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Axel Schröder

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Vielleicht für die letzte Strophe sowas wie: Hab ihm hinterhergewunken durch die Scheibe, innerlich, Fast in Bahnschwellen versunken blühte ein Vergissmeinicht. Okay, es bekommt dadurch schon ein paar Gramm Schmalz. Aber mit dem Chinesischen Namen würde es fast noch fröhlich: Hab ihm hinterhergewunken durch das Fenster, einfach so. Halb in Bahnschwellen versunken blühte eine Wùwàngwǒ. Sonst schick;)
Nein, gut geschrieben finde ich den Text nicht. Auch kein bisschen künstlerisch, poetisch, literarisch. Aber manche Texte müssen das ja auch nicht sein. Manchmal ist Engagement wichtiger. Und engagiert ist der Text. Das nötigt mir Respekt ab. Auch wenn ich gute Gründe habe, die Meinung nicht zu teilen. Vor allem, weil der Text, so wie ich ihn las, den Fäkalienmonsun ebenso oberflächlich betrachtet, wie die Scheißeschleuderer dies dünkelhaft mit Frau Merkel tun. Man kann das Video mit Angela Merkel auf viele Arten sehen. Ich habe an Frau Merkel gesehen, was Jahre der Macht aus einem Menschen machen. Nein, sie erlag nicht dem Versuch, opportunistisch zu werden, sie hat sich die Meinung nicht von einem sympathischen Mädchen verbiegen lassen. Sie ließ sich nicht dazu verführen, angesichts eines Einzelschicksals ihre politische Position zu verraten. (Vermutlich hätte sie es als Verrat empfunden.) Da war sie, fast möchte ich sagen, wohltuend konsequent. Und komplett unmenschlich im Umgang mit dem einzelnen Schicksal. Sie blieb beim „Wir können nicht jeden aufnehmen“ auch dann, als das Mädchen zu weinen begann, weil sie sich so sehr, und so sehr erfolgreich, bemüht hatte, ihre Argumente vorzutragen, und dennoch hören müsste, sie könnte am Ende eine „Jede“ sein, die man nicht aufnehmen würde, obwohl sie deutsch besser sprach, als viele Altersgefährten, und in der Zielstrebigkeit ihrer Träume „deutscher“ erschien, als viel gleichaltrige Deutsche. Als das Mädchen im Weinen erkennen musste, dass es nicht immer gerecht zugeht. Jedes Kind muss das eines Tages erkennen. Und jedes Kind hat ein Recht darauf, in dieser Erkenntnis ernst genommen und getröstet zu werden. Nicht mit falschen Versprechungen. (Bis hierher hielt sich Frau Merkel tadellos) Aber eben auch mit wahrhaftiger Anteilnahme und der Vermittlung des Gefühls: „Ja, Du hast recht. Es geht nicht gerecht zu.“ Angela Merkel hätte das Mädchen auch in den Arm nehmen, schweigen und einfach durch Nähe trösten können. Es hätte nicht mehr verlangt, als mit einem schwachen Kind die Schwäche zu teilen, in Worten oder Gesten zuzugeben, dass nicht einmal sie alles ändern kann. (Was stimmt) Aber gefangen in der Macht, die von ihr verlangt, Mächtigkeit zu demonstrieren, gelingt ihr das nicht. „Du hast doch deine Sache gut gemacht“ sagt sie dem Mädchen. Dazu hätte wunderbar der Nachsatz gepasst: „Das kann dir keiner mehr wegnehmen. Das kannst Du all deinen Freundinnen erzählen, wenn Du wieder zu Hause in Aleppo bist.“ Nein, sie hat das nicht gesagt. Aber es macht keinen Unterschied, ob sie nur den ersten Teil sagte oder beide Teile. Sie hat die Tränen des Kindes nicht verstanden. Sie hat nicht deutlich gemacht, dass sie weiß, warum das Mädchen weint. Falls sie es doch verstand, müsste man unterstellen, dass sie die Angst eines Kindes mit Absicht ignorierte, doch das will ich nicht. Deshalb bleibt nach dem Video für mich die beklemmende Erkenntnis, dass wir in Angela Merkel womöglich jemandem die Zukunft der Kinder anvertrauen, der nicht versteht, warum Kinder weinen. Das finde ich nicht eben beruhigend. Vielleicht sollten es die Dichter sein, die die Debatte um das Video auf diese einfach menschliche Ebene herunterholen. Ja, ganz sicher müssen es die Dichter sein. Da Du, als Teil dieser Community, einer davon bist, spricht für Dich und diesen Text, dass Du es versucht hast. Auch wenn der Text auf einem Nebenkriegsschauplatz hängenblieb. Denn: Mehr als ein „Ich scheiße auf den Shitstorm“ ist es letztlich nicht geworden. Leider. axel
Also der Sprung zum Thema Pfütze kam mir ein bisschen ... plötzlich. (Vielleicht, weil die Pfütze, in die man tritt, immer irgendwie "plötzlich" da ist..) Aber das Wechsel-Verhältnis von Weg und Ziel hat mich deutlich mehr angesprochen. Vor allem:"Sehen sie den Weg vor lauter Zielen nicht?" Ein Bogenschütze, der sein Ziel anvisiert und dabei nicht den Weg des Pfeiles "sieht", wird schwerlich treffen. Ich hätte es schön gefunden, wärest Du bei diesem WegZielThema länger verpfeilt. Oder war beim Schreiben für dich das Ziel weg, weil Du auf den Weg zieltest? Ein wunderbares Thema. Eines zum Weiterverfolgen, zu tief, um es im Vorbeigehen "hinzupfützen". Ich wünsch Dir viel Spaß dabei! Und allzeit Null Stillstand! Rühren! Und: "Du bist die Pfütze, die ich immer suchte!" - das ist großes Kino! ;)
Tja, zum Thema Flüssigkeit kann ich nicht viel sagen: Kanufahrer auf Flüssen berichten immer wieder davon, dass sie den einen Fluss fühlen und einen anderen auch mal nicht. Entsprechend kommen sie auf dem einen leicht voran, auf dem anderen schwer. Ce la rivière. Ce la rivière. Solange der Text dabei nicht überflüssig wird, ist das, denke ich, in Ordnung. Er wollte zwar ein paar mehr Ebenen berühren, als nur die eine, die du verkürzend verreimt hast, aber auch da gilt wohl: Ