.
Pfadfinderehrenwort!
»Der Große schützt den Kleinen«
Kein Führerschein. Umweltidealist. Entschuldigung.
ich will gar nicht auf jedes Detail eingehen, das ist müßig.
Zumal 1. schon jemand anderes die verschiedenen Lösungsvorschläge sammelt und für dich bereitstellen will und 2. du ja recht deutlich klarstellst, dass du das neue System so fertig entwickelt hast und höchstens nach Start des "bezahlten myslam" kleine Änderungen (z.B. drei Freimonate für neue Slams) machen willst.
Ist ja auch okay und dein Recht.
Du siehst dich selbst nur an einer falschen Stelle: In allen Beiträgen fordern die Leute auch nicht einen Wechsel zu einem multinationalen Ausbeutungskonzern, um dir deine Arbeit zu entreißen. Das ist falsch und leicht nachzulesen.
Der Wunsch der Leute ist, mitbestimmen zu können und zu einer fairen Lösung für alle zu kommen.
Und was wir in Zweifel ziehen ist nicht deine Arbeitsleistung als Macher dieser Seite. Bezweifelt wird, ob deine Lösung die beste Lösung für alle ist.
Im Zweifel wird ein Keil in die Szene getrieben und dann gibt es eigentlich nur noch die Frage, ob der größere Teil sich für eine Alternative (mit mehr Mitbestimmung und fairer Bezahlung) entscheidet, die z.B. im Rahmen des nächsten Slammaster-Meetings angestoßen werden könnte.
Nochmal: Am liebsten würden die Leute hier bleiben und darunter sind viele, die dir liebend gern und vermutlich ehrenamtlich bei der Wartung der Seite, der Suche nach Sponsoren und der Verwaltung helfen können.
Das wäre sogar ein Weg für eine Zeit, in der du irgendwann keine Lust mehr hast, dieses Forum zu leiten. Und schon heute ein guter Weg, dich zu entlasten.
Denn hier sind hunderte, die dieses Forum super finden und nicht verlieren wollen. Aber du schickst sie im Moment gradewegs zur Tür hinaus.
Aber sieh es positiv: Mark Zuckerberg hat gestern 2 Milliarden Dollar verloren. Vielleicht macht McDonalds ja auch noch bankrott, dann essen wir mal zusammen ein Dinkelbrötchen (Mohnkuchen ist nicht gesund!)...
Ist es für dich denn kein sinnvoller Lösungsvorschlag, dass jeder angemeldete Nutzer im Jahr 5 € bezahlt, damit diese Seite so weiterlaufen kann wie sie bisher läuft? Einfach mal so, eine ganz einfache Frage.
Auf einige angesprochene Probleme sind mir Lösungen eingefallen. Wer die Bezahlung meiner Arbeit gänzlich ablehnt, muss eine Entscheidung treffen, das kann ich für ihn/sie nicht tun.
Meine Arbeit mache ich jedenfalls nicht weiterhin kostenfrei. Das kann nicht Inhalt dieser Diskussion sein. Ich kann nur versuchen, die Probleme zu lösen, die angesprochen wurden. Eine Liste, um die ich gebeten habe, mit den wichtigsten Punkten ist bisher nicht bei mir angekommen. Sobald das der Fall ist werde ich nachdenken (das dauert bei mir manchmal ein bißchen) und dann antworten.
Problem:
Slams, die ganz neu sind wollen/können nicht gleich Gebühren zahlen.
Lösungsvorschlag:
Wird ein neuer Slam Ort auf MySlam eingetragen, sind die ersten 3 Termineintragungen zu diesem Slam Ort gebührenfrei. Dadurch kann also der neue Slam in der Anfangsphase durch MySlam volle Aufmerksamkeit auf seinen noch völlig unbekannten Slam ziehen. Dazu hat MySlam übrigens die letzten Jahre auch beigetragen: Dass ein Slam in Waghäusel wahrgenommen wird. Wenn der Slam sich dann halten kann, fördert er mit seinen Gebühren MySlam und ermöglicht damit, dass weitere Slam Locations entstehen.
Problem:
Slams, die keinen Eintritt verlangen, sollen auch keine Gebühren zahlen müssen.
Lösungsvorschlag:
Ich werde - sobald ich dazu komme - jedem Veranstaltungsort die Möglichkeit geben, sich als "eintrittsfrei" zu outen. Die Idee ist, dass über den Terminen dieser Slam Orte im Kalender und in der Detailansicht groß steht "Eintritt frei". Und daneben ein "stimmt nicht" Knopf, mit dem jeder melden kann, wenn der Slam Ort doch Eintritt verlangt. Damit wäre sichergestellt, dass hier niemand sich um die Gebühren drückt. Und dann wäre ich bereit für diese Veranstaltungsorte eine Sonderregelung zu finden.
Problem:
Jeden Monat 5 Euro zu überweisen nervt. Gibt es kein einfacheres Bezahlsystem?
Lösungsvorschlag:
Handybezahlsysteme, PayPal, Lastschrift und und und. Mit Java lässt sich sowas viel leichter und performanter ansprechen als mit PHP. Am besten Tom um einen Kostenvoranschlag bitten, der macht das dann so, dass ich nur eine Zeile Programmcode ändern muss. Im Ernst: die ersten Rechnungen gehen am 1. Juli raus. Bis dahin war sowieso geplant eine Möglichkeit einzurichten, dass ihr eure Rechnungen auf MySlam einsehen könnt. Dann könnt ihr zu einem beliebigen Zeitpunkt (im selben Jahr, nicht erst zu Bo Wimmers Geburtstag 2050) mehrere Rechungen auf einmal überweisen. Im Verwendungszweck gebt ihr die IDs der Slam Orte und den Zeitraum an, fertig.
Problem:
Transparenz.
Lösungsvorschlag:
Ich warte auf eine Antwort von Sebastian 23, ob er für 10% Jahresgewinn den Kassenwart macht und sich darum kümmert, dass alle Rechunngen bezahlt werden. Ich gebe damit dem lautesten Kritiker dieses Systems vollen Einblick. So transparent sind nicht einmal meine Fenster.
Problem:
Die Slammer sollen zahlen.
Lösungsvorschlag:
Keiner. Dann darf ich dieselbe Diskussion nämlich mit einer anderen Gruppe führen. Slam Master deshalb, weil sie weniger stark wechseln. Wenn ich jeden Slammer, der mal mit 16 Jahren 5 Monate Poetry Slam ausprobieren will eine Rechnung schicke, dann ist der kurz darauf abgemeldet und macht gerade ein Austauschjahr in Australien. Ich glaube die 5 Euro für MySlam haben dann nicht so eine hohe Prio, sondern eher der Surfkurs. Gegenfrage: Warum gibt es ein Slam Master Meeting und kein Slammer Meeting?
Wie ihr seht, sind das alles LösungsVORSCHLÄGE. Die sind nämlich mit Arbeit verbunden. So oder so werde ich diese Lösungen also nur umsetzen, sobald die ersten Rechnungen verschickt und bezahlt wurden.
Dann noch einige direkte Kommentare, weil da bei mir immer Erinnerungen an Diskussioneforen aus den 00er Jahren zurückkommen. Da wusste noch niemand, dass es peinlich ist, in Internetforen zu diskutieren. Unbezahlbar!
@Sebastian Butte
Deine Rechnung ist stark. Du könntest aber den Eintrittspreis halbieren. Laut diesem Artikel kannst du mit einer Tankfüllung alle teilnehmenden Slammer selbst abholen, sparst also fast 400 Euro: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/weltrekord-im-spritsparen-von-john-und-helen-taylor-aufgestellt-a-832708.html. Wo bleibt dein Idealismus?
@Sebastian 23 (der Lars Ruppels Bäcker-Vergleich zitierte)
Als ich noch in Heidelberg gewohnt habe, habe ich mir immer den Mohnkuchen bei der Bäckerei Mahlzahn geholt (www.mahlzahn.de). Das kleine Stückchen kostet 4 Euro. Ich habe es gekauft, weil es mir schmeckt. Natürlich kann man seine Sachen auch bei Kamps (facebook) kaufen. Die sind billiger. Nur wenn man dann mal wieder Bock auf den guten Mohnkuchen hat und dann feststellt, dass da wo vorher Mahlzahn war nun Kamps, Subway, McDonals, Burger King, KFC, H&M, Orsay, Thalia, Smarties, Pokemon oder ein Parkplatz ist, dann bitte nicht meckern. Am Donnerstag bin ich wieder in Heidelberg. Ich glaub ich hole mir einen Mohnkuchen.
Und ich stimme Lars Ruppel zu. Nicht jedem schmeckt MySlam. Die Entscheidung, ob Ihr mir vertraut und mich unterstützen wollt, muss jeder einzelne treffen. Vielleicht hat euch die Diskussion auf Facebook geholfen, eine Entscheidung zu treffen. Ich glaube es eher nicht. Bei mir ist das dann immer so, dass ich erst dem einen zustimme und dann kommt wieder ein anderer und was der schreibt klingt aber auch vernünftig und dann denk ich am Ende: "Mensch Wolfgang, hast du überhaupt ne eigene Meinung?". Was mir geholfen hat: Fernseher auf den Müll, Facebook einmal die Woche besuchen, Radio ausschalten, keine Zeitung lesen, mit Leuten reden, statt "gefällt mir" lieber sein Gegenüber drücken und an den Dingen arbeiten, an die ich glaube.
Ich drohe:
Wenn MySlam an dieser Diskussion scheitern, schreibe ich wieder Texte für Slams und dann komme ich mit einem T-Shirt auf die Bühne auf dem steht "5 Euro Eintritt sind mir einfach zu viel".
Zu guter Letzt:
Bitte schreibt mir keine Emails mit Vorschlägen mehr. Ich kann sie nicht lesen. Es sind sehr viele. Sonst sitze ich hier noch um zwölf und beantworte die Emails, was bedeutet, dass ich neben dieser Diskussion noch "private room" Diskussionen führe. Bin doch kein Webcam-Girl, hömma!
Sorry dafür.
Der Nutzen für mich als Ex-Slammer war immer größer als der Nutzen als Veranstalter. Ich konnte meine Touren zusammenstellen und mich direkt an Veranstalter wenden. Außer mich stundenlang durch google zu quälen oder bereits bestehende Kontakte zu nutzen, habe ich sonst keine Alternative.
Um als Veranstalter Poeten zu finden höre ich auf Empfehlungen oder frage Slammer, die ich anderswo sehe, direkt.
Für die Werbung um Zuschauer nutze ich in erster Linie Facebook, Flyer, Plakate und Newsletter an die Stammkundschaft und natürlich auch die Presse.
Aus Veranstaltersicht nutze ich myslam als Service, um reisenden Poeten die Chance zu geben sich zu melden, wenn ein Termin in die Tourplanung passt.
Fazit: Der Hauptnutzen ist meiner Ansicht nach auf Slammerseite. Wie viele Slammer sind auf myslam? Stimmen die Zahlen im Direkt-Link? Wenn jeder mit eigenem Profil 5 Euro im Jahr zahlt müsste doch genausoviel zusammenkommen wie wenn jeder Termin 5 Euro kostet. Slammaster haben ja auch ein Profil, zahlen also auch mit. Und man kann auch noch überlegen, dass jeder eingetragene Slam-Ort nochmal die gleiche Summe abdrückt (sind laut Liste 527 Stück).
Das fände ich fair und würde ich auch voll mitragen.
Außerdem biete ich mich gerne an die vier Magazin-Artikel im Monat zu schreiben, 400,-- mehr würden mir nicht schaden ;-) (Sorry, das war jetzt nicht konstruktiv, aber um dafür das eingetriebene Geld zu verschleudern finde ich auch falsch).
So, Grüße in die Runde, ich hoffe wir finden eine Lösung.
Euer Michl
Also was ich mich seit dieser Diskussion frage ist, was soll myslam in deinen (Wolfgang) Augen eigentlich sein? Möchtest du eine Plattform für die Slamfamilie oder für die Zuschauer bieten?
Da die Seite zur Zeit wohl einen Werbefaktor für Veranstaltungen innehält, der so ungefähr gegen Null gehen dürfte, gehe ich mal davon aus, dass es eine Plattform für die Slamfamilie sein und auch bleiben soll.
Trifft man da mit einer 5€ Gebühr für Veranstalter nicht irgendwie die falschen?
Der Veranstalter bezahlt also, damit der Slammer ein leichteres Leben hat. Klar hat der Veranstalter durch myslam ein leichteres Leben wenn es darum geht das Line Up zusammen zu puzzeln, gerade wenn man nicht selber wirklich aktiv in der Szene unterwegs ist, jedoch bleiben solche Veranstalter wohl eher bei Localslams. So denke ich, dass die eigentlich profitierenden dieser Seite die Slammer selbst sind. Wäre ein Jahresbeitrag für die aktiven Nutzer nicht um einiges Sinnvoller als die Veranstalter hier zu vergraulen?
Der Kalender ist einfach ein großartiges Werkzeug für jeden, der Unterwegs ist, und macht gerade für Neulinge den Einstieg wunderbar einfach.
Wenn nun allerdings die Veranstalter da nicht mehr mit machen, werden auch die Slammer von dieser Plattform abwandern, denn wenn nur noch 10 Termine im Monat (Achtung, übertriebene und fiktive Zahl. Bloß nicht zu genau nehmen) im Kalender stehen, bekomme ich doch am Tag irgendwie mehr Facebook-Event-Einladungen zu Slams. Ich denke das geht den meisten da ähnlich.
Abschließend sehe ich also ein Model wie es Sträter vorgeschlagen hat als wesentlich sinnvoller an, als hier die Veranstalter für die eigentlich bevorteilten Slammer zahlen zu lassen.
PS:
So genug Genörgel, danke für 4 Jahre Arbeit an einer tollen Plattform.
Wie steht es eigentlich mit Sponsoring?
Egal ob aus der eigenen (Literatur-)Branche oder branchenfremd. Wenn die Halspastillen die Nationals sponsoren können, warum nicht auch eine Webpräsenz?
Ergänzend gefragt (und das ist tatäschlich wieder eine informative Frage):
Warum kann zum Beispiel in den laufenden Posten des Nationals nicht auch durch einen Sponsoren ein Webportal wie dieses hier gefördet werden? Oder passiert das schon?
Ich konsumiere schon Internet mit Werbung und es stört mich auch nicht. Auf Seiten die ich gut finde, klicke ich sogar bewußt auf die Banner, um eben den Seitenbetreiber zu fördern.
Und den Firmen Myslam schmackhaft zu machen, dürfte mit dem von Pascal erwähnten, aber nicht zu belegenden Mitgliederzuwachs hier ja nicht all zu schwer sein. Oder?
Aber da ich schon fast befürchtet habe, dass meinen Vorschlag kein mensch versteht, gleich ein etwas einfacheres Modell :)
zitat wortArtiG
Wenn Du einen Termineintrag mit einem Verkaufswert von 5 Euro manifestierst, dann ist die Frage danach, was der Kunde von dieser Ware hat, die logische Konsequenz. Ebenso die Frage nach der Alternative.
ende zitat
den Nutzen des Termineintrags für den Slammaster könnte man wie folgt definieren:
1. größere Bekanntheit und dadurch mehr (umsatzsteigerndes) Publikum Dieser Effekt ist m.E. derzeit vernachlässigbar, da die Gesamtheit der myslam-Besucher aus fast ausschließlich aus Slammern und Slammastern bestehen dürfte.
2. Der eigentliche Nutzen besteht darin (wie ich schon sagte), dass Slammer ihre Touren mit weniger Aufwand planen können. Meinem (jährlichem) Slam hat dies in den letzten vier Jahren schon einige nicht-lokale, aber gerade vor Ort anwesende Teilnehmer eingebracht, deren Fahrtkosten für unseren Verein nicht finanzierbar gewesen wären. Dieser Nutzen wird aber deutlich verringert, wenn nun viele Slammaster aussteigen, und wenn nun zu viele aussteigen, dann lohnt es sich auch für mich nicht mehr (Stichwort: „Abwärtsspirale“)
Nun zu den Alternativen. Ich halte nach wie vor eine Art Prämiensystem für sinnvoll – wer Fachbeiträge für myslam verfasst, kann für den virtuellen Gegenwert gebührenfrei Termine in den Kalender eintragen. Allerdings sehe ich hier auch das Problem der Programmierung, und wer soll entscheiden: Was ist ein Fachbeitrag?
Also komme ich zu einer m. E. praktikableren Alternative, die „modifizierte Kostenpflichtigkeit“ die wie folgt aussehen könnte:
a) Kostenfreiheit für „Schlicht-eintragungen“, diese Kategorie sollte Slams mit freiem Eintritt vorbehalten sein (Extra-Kategorie?). Wer eine solche Eintragung vornimmt, bei dem erscheint dann nur die Stadt, in der das ganze stattfindet, und der entsprechende Link geht dann nicht auf „poetry-slam-calendar/event/xyz“ , sondern direkt auf das Slam-Profil auf “poetry-slam/abc”, das der Slam-Master dann jeweils immer manuell bearbeiten muss. Motto, wer nix zahlt, soll es auch nicht bequem haben;)
b) „Normaltarif“ 5 Euro für einen „normalen Eintrag“, der wie bisher aussieht.
c) „De Luxe-Tarif“ 10 Euro für einen Eintrag, der typographisch besonders herausgehoben ist und evtl. sogar eine Vorverkaufsfunktion enthalten kann ...
Hierbei sollte es für jede Veranstaltung jeweils eine Wahlfreiheit der Tarife geben (mit der Ausnahme, dass Tarif a nur für Eintritt-Frei-Slams möglich ist).
Aber bevor man jetzt überstürzt die Nutzungsbedingungen ändert, sollte man erstmal beobachten, was passiert. Wenn aber nun das passiert, was viele befürchten, sollte man sich schon über eine andere Tarifierung Gedanken machen. (Mit den 5 Euro kann ich persönlich derzeit leben - aber ich mache ja auch derzeit nur einen Slam pro Jahr)
Dann kostet es nun also 5 Euro, einen Slam einzustellen.
Nun habe ich Arnes Aufrechnungsformel weiter unten …
»Ich denke da z.B. an eine Formel folgender Form :
»M = "Myslam-Gebühr" pro Termin
P = Eintrittspreis in Euro
Z = Zuschauerfaktor (1
G = "Grundgebühr" in Euro
Dann ist:
M = G + (Z*P)
Die Größen könnte man dann z.B. wie folgt festlegen (wobei man auch andere Werte wählen kann):
G= 1 Euro
Z könnte man angenähert als logarithmische Größe definieren:
Z für 1
2. Fortsetzung:
Z für 1«
…. Null, aber auf wirklich null verstanden.
Da hämmerte mir der Reichsrealschul-Intercity durch den Schädel, da habe ich im Ankleidezimmer mit den Schultern gezuckt, dass es eine Art hatte.
Besser kam ich mit Nikitas Rechnung klar:
»Aber pardon, für 5€ bekommt man im Internet 2-3 Songs, oder man bekommt bei H&M ein T-Shirt, oder man bekommt eine Schachtel Zigaretten, 5 Zonen im ÖPNV. Versteht ihr?«
Doch.
Auf Facebook bin ich jetzt gefragt worden, was mir Myslam wert ist. Antwort: Viel! Meinen allerersten Slam habe ich auf Myslam gefunden, der Kalender ist kostbar, um zu schauen, wer Dienstag in Köln ist, damit man die Leute für Mittwoch nach Recklinghausen einladen kann, ohne dass einem das Portemonnaie explodiert, und man kann ersehen, wann zum Teufel noch mal der Slam am Arsch der Welt war, zu dem man mal wieder vollmundig zugesagt hat. Der Nutzen ist da, er strahlt, ich kenne keinen anderen Kalender als diesen. Aber man fragte auf Facebook, wie viel Geld!
Das ist jetzt die Frage, denn mein Nutzen ist natürlich groß…. Meiner, wohlbemerkt. Ich kann jetzt nicht beziffern, was ein Slam davon hat, fürn Fünfer eine Veranstaltung einzutragen. Bis alle gemerkt haben, dass man sich nicht ohne Rücksprache als Slammer einträgt, vergehen wohl noch zwanzig Jahre, der werbliche Effekt auf Zuschauer wird jetzt einfachmal massiv bezweifelt. Auch von mir. Aber für Einsteiger und Leute die die Übersicht behalten wollen ist das Ding Gold wert.
Also was nun?
Ich bin kein Freund davon, gestern was umsonst bekommen zu haben, heute aber nicht mehr. Vollendete Tatsachen sind immer bitter, grad in einer sich selbst organisierenden Szene wie der unseren, wo du hier 10 Euro wegnimmst um sie da hin zu tun, die Couch nach links schiebst, damit Sushi Platz hat und schaust, dass irgendwer irgendwen zum Zug bringen kann.
Gern würde ich nach Gutsherrenart was ganz motivierendes sagen, aber: Zwei Drittel der Slams, vor allem die aus Twin Peaks, Hintertupfingen und Lummerland, jene, die vierzig Zahlende haben, werden sich nun nur noch auf den versoffenen Ressortleiter Lokales der örtlichen Zeitung stützen –und auf Facebook. Damit in dem Puff mal ein gewisser Nutzen einkehrt. Denn ab jetzt wird auch der effektive Nutzen des Kalenders, gewogen in Euro und Cent, auf den Prüfstand kommen. Plötzlich zahlst du 5 Euro, aber nur 2 von 9 tragen sich ein. 70 Prozent der Slams verlassen sich auf andere Quellen und Medien, und der Kalender hört auf, einen Nutzen zu haben, weil plötzlich im Oktober scheinbar nur noch vier Slams stattfinden … und am 21. Dezember ist der Kalender dann ganz weg. (Gern geschehen, liebe Untergangspropheten.)
Mich interessiert gar nicht die Transparenz geflossener Gelder: ob Wolfgang damit Personal bezahlt oder sich in Florenz Hüte machen lässt, ist mir schnuppe. Ich interessiere mich für meine 5 Euro. JEDER interessiert sich für seine 5 Euro, und was er dafür bekommt.
Ist so. In drei Monaten wirst du auf den November blicken und feststellen: Na kuck, wir Acht haben gelöhnt. Krass.
Meine Rechnung geht folglich so:
A: 5 Euro.
B. Ich.
Ein faires Modell wäre –
1.Jeder zahlt. Poeten 1 Euro, Slams 5 Euro. Im Jahr. Über eine Telefonnummer. Das funktioniert. Alle zahlen. Jetzt. Für Beiträge im Magazin gibt’s 20 Euro.
Vorteil: Übers Handy n Euro bezahlen ist machbar. Leute, die sich nur mal auskotzen wollen, wie kacke doch alles geworden ist, zahlen den gleichen Euro wie Leute, die den Planeten mit schönen Mundartgedichten fluten.
(Gern geschehen, liebe Untergangspropheten.)
Oder an jedem National sitzt Wolfgang mit einer Metallkassette an einem Tisch und nimmt das Geld ein: Das ist entwürdigend, die Schlange wird bis zum Horizont reichen, aber es ist machbar.
Oder es bleibt genau so, wie Wolfgang es bestimmt. Im Ernst. 5 Euro pro Slam. Aber ich sage: Es wird weniger. Schon jetzt sind nicht alle Slams verzeichnet. Und ich kenne Slams, die erwirtschaften 20 Euro am Abend.
Zum Schluss möchte ich sagen, dass diese Seite unverzichtbar ist. Ich möchte mir nicht vorstellen, dass sie verschwindet.
Ich möchte aber auch nicht beobachten müssen, dass in der Rubrik FORUM/DEUTSCHLAND/TEXTE Guerilla- Gedichte auftauchen wie:
Oh Castrop in der Frühe
du schönster aller Orte
dich zu beschreiben kostet Mühe
da fehlen eim` die Worte.
Oh Castrop hell am Tage
deine Sonne ballert heiß
Auch wenn ich nicht die Wahrheit sage
Castrop, du bist nice.
Oh Castrop in der Nacht,
du musst nach Geltung trachten,
drum wird zu viert n Slam gemacht
Der ist am neunten Achten.
Wenn Wolfgang entschieden hat, dass er Geld braucht und verdienen möchte, dann sollten die Freunde dieser Seite das akzeptieren und nicht mehr über die Frage des "ob" diskutieren sondern des "wie".
P.S.: Ich bitte um eine Editierfunktion
Welcher Veranstalter würde es diesem Slammer dann übel nehmen, wenn dieser hoffentlich geringe Betrag auf die Fahrtkosten für eine ganze Tour drauf geschlagen würde? So stünde es Slammern und Veranstaltern frei diesen kleinen Betrag auszuhandeln, vorrausgesetzt alle sind aufrichtig.
ja, geiles Rechenspiel, erstmal auf die Zahlen vom letzten Jahr zurückgreifen (als eine ganze Ecke weniger Termine drin standen) und dann noch davon ausgehen, dass es weniger wird, weil ja viele Slammaster abspringen werden. Das ist kein Gegenargument, das ist, wie man in der Slam-Szene so schön sagt, eine Farce.
Aber du hast in einem anderen Punkt Recht, es tut mir leid: Die Geschichte mit dem Magazin lief so, dass ich aufgehört habe, als ich mitbekam, dass ich vom Sponsoring des Verlags jeden zweiten Monat die Hälfte des Geldes kriegen sollte. Mir erschien und erscheint es sehr ungerecht, dass mein Verlag dir soviel bezahlt, wie mir, damit ich für dich schreiben darf. Again: Farce.
Und Farce drei ist deine dreiste Behauptung, Slammaster würden Transparenz verweigern. Jeder kann auch ohne Rechenschieber ausrechnen, das da in den seltensten Fällen große Beträge verschoben werden und auf Nachfrage wird dir fast jeder bereitwillig eine Rechnung ähnlich der von Sebastian Butte präsentieren. Wenn jemand in der Szene Geld verdient, dann über Workshops, Moderationen, Lesebühnen, Special-Guest-Dasein, Bücher, CDs und das Ausrauben von Groupies.
Und noch eine Farce: Du drängst die Leute, die sich auf facebook unterhalten, explizit dazu, hier ihre Kritik zu äußern, wenn sie von dir gehört werden wollen. Dafür müssen sie aber deine neuen Bedingungen schon akzeptieren. In Kombination betrachtet ist das ein Schlag ins Gesicht und/oder der Nachweis, dass du einige der umtriebigsten Slam-Veranstalter nicht als Kommunikationspartner auf Augenhöhe betrachtest.
Und der Gipfel deiner Dreistigkeit ist jawohl mal das Verschanzen hinter deinem Dayjob, von wegen DU musst ja morgen tagsüber arbeiten. Als ob wir alle arbeitslose Penner wären, die ihre Zeit am liebsten damit verbringen, sich in Foren zu streiten und nachts dann mal für fünf Minuten auf der Bühne stehen, dann wieder in den Liegestuhl zurückkehren und sich dafür das Rektum vergolden lassen.
Hier haben ALLE auch tagsüber zu tun - und diejenigen, die sich als freischaffende Künstler/Veranstalter/Workshopleiter durchschlagen gewiss nicht weniger als die Inhaber anderer Berufe.
Vielleicht solltest du doch mal in Ruhe ALLE unsere Beiträge (auch auf facebook) lesen, es sind kluge Dinge dabei, z.B. schreibt einer der umtriebigsten Slam-Veranstalter:
"Ich kenne meinen Bäcker auch gut, aber seit er teurer ist gehe ich nicht mehr hin, das ist sehr schade, aber meine und seine Entscheidung."
Nuff said.
Deine Lösung ist keine Lösung ...
... schon deshalb, weil auf die denkbar schlechteste Weise präsentiert und umgesetzt.
'Zahlt das - oder Tschüss' ist die Botschaft, die mir diese Vorgehensweise vermittelt.
Dass nun einige nach den realen Kosten fragen und Dich mit dem Wort 'Transparenz' nerven ist der Tatsache geschuldet, dass Du erst mal alle vor vollendete Tatsachen stellst. Tatsachen, die dazu geeignet sind, sich emotional zu entscheiden. Wenn Du einen Termineintrag mit einem Verkaufswert von 5 Euro manifestierst, dann ist die Frage danach, was der Kunde von dieser Ware hat, die logische Konsequenz. Ebenso die Frage nach der Alternative.
Ein kurzes Anschreiben (nicht als Top-Thema, sondern als E-Mail) an alle Slam-Master, mit der Info, welcher Betrag jährlich vonnöten ist, um myslam zu betreiben - und einer Umlegung, was dies
a) an Euro oder Cent pro Termineintrag ausmachen würde bzw.
b) welchen Betrag das durchschnittlich pro Slam/Jahr bedeuten würde
hätte genügt, um ein reales Problem einfach darzulegen. Begleitet von einem Unterstützungs-Aufruf mit der Bitte daraus einen Betrag abzuleiten, den sie für ihren Slam-Betrieb als angemessen betrachten und den sie jedes Jahr bereit sind zu entrichten, hätte funktionieren können. Die von Dir gewählte Lösung mag zwar in der Datenbank und in PHP funktionieren - aber nicht am Mensch.
Ich vertrete die Meinung, dass die Kosten für myslam vornehmlich von den Veranstaltern erbracht werden sollen. Das KOHI wird sich gerne beteiligen, aber nicht auf diese Weise. Dass ich die meisten KOHI-Termine nur der Vollständigkeit halber hier eintrage, tut dabei nichts zur Sache.
Liebe Grüße,
Stefan
Spannend finde ich es aber, wenn sich hier manche nach vier Jahren kostenfreier Nutzung der Seite hinstellen und bitte die Kassenbücher sehen wollen. Wenn das Slammer*innen bei euren Slams machen wollen, würden die meisten Slammaster*innen auch genervt die Augen rollen - ich würde das zumindest... ob 5€/Slam jetzt der richtige Betrag sind, um die Seite zu betreiben, weiß ich nicht. Aber Vertrauen in den einzigen Menschen, der das einschätzen kann, wäre wohl zu viel verlangt, wenn ich die Diskussion hier und vor allem drüben bei Facebook so verfolge. Nicht zuletzt: Der Ton macht die Musik. Wenn ich Wolfgang wäre, hätte ich mir bei manchen Kommentaren schon überlegt, die Seite einfach aus dem Netz zu nehmen, wenn es ja anscheinend so einfach ist, einen ziemlich gut funktionierenden Slamkalender auf die Beine zu stellen...
Lieber Wolfgang,
dann verlange doch einfach für die komplette Nutzung von allen angemeldeten Slam Poeten und Slam Mastern 5 €. Dieses Geld ist dann dafür, dass sich diese Seite alle zu Nutze machen können usw.
Aber 5 € pro eingetragener Termin, ist in meinen Augen, völliger Schwachsinn und sicher der falsche Weg diese Seite weiterhin zu finanzieren. Und ich gebe Herrn Butte Recht.
Wir wollen alle wissen wohin das Wasser dann fließt.
gerade habe ich mir die vorausgegangene Diskussion durchgelesen, die irgendwie an mir vorbeigegangen war. Zu lesen hier: http://myslam.net/de/post/3999.
Da war der Ton noch ein ganz anderer, finde ich. Zwar habe ich das Ergebnis der Umfrage nicht gefunden, die Kommentare lassen aber schließen, dass viele froh sind, dass es MySlam gibt, wissen oder sich vorstellen können, wieviel Arbeit da dahinter steckt und die meisten bereit sind, einen Beitrag zu leisten.
Über freiwillige Spenden hat es wohl nicht funktioniert, nun also der Pflichtbeitrag pro Slam. Find ich o.k., hätte es aber gerne praktischer und pauschaler. 1 x im Jahr per Klick oder so.
Aber ich kann auch damit leben, will auf MySlam nicht verzichten und bin mir sicher, dass da so und so eine ordentliche Portion Idealismus drinsteckt bzw. mangelnder Idealismus hier nicht das Problem ist, sondern schlichtweg mangelnde Zeit, die kompensiert werden muss.
So hab ich das verstanden und Wolfgangs Ausführungen haben mich überzeugt. Vor allem der Punkt, dass so und so aufs Heftigste diskutiert wird - egal, wofür er sich entscheidet.
Schönen Abend und beste Grüße
Kathrin
Fahrtkosten 450 Euro
Ladenmiete, Personal 150 Euro
Werbung 50 Euro
Verpflegung 150 Euro
vs.
200 Zuschauer a 4 Euro = 800 Euro
Deckt sich grob. Mal mit ein paar Euro Plus, mal mit ein paar Euro Minus, niemals mit Geld in der eigenen Tasche. Transparenz. Punkt. Vollzeitbeschäftigter "neben" Slam. Punkt. Idealismus. Punkt.
Dieses Schlagwort "Transparenz". Ich kann's nicht mehr hören. Würden bitte alle Slam Master hier ihre Einnahmen und Ausgaben offenlegen? Natürlich nur, damit das transparent ist und ich eine faire Gebühr für jeden einzeln festlegen kann. Und die "nützlichen" Vorschläge sind sehr gut, bedeuten aber für mich 50 Stunden Arbeit und danach diskutieren dann alle wieder von vorne. Prima. Du kriegst von mir eine "Comedy"-Bewertung. Und ich diskutiere morgen abend weiter. Ich arbeite tagsüber nämlich.
Ich finde es schade, dass in der lang ersehnten Antwort trotz einiger Zahlenspiele keine Transparenz über die Kosten enthalten ist. Und zu den Rechnungen: Vier Magazinbeiträge, die ohnehin wohl kaum gelesen werden und vier Auserwählten jeweils 100 Euro bringen sollen, sind denke ich sicherlich sehr verzichtbar. Rechnen wir die Kosten weg, entsteht auch eine deutlich niedrigere Pauschale. Zumal es unsinnig ist, über die Kalenderfunktion Geld einzunehmen, welches dann an anderer Stelle verwendet wird. Womit wir wieder bei einer generellen kleinen Nutzungsgebühr wären, von Mastern, Poeten und jedem und allem darüber hinaus. Sowohl die Beiträge hier als auch auf Facebook enthielten jede Menge nützlicher Ideen.
Schade, dass davon nichts aufgegriffen wurde. Schade, dass die finale (?) Antwort mich deutlich negativer stimmt als zuvor.
Lesen wir gespannt weiter,
Sebastian
Eure Kommentare haben mich schwer beeindruckt. Ich finde es bemerkenswert wie umkämpft diese Plattform ist. Dafür ganz herzlichen Dank. Ich denke, ein größeres Kompliment kann ich mir nicht wünschen.
Manche sehen in den Gebühren ein Grund, MySlam den Rücken zu kehren, manche finden es zu teuer, möchten diskutieren. Einige machen konkrete Vorschläge.
Was ich besonders bei den Kritikern aber als Unterton wahrnehme ist eher die Frage: "Wer ist dieser Wolfgang und was macht der mit dem ganzen Geld? Den sieht man doch nirgendwo, der will uns vielleicht nur abkassieren."
Deshalb möchte ich mich nach 4 Jahren an dieser Stelle mal ganz einfach vorstellen:
Ich bin 32 Jahre und war von 2003 bis 2008 aktiver Slammer, vor allem im süddeutschen Raum. Beruflich bin ich Software-Entwickler. Seit 2008 komme ich aus beruflichen Gründen, aber auch wegen der Arbeit an MySlam nicht mehr so sehr dazu Texte zu schreiben. Aber Poetry Slam war für mich auch immer ein Hobby, nie mein Lebensinhalt. MySlam und die Nutzerschaft ist mir aber sehr ans Herz gewachsen.
Was mach ich nun mit dem ganzen Geld? Wenn es nach Sebastian 23 ginge, wären das ja 12000 Euro im Jahr. Da fährt der Wolfgang sicher auf die Malediven. Es ist ein bißchen anders. Im letzten Jahr hätte das aktuelle Bezahlsystem knapp 8000 Euro abgeworfen. D adamit zu rechnen ist, dass sich manche von MySlam abwenden, wird der Betrag deutlich niediger ausfallen. Außerdem werden nur Termine berechnet, die seit gestern eingetragen wurden. Der Augsburger Slam hat bereits bis 2014 seine Termine eingetragen. Von Horst sehe ich also bis dahin keinen Cent. Nichts für ungut Horst. Selbst 8000 Euro sind pro Monat 666 Euro. MySlam ist in den letzten Jahren wie eine Pflanze gewachsen und verlangt nun nach Wasser. Das ist kein Scheitern, sondern für mich ein Erfolg. Es geht z.B. darum, dass ich wöchentlich mindestens einen Beitrag im Magazin haben möchte. Es mag aber niemand für das Magazin schreiben, wenn er dafür kein Geld bekommt. 100 Euro für einen Beitrag erscheinen mir angemessen. Vier Beiträge pro Monat, bleiben noch 266 Euro im Monat. Jetzt frage ich mal jeden von euch, was er für dieses Geld leisten würde.
Aber letztendlich geht es hier auch nicht um 5 Euro. Die Frage lautet, ob ihr als Slam Szene weiterhin eine von großen sozialen Netzwerken unabhängige Internetplattform haben möchtet, die euch vertritt. Es geht hier nicht um einen Kalender. Es geht darum, dass die Slam Szene als (fast) Ganzes vertreten ist. Dass eure Bücher direkt verlinkt sind, eure Meinungen im Forum zu lesen sind und Rezensionen eurer Bücher im Magazin erscheinen. Die 5 Euro Gebühr ist meine Art zu fragen, ob ihr dieser Pflanze Wasser geben wollt, wo sie doch seit Jahren auf eurer Fensterbank steht. Darauf möchte ich nach 4 Jahren eine Antwort.
Sebastian möchte ich anbieten für 10% des Gewinns den Kassenwart zu machen. Das wären nach deiner Hochrechnung 1200 Euro im Jahr. Außerdem hättest du völligen Einblick in meine Einnahmen und Ausgaben. Desweiteren verspreche ich hiermit öffentlich, dass wenn ich bis 2016 in irgendeinem Jahr mehr als 12000 Euro durch die Gebühren einnehmen werde, dass ich ein Projekt der Slam Szene, das dann hier auf MySlam gewählt wird, mit 4000 Euro sponsore.
Außerdem möchte ich diejenigen bitten, sich an der Diskussion zu beteiligen, die die Nutzungsbedingungen nicht akzeptieren wollen. Ihr könnt sie akzeptieren. Es entstehen euch dadurch keine Kosten. Es werden nur Termine in Rechung gestellt, die ab gestern EINGETRAGEN wurden. Die, die bereits eingetragen sind, aber in der Zukunft stattfinden, werden nicht mehr in Rechnung gestellt. Das wäre sonst tatsächlich über den Tisch gezogen.
Und zum Schluss möchte ich eine Sache klarstellen. Sebastian, du kannst deine Kritik äußern, in welcher Form du willst, aber was du geschrieben hast, entspricht nicht der Wahrheit. Ich hatte dir damals angeboten 50% des Sponsorings durch deinen Verlag an dich auszuzahlen und bereits nach deiner Bankverbindung gefragt. Das wären 25 Euro für jeden Beitrag gewesen. Du hast diesen Beitrag abgelehnt, weil er dir unbedeutend erschien. Die Email habe ich noch. Dafür bekommst du von mir jetzt eine "politisch"-Bewertung.
Was bleibt ist euer Vertrauen darauf, dass ich der richtige bin, um diese Seite zu betreiben und mein Vertrauen in euch, dass ihr mich dabei unterstützt. Und da gebe ich Sebastian recht:
"Wenn alles einfach wäre...."
Wolfgang
Ich für mich kann nur sagen, dass ich bei 5 regelmäßig stattfindenden Slams, nicht bereit bin für jede Termineintragung 5 Euro auf den Tisch zu legen.
Deswegen würde ich gerne von dir, lieber Wolfgang, wissen wie man sein Profil hier löschen kann.
Außerdem find ich die Dinge die Sebastian gesagt hat durchaus richtig.
Welcher Slammaster würde denn Geld dafür ausgeben, dass ein Termin hervorgehoben wird, wenn man damit eh keine Gäste erreicht, sondern nur Slammer.
Auch wenn das ein guter Ansatz ist, bezweifle ich die erfolgreiche Ausführung.
Dabei gäbe es eine einfache Alternative: Der Standardslameintrag bleibt kostenfrei. Wer eine Gebühr zahlt, wird z.B. durch Schriftgröße hervorgehoben und attraktiver präsentiert. Die Deluxeedition bekommt einen Präsentationsplatz auf der Startseite.
Ende Zitat
Diese Idee finde ich sehr gut!
Ich denke es sollte nicht nur an den Slam-Mastern hängen bleiben, dieses Forum finanziell zu tragen. Schließlich ist der Kalender hier für mich als Slammer ebenso eine Arbeits,- und (als nicht reisender, und daher nicht netzwerkender Slammer) vor allem eine nicht zu verachtende Kontakterleichterung, wie für alle Slam-Master auch. Daher fände ich es nur gerecht, alle zu gleichen Teilen zu beteiligen.
Wie von Nils schon angesprochen, wurde das Thema von Wolfgang schon vor einiger Zeit aufgegriffen (http://myslam.net/de/post/3999.), und ich kann mir auch schon gut vorstellen, was bei dieser Umfrage heraus gekommen ist. Wahrscheinlich ist die Frage "Wer soll bezahlen: Slammer? Oder Slam-Master?" bei der Verhältnismäßigkeit eher... Interessant gewählt.
Egal. Was ich sagen wollte. Ob die 5 € verhältnismäßig sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, dass ich als nicht Slam-Master es ungerecht finde, eine kleine Gruppe für den Nutzen von allen bluten zu lassen. Darum fordere ich, hier und heute, Gebühren für alle!
In diesem Sinne,
Frieden
Dabei gäbe es eine einfache Alternative: Der Standardslameintrag bleibt kostenfrei. Wer eine Gebühr zahlt, wird z.B. durch Schriftgröße hervorgehoben und attraktiver präsentiert. Die Deluxeedition bekommt einen Präsentationsplatz auf der Startseite.
Selbst bei einer Jahresgebühr von 10-20€ pauschal für monatliche Slams hätte ich auch noch überlegt. Aber für kleine Slams noch 40,50€ pro Jahr rausschmeißen? Da schalte ich lieber von der Kohle einmal ne schicke Anzeige im lokalen Eventblatt. DAS bringt mir Zuschauer.
Oder fragen wir mal anders, da (siehe Sebastian23) dieses Thema durchaus Potential zur Flucht bietet:
Was wird Myslam.net dann können, was andere Internetseiten nicht bieten können?
Nicht falsch verstehen, es ist eine wirklich inhaltliche Frage, denn auch andere Seiten bieten Möglichkeiten Termine zu erstellen, mit Künstlern zu kommunizieren, sich kennen zu lernen, seine Texte aus zu tauschen etc.
Aber ich würde es lieber sehen, dass jetzt MySlam eben nicht vor irgendwelchen irgendwas-Riesen wie Facebook einknickt, sondern bestehen bleibt.
Der Slammaster hat eigentlich gar nichts davon, seinen Slam einzutragen sondern tut seinen Gästen den Gefallen, das zu tun
zitat ende
das sehe ich allerdings anders - Für den Slam, den ich moderiere (es ist ja nur einer pro Jahr) maile ich zwar die lokalen Slammer, deren e-mails ich habe, an, aber der Eintrag bei myslam.net hat mir in den letzten Jahren durchaus einige "überregionale" Teilnehmer eingebracht, die an dem Tag, an dem der Slam stattfand, gerade zufällig in Hamburg waren (was ich natürlich gar nicht wissen kann). Ich finde diesen Effekt außerordentlich nützlich! (wobei ich natürlich nicht weiß, ob die Anmeldungen aufgrund des Terminkalendereintrags oder aufgrund meiner Forenbeiträge erfolgt sind)
"Eines fällt mir bei dieser Hin- und Herrechnerei auf:
5€ sind nicht ein Zuschauer mehr oder weniger! Ihr könnt das doch nicht am Umsatz betrachten, sondern am Gewinn, denn es geht ja darum, was fünf Euro ZUSÄTZLICH für den Slammaster bedeuten. Und dann sind 5€ für die meisten Slams plötzlich 10 bis 15 Zuschauer mehr.
Zweiter Punkt: Dass myslam als Werbung für mich als Slammaster wenig bis gar nichts bringt (Bewerbung des Slams beim Zuschauer ist gemeint), sehen vermutlich viele ähnlich. Dann ist da noch die Kalenderfunktion, die der Slammer nutzen kann - das ist das Problem: Der Slammaster hat eigentlich gar nichts davon, seinen Slam einzutragen sondern tut seinen Gästen den Gefallen, das zu tun. Und dafür zahle ich als Slammaster auch keine 5€. Sollte nicht wirklich eher der Slammer, der seine Kilometer und meisten Auftritte im nächsten Monat sammeln will bzw. Slams in seiner Nähe finden will bei denen er auftreten könnte, dafür zahlen?"
Alternativen wie die Bitte um ehrenamtliche Mitarbeit (oder Praktika) zur Entlastung, Frage, ob nicht jemand jemanden kennt, der Serverplatz am Start hat oder die nachdrückliche Bitte an Slammaster, einen Dauerauftrag über einen bestimmten und transparent erläuterten Betrag im Jahr einzurichten, wurden nicht gewählt.
zitat ende
Da kommt mir eine Idee:
Es gibt einige Foren, bei denen man sich durch das Schreiben von Beiträgen virtuelles Geld verdienen kann, das man zwar nicht in echtes Geld tauschen kann, aber man kann dafür Leistungen erwerben. Ein Beispiel hierfür ist das Forum von lima-city (www.lima-city.de).
Um diese Idee in Analogie zu diesem System ein wenig weiter zu spinnen, folgende Idee in Stichworten:
Wer im Forum (außer "Texte") einen Beitrag verfasst, erhält 5 Myslam-Dollars, wer sich an der Diskussion durch Kommentare beteiligt, bekommt 3, jeder Kommentar auf einen Beitrag wird dem Beitragsteller mit 2 Myslam-Dollars vergütet.
Daneben könnte man natürlich auch noch (um Wolfgang Arbeit abzunehmen) eine Moderatorenrolle einführen - ehrenamtliche Moderatoren werden ebenfalls entsprechend mit Myslam-Dollars entlohnt (z.B. 1 Dollar pro Tag). Wolfgang wäre in diesem Modell Administrator, dem Moderatoren helfend zur Seite stehen.
ein Eintrag im Terminkalender kostet 5 Myslam-Dollar oder alternativ 5 Euro.
Aber dies ist nur so eine Idee, und ich weiß nicht, ob sich dies überhaupt in der Struktur von myslam.net umsetzen lässt - der Programmieraufwand würde vermutlich immens sein.
Im übrigen wäre ich nach wie vor dafür, bei der Bemessung der Gebühren die Wirtschaftskraft der Slams angemessen zu berücksichtigen (vielleicht schaffe ich es ja noch, ein etwas einfacheres Modell zu entwickeln als am Anfang der Diskussion ;) )
erstmal natürlich das altbekannte: "Dein Arbeit in allen Ehren, aber!"
Natürlich macht eine Website enorme Arbeit, gerade, wenn sie in diesem Stil besteht, wie MySlam es nun einmal tut. Fakt ist aber, dass bei über 100 regelmäßigen Slams (10 mal im Jahr stattfindend) eine Summe von mindestens 5000 Euro im Jahr in deine Kasse gespült wird. Ist das verhältnismäßig?
Klar kann jetzt jeder kommen und sagen "Aber hier, du, das ist ja nur ein Zuschauer pro Slam und das kannst du doch mal abgeben!", aber was ist wenn nicht?
Es gibt genügend Slams, die am Existenzminimum herumkrauchen. Und gerade bei denen kann man nicht einfach sagen "Dann macht der Veranstalter was falsch!" Was ist mit Slams die mehr auf Locals achten? Die haben nicht die dicken Fahrtkosten, von denen sie dann im Jahr 50-60 Tacken abzwacken können. Selbst hier in Bremen gibt es einen U20-Slam, die haben auch kein Geld. Die zahlen so wie so noch drauf, tun aber was für den Nachwuchs. Sollen die dann noch mehr draufzahlen? Lächerlich. Das sollte nicht der Sinn der Sache sein.
Was ist mit denen, die vom Slam leben, selbst 4-5 Slams im Monat haben, die ebenfalls 10 mal im Jahr stattfinden. Das sind schlimmstenfalls 250 Tacken im Jahr, die am Ende irgendwo fehlen. Oder sollen die dann an den Poeten sparen? Vielleicht nie komplett Fahrtkosten übernehmen?
Ich kann es verstehen, dass du nicht jeden Monat draufzahlen willst, oder kannst, wenn hier so viele Menschen angemeldet sind. Würde ich auch nicht wollen. Aber da muss es doch eine gute Lösung für alle Seiten geben.
Ich selbst bin froh, dass ich Termine schon für den Rest des Jahres eingetragen habe, denn 5 Euro pro Termin finde ich Wucher. Und ich werde bei diesem Preis in Zukunft auch keine Termine mehr hier eintragen. Dann kann ich auch in der Beschreibung des Slams auf die Website hinweisen. Günstiger für den Slam. Spar ich 5 Euro im Monat.
Ich hoffe, du findest eine gute Lösung für die Zukunft, ansonsten wird es denke ich darauf hinauslaufen, dass der Slam Kalender ziemlich dünn wird. Das wäre Schade. Bisher hat er immer ein gutes Bild abgegeben.
Falls man keine Lösung findet, macht sich halt mal wer die Mühe und legt ne Wordpress Seite an. Ist umsonst und funktioniert auch.
Bestes
Seb
Ich fand es nämlich immer äußerst amüsant lediglich Zuschauer dieser unterhaltsamen Diskussionen zu sein und hielt mich an die Regel: Laura, haste nichts Gewinnbringendes zu sagen, halt doch lieber mal dein Maul. Heute breche ich mein Schweigen.
Ist man im Kulturgeschäft tätig, träumt man höchstwahrscheinlich nicht unbedingt von einem Porsche vor der Tür. Arbeitet man im Bereich „Subkultur“ fährt man Bahn. Das wir das alle trotzdem super gerne machen und unser Herzblut und bla bla bla… Wir haben uns dafür hier wohl schon oft genug gelobt und gleichzeitig bedauert. Wie heißt es so schön: Augen auf bei der Berufswahl!
Wolfgang hat was Tolles erschaffen und trotzdem kann er es jetzt nicht mehr ohne finanzielle Unterstützung aus den eigenen Reihen stemmen. Mein Fazit: Schade, dass sein Projekt nicht funktioniert. Denn ich werde keine 5€ pro Veranstaltung zahlen und viele andere augenscheinlich auch nicht. Ich sage ja auch nicht, dass XY natürlich bei uns auftreten darf, aber nur wenn er eine kleine Startgebühr bezahlt, weil sich meine Arbeit sonst nicht rechnet.
Slamveranstaltungen finanzieren sich, reichen die Zuschauerzahlen nicht aus, meist über irgendwelche Fördergelder und um die bemüht sich jeder Slammaster selbst.
Klappt das nicht, gibt es im schlimmsten Fall den Slam nicht mehr. Das mag ja traurig sein, ist aber halt wahr. Gibt es nur noch die Möglichkeit myslam über uns zu finanzieren, gibt es im schlimmsten Fall die Seite nicht mehr. Auch traurig, auch wahr.
Soll alles übrigens nicht heißen, dass ich grundsätzlich gegen kleine Spenden bin, auch wenn ich das zugegebenermaßen noch nie getan habe. Die entsprechen netten Gesten, so wie man aus Liebe zur Sache mal auf die 3,50€ Fahrtkosten verzichtet, wenn man von Wuppertal nach W-Oberbarmen fährt. Wolfgang, du hast hier echt ne gute Seite geschaffen, hast auch sicher viel arbeit und dir sei gedankt, aber bei dem Vorschlag bin ich raus, darf man auch kacke finden und mich schlagen wollen.
Wie auch immer, Gewinnbringend war das wohl auch nur in Maßen. Ich hatte gerade zeit.
Habe auch nur für mich gesprochen, nicht das ihr hier gleich meine Mitveranstalterin lyncht.
Sonne,
Laura
Ich werde nicht gern plötzlich besteuert.
Myslam ist toll, deine Arbeit lieber Wolfgang hat uns alle nach vorn gebracht. Und dafür sind alle dankbar.
Es war klar, dass myslam irgendwann etwas kosten wird. Das ist in Ordnung.
Der Preis allerdings ist völlig jenseits. Und zwar nicht gemessen an irgendeinem fragwürdigen metaphysischen Slam-Geist, sondern gemessen an dem Produkt und an vergleichbaren "Leistungen" im Internet.
Es drängt sich folgender Verdacht auf:
Bei der Frage "was der Spaß jetzt kosten soll", war die Überlegung: "Hey, komm, 5€ sind für einen Slam doch eh nur ein zahlender Gast".
Aber pardon, für 5€ bekommt man im Internet 2-3 Songs, oder man bekommt bei H&M ein T-Shirt, oder man bekommt eine Schachtel Zigaretten, 5 Zonen im ÖPNV. Versteht ihr?
Wie korrespondiert ein Termin im Myslam-Kalender damit?
Wenn der Preis daran bemessen wird, was jeder recht und billig beitragen "sollte", dann ist es kein Preis, sondern eine Steuer.
10-20€ pro Jahr sind angemessen. 55€ im Jahr sind zu viel.
Was man, der Sache zu Gute halten kann: Du hast eine Lösung präsentiert. Das Thema ist jetzt auf unserer Agenda.
Bin gespannt, was kommt.
wir müssen ja nicht einer Meinung sein. Es gibt eben Leute, die sanft murmeln: "Es wird schon alles gut, ihr habt ja alle recht."
Da kann man dann auch gemütlich sagen, dies oder das "sei mal dahingestellt".
Ich reagiere emotional, aber mir darum zwischen den Zeilen mangelnde Sachlichkeit zu unterstellen, finde ich reichlich dünn begründet.
Ganz sachlich: Der hier angebotene Kalender ist das Beste, was es grade in der Szene gibt. Und er ist für sehr viele Leute der Grund, diese Seite hier regelmäßig zu besuchen. So nötig das Manöver Wolfgang auch erscheinen mag (meine Zweifel daran sind bekannt), so absehbar ist nach meiner Meinung die Konsequenz: Die Qualität des Kalenders wird abnehmen.
Schon jetzt sind bei weitem nicht alle Termine drin, selbst von Leuten, die hier Termine eintragen. Und durch diesen Modus der Bezahlung werden es noch weniger Termine; manche Veranstalter werden sich auch komplett aus dieser Funktion des Forums verabschieden.
Das ist nicht verwunderlich, denn die Höhe ist unangemessen.
Dabei sage ich ja nicht, dass die meisten Slams das nicht bezahlen können - das ist ja grade das Perfide daran: Hier wird versucht, einen sehr hohen Betrag in sehr kleinen Happen abzurufen.
Alternativen wie die Bitte um ehrenamtliche Mitarbeit (oder Praktika) zur Entlastung, Frage, ob nicht jemand jemanden kennt, der Serverplatz am Start hat oder die nachdrückliche Bitte an Slammaster, einen Dauerauftrag über einen bestimmten und transparent erläuterten Betrag im Jahr einzurichten, wurden nicht gewählt. Das ist bedauerlich und ich finde, wenn jemand dich vier Jahre lang anfixt und dann plötzlich den Steuersatz von 0 Euro auf viele Tausend im Jahr anhebt, dann wird hier versucht, auf undurchsichtige Weise so viel Geld einzufordern, dass meine Aufregung angemessen ist.
Alles aber nebensächlich, denn der Effekt ist die eigentliche Frage: Das Verhältnis myslam-Termine zu nicht-myslam-Termine wird sich verändern.
Und hier ist meine Sorge: Statt gezielt noch mehr das Sammelbecken und zentraler Anlaufpunkt für die Szene zu sein, wird durch diesen Schritt myslam noch klarer einen Kalender haben, in dem nur manche Termine stehen und ein Forum, in dem sich nur bestimmte Leute äußern.
Und noch etwas: Ich finde es ganz richtig und sogar wichtig, dass ich die Episode meiner Arbeit für das Magazin erwähnt habe - dort ging es schließlich ganz exakt darum, dass Wolfgang von mir wollte, dass ich umsonst für ihn arbeite.
Daher erscheint es mir eben doppelt problematisch, dass er sich jetzt hinstellt und behauptet, er würde umsonst für mich arbeiten und es wäre an der Zeit, daran etwas zu ändern.
Ich lösche jetzt mit Bedauern meine Termine hier im Kalender, aber ich denke nicht, dass dadurch meine Slams schlechter werden.
Ihr findet mich in der slamily, auf facebook und meiner Homepage.
Auf Wiedersehen...
Ansonsten: MySlam ist Wolfgangs Baby, und die Arbeitsstunden, die er hier schon reingesteckt hat, möchte ich nicht beziffern. Wofür er das Geld u.a. braucht, hat er schon mal hier beschrieben: http://myslam.net/de/post/3999.
Bei dem Thema geht es aber auch um eine ganz grundsätzliche Frage: Wofür geben wir Geld aus? Selbstausbeutung ist kein sonderlich gesundes oder nachhaltiges Geschäftsmodell, sondern macht Leute kaputt. Oft genug gesehen, nicht nur in der Kunst. Die Preisgestaltung haben die Slams selbst in der Hand, und wofür sie es ausgeben - Freibier, Fahrtkosten oder Hotelzimmer - ebenfalls. Wer sich selbst ausbeuten kann oder will, nur zu. Es von anderen zu erwarten, weil das nun mal so ist in der Slamszene, finde ich nicht fair. Mittlerweile wird in Deutschland verdammt viel Geld mit Poetry Slam umgesetzt, und genauso wie die Barmenschen, die Kassenmenschen und die Auftretenden an Slam verdienen, kann meiner Meinung nach auch die Kommunikationsinfrastruktur daran verdienen. Über die Höhe kann man sicher streiten, aber nach vier Jahren unentgeltlicher Arbeit kann ich mit den 5€ gerade gut leben.
Zur Magazinsache kann ich nichts sagen - vielleicht solltet ihr da mal direkt miteinander reden, anstatt das hier über die Kommentare auszutragen? Deinen Ärger, Sebastian, kann ich da gut verstehen - auch das hat damit zu tun, dass sich Arbeit eben auch ein bisschen lohnen soll, so viel Spaß sie auch macht.
Also, liebster Sebastian, es ist ja durchaus in Ordnung in Frage zu stellen, ob 5,- pro Slam sein müssen, aber Wolfgang hier zu unterstellen, dass er uns über den Tisch ziehen will, finde ich unabgebracht.
Bleibt bitte auf dem Teppich und sachlich. Ich für meinen Teil bin froh, dass Wolfgang so viel Arbeit hier reinsteckt. Und ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass diese Art von Arbeit entschieden weniger Spaß bringt als Slams zu organisieren, zumal wenn man beruflich auch was ähnliches macht. Dafür eine finanzielle Aufwandsentschädigung einzutreiben finde ich in Ordnung.
Ob es der Szene und myslam wirklich zuträglich ist, wenn Klein-Slams in der oberschwäbischen Provinz für jeden Termin blechen müssen sei mal dahingestellt. Das solltest Du wenn möglich noch irgendwie differenzieren. Aber für große Slams sehe ich da kein Problem. Das dürfte so in der Regel 1 Zuschauer mehr oder weniger sein. Mir ist der myslam-Service so viel wert.
So weit, herzlichst,
Frank
Es geht darum das Dienstleistungen Geld kosten! Um nichts anderes. Ich selber habe auch gesagt das Slams die di Finanzstärke nicht besitzen, nichts zahlen sollten. Alles andere wäre nicht Okay! Allerdings ist es ebenso unfair, das slams geld verdienen mit dem medium myslam arbeiten. aber es nicht entlohnen!
grüße
ich zählte grade nochmal genauer: Für den Mai stehen hier: 215 Events, davon 194 Poetry Slams. Was also soll mir deine penetrant verteidigte Behauptung, meine Angabe sei zu hoch, bitte sagen?
Und danke für deine Einschätzung der Slam-Szene: Eine Szene, in der viele Alles wollen, aber wenige drüber nachdenken, was es kostet.
Ich bin froh, dass ich in den letzten zehn Jahren einen Großteil der Leute kennen lernen konnte, die sich mit Poetry Slam beschäftigen und ich darum sehr genau weiß, wie falsch deine Einschätzung ist:
Hier wimmelt es nur so von Leuten, die lieber bei den Fahrtkosten draufzahlen, als einen mauen Slam zu veranstalten. Leute, die lieber auf einen Teil ihrer Fahrtkosten verzichten, als zu Hause zu bleiben und ihren Text nicht zu kicken. Leute, die auf Böden pennen, zugedeckt von alten Steppdecken. Leute, die Wildfremde bei sich übernachten lassen, weil diese die Leidenschaft teilen, Mikrofone zu zerrocken.
Das ist nicht der Anfang eines pathetischen Slamtextes oder romantische Überhöhung, sondern schlicht eine Realität, die entweder der Vergangenheit angehört, oder hier eiskalt an die Seite gequatscht und zu Geld verarbeitet wird.
auch reine Poetry Salms?
Ich glaube sich den arsch aufreissen tut hier jeder. und jeder weis zu schätzen was du tust. Aber aus deinem Beitrag ging eher nicht hervor das du das zu schätzen weist was Wolfgang tut... ich habe einige zeit selber ein selbstprogrammiertes forum geleitet... mit 2.000 angemeldeten usern. das ist eine heidenarbeit. so empfand ich es. deswegen hab ich damit aufgehört... naja und weil mir das überhaupt keinen spaß gemacht hat :P
Moment! Ich vergleiche die Arbeit eines slamveranstalters mit einem webdesigner/techniker nur weil du es tatest mit dem Kommentar "soviel verdiene ich nicht im Jahr"
IJa wir sind in der Slamszene. In der viele alles wollen, aber wesentlich weniger darüber nachdenken was es kostet.
Ey, MySlam erspart mir in meinem Alltag ne Heidenarbeit und ne lange Telefonrechnung. wenn ich jeden Monat bei 4-5 Salms den Slammern nachtelefonieren müsste... würd ich wahnsinnig werden. Als tourender Slammer okay, vielleicht trifft man da genug die man ins bot holen kann.. ja.. aber mal erlich... 5 € sind für einen Umsatzstarken Slam doch wohl zu tragen. Serviceleistungen kosten geld! Anzeigen kosten geld! Außerhalb des Salms servil mehr als 5 Euro :)
Seb ich fand vorallem deine Schreibweise fieß. Weil ich den Vorwurf der Geldgeilheit sehr gut kenne. Und ich daher weis das sowas wirklich unfair ist.
Küsschen Küsschen klapp klapp
jerome
Und richtig: Ich kann meine Arbeit nicht mit der von Wolfgang nicht vergleichen. Denn ich reiße mir seit über zehn Jahren den Arsch auf, um diese Szene nach vorne zu bringen und stecke neben einer Bruttoregistertonne Herzblut pro Stunde soviel Arbeitszeit rein, dass die Pflege eines kleineren Forums wie diesem hier dagegen ein Zuckerschlecken sein dürfte.
Und klar - ich mache das, weil ich Bock drauf habe und zu meinem großen Glück kann ich damit sogar ein bisschen Geld verdienen.
Wenn du jetzt hingehst und den Job eines Slam-Veranstalters mit dem eines Webdesigners vergleichst (was nicht grade eine Glanzleistung deiner komperativen Fähigkeiten ist), dann übersieh bitte nicht, dass die Aufgabe, einen Slam zu veranstalten, nicht weniger komplex ist, als die, eine Internetseite zu pflegen. Dass du als Admin einer großen Werbefirma 500 Euro in der Stunde verdienen kannst, bezweifel ich nicht. Als Veranstalter der Wagner-Festspiele in Bayreuth verdient man auch nicht weniger.
Wir sind hier aber eben in der Slam-Szene.
Und ich plädiere ja auch nur für eine fairere Lösung.
Wenn wir schon mal dabei sind: Simple Floskeln wie "Aber das Leben kostet ja auch einiges" - das sind Sachen, die man sich sonstwohin stecken kann.
liebe grüße
Vielen Dank für die Antwort. Meinen Kommentar übergehen und ohne Umschweife auf die völlig unkritische Frage von Nils einzugehen zeigt politisches Geschick.
Sagen wir Es werden 150 Termine im Monat Mai eingetragen. Davon sind 120 termine(circa was ich gezählt habe) reine Slams also, nach dem Neuen MySlam Mode, kostenpflichtig.
Liegen wir hier bei einem einkommen von 600 euro. Im Monat. Sollte es der Fall sein das das diese Summe an Terminen monatlich anfällt gut . wären wir bei circa 7.200 Euro.
Sicherlich Sebastian kannst du deine Arbeit auch nicht mit der von Wolfgang vergleichen. Die Tarife sind absolut unterschiedlich. Als ich noch im webgestalterischen Tätig war hab ich selbst als leihe, unter 500 € Für dein reines cms betreuen den finger nich krumm gemacht.
Wolfgang übernimmt die aufgabe, des Grafikers, des programmierers, Des Konzeptschreibers, des Buchalters und des Prberaters. Dazu trägt er die Instandthaltungskosten die bei der Datenmänge mittlerweile sicherlich nicht mehr gering sind.
Deine Summe mit 12.000 im Jahr, ja gut. klingt nach ner schönen Summe. Aber! Leben kostet auch einiges. das muss niemand erwähnen, vielleicht aber doch, weil alle es gerne vergessen ;-)
Wenn MySlam mit dem Wachstum weiterarbeitet das es momentan verspürt ist dies sicherlich schnell ein 1-2 Tagejob. Und im Webbereich ein mindestgehalt von sei es 12.000 Euro zu haben abzgl. Steuern, Gebühren usw. finde ich vollkommen okay!
Fern davon!
Ich lebe auch vom Slam. Von Slamveranstaltungen und kaue genauso am Zahnfleisch wie viele andere die das versuchen. Trotzdem finde ich ist es nicht zu viel verlang von Finanzstarken Slams geld zu verdienen.
Bsp.
Der KaffeeSatz Poetry SLam Münster
Hatte zu Topzeiten 200 Besucher
Bei fünf euro eintritt ist dies eine Abendkasseneinnahme von 1.000 Euro.
Abzzgl der Veranstaltungskosten die meistens zwischen 300 und 600 euro betragen... bleibt immernoch einiges übrig. für jemanden der davon leben muss definitiv nicht genug. Nun gibt es auch Monate wo der KaffeeSatz aber nur 50 Leute zieht.... und daher nicht auf seine kosten kommt sondern miese macht. Aber da kommt es, meiner meinung nach, auf 5 Euro, für die man wiederum einen guten service bekommt, auch nicht mehr an ;-)
Ich finde jedoch, auch das es ein fehler wäre Finanzschwachen Slams eine Gebühr abzuverlangen!
Das würde einen großen rücklauf bedeuten.
Was ich auch nicht okay finde, zu sagen das Wolfgang froh sein muss das wir ihm die "hütte" voll machen. Bisher ist das ganze nämlich hier ein idealistisches Projekt bei dem nur ein paar cents übrig bleiben. was vollkommen legitim ist.
Frage: Was hat Wolfgang davon das wir diese Seite benutzen?
Frage an Wolfgang: Was hast du davon? Ne teure Wohnung, 10 Nutten mehr im Monat?
Also ne!
Ich denke daher das dein Ton der völlig falsche ist!
Was ich nochmal dir raten würde Wolfgang wäre eine Flat für veranstalter einzurichten.
Ich habe in höchst zeiten 4-5 Veranstaltungen hier drin stehen. Das wäre ein gutes entgegen kommen. Und ein grund für mich z.B, auch den Songwriter Slam einzutragen den ich nun erstmal aus dem Kalendar raus lasse.
so. wer nun über fehler in meinem beitrag meckert darf diese fehler anal einführen:)
hab euch lieb!
penisbowle für alle euer jerome! :P
Jährliche Zahlungen hören sich vernünftig an. Das lässt sich sicher auch einrichten. Allgemein besteht natürlich auch die Möglichkeit die Zahlungen mehrerer Monate gesammelt zu überweisen. Eine abschließende Prüfung der Einnahmen wird von meiner Seite sowieso nur halbjährlich oder am Ende des Jahres erfolgen.
Ich zähle im Mai 2012 grob 200 Termine in deinem Kalender - wofür brauchst du von uns Slamveranstaltern hochgerechnet 12.000 Euro im Jahr?
Soviel, lieber Wolfgang, verdiene ich bei weitem nicht mit dem Veranstalten von Slams - und ich arbeite gewiss nicht weniger als Du.
Kann es nicht sogar sein, dass hier eine Szene eine kollektive Leistung erbringt, die dir diese Seite ermöglicht? Sind es nicht wir, die diese Seite füllen? Kommen die Leute nicht wegen uns auf myslam - und das viel mehr, als dass sie wegen myslams zu unseren Slams kommen?
Ich will nicht bestreiten, dass hier eine Gegenseitigkeit besteht und myslam der Szene nicht auch nutzt. Ich will nur in Zweifel ziehen, dass wir dich dafür bezahlen sollten, dass wir dir diese Seite ermöglichen - aus der du es nur nicht schaffst, per Werbung, Sponsoring und Spenden genug Gegenwert für deine Arbeitsstunden an der Seite zu erbringen.
Ich mag dieses Forum und ich empfehle es gerne weiter - grade wegen des Terminkalenders. Einem erneuten (dringenden) Spendenaufruf wäre ich vermutlich nachgekommen.
Aber jetzt pocht mir allzu deutlich im Kopf, dass du mir mal angeboten hast, für die Magazin-Abteilung des Forums zu schreiben, gesponsort von meinem damaligen Verlag. Nach einiger Zeit brach ich jedoch meine Tätigkeit ab, als ich feststellte, dass ich die Vereinbarung falsch verstanden hatte - und 100 % des Sponsorings an myslam gingen und NICHTS bei mir landete.
Da dachte ich dann das Gleiche, das ich jetzt auch denke: Bei aller Wertschätzung Deines Einsatzes - es mangelt Dir an Wertschätzung unseres Einsatzes.
Da brauch ich gar nicht Arnes Berechnung abzuwarten: Dies ist der Versuch, sich über jede Verhältnismäßigkeit hinweg an denen zu bereichern, die dich überhaupt erst hierhin gebracht haben. Wenn Du mit myslam nicht genug verdienst, dann ist das bedauerlich - aber nimm doch die gesammmelte Erfahrung und mach was draus: z.B. mymodelleisenbahn oder mybriefmarkensammlung.
Aber versuch nicht, uns über den Tisch zu ziehen.
Da bist du nicht der Erste und wirst auch nicht der Letzte sein.
1) Jährliche Zahlung - viele Slams wissen ja ziemlich genau, wie viele Veranstaltungen sie im Jahr haben. Ich würde die 60€ für den Inselslam pro Jahr also lieber auf einen Rutsch bezahlen als jeden Monat 5€, da bin ich Faultier.
2) Bankeinzug: Alternativ wäre ein automatischer Bankeinzug natürlich auch eine feine Angelegenheit, die den Servicegrad nochmal steigert.
Und jetzt geh ich einen Dauerauftrag einrichten, der das Problem ja auch irgendwie löst :)
Z für 1
Fortsetzung:
G = "Grundgebühr" in Euro
Dann ist:
M = G + (Z*P)
Die Größen könnte man dann z.B. wie folgt festlegen (wobei man auch andere Werte wählen kann):
G= 1 Euro
Z könnte man angenähert als logarithmische Größe definieren:
Z für 1
Damit aber jeder Slam Master nur für das bezahlt, was ihm auch tatsächlich einen Nutzen bringt, habe ich mich entschlossen, für jede Termineintragung 5 Euro in Rechnung zu stellen, statt eine monatliche Gebühr zu erheben.
ende zitat
Diese "Kopfsteuer", wie ich sie mal nennen will, trifft gerade nichtkommerzielle Slams, die keinen Eintritt nehmen.
Nehmen wir einmal an, ein Slam ohne Eintritt findet 12-mal im Jahr statt, dann fallen an zusätzlichen Jahreskosten 60 Euro an, die der Slammaster zusätzlich zu dem zahlen muss, was er ohnehin schon zubuttert.
Demgegenüber hat ein Slam, der z.B. 8 Euro Eintritt kostet, bei 100 Zuschauern schon 800 Euro Einahmen, von denen 5 Euro weniger als 1 Prozent der Einahmen sind.
Hmmh, könnte man diese Gebühr nicht irgendwie an die erhobenen Eintrittspreise koppeln?
Ich denke da z.B. an eine Formel folgender Form:
M = "Myslam-Gebühr" pro Termin
P = Eintrittspreis in Euro
Z = Zuschauerfaktor (1
Ich wünsche dir zu deinem vor vier Jahren erschaffenes Baby, alles alles gute und bedanke mich auch sehr, das ich zwei Jahre lang schon, hier, ein eil sein durfte und noch immer darf, auch wenn ich nicht immer einfach war, dieses Forum hat mir enorm geholfen, und war so würde ich sagen, für eine gewisse Zeit ein Fels für mich. dafür ein FETTES DANKE MEIN LIEBER!!!
Beste Grüße
Nickyyyyyy
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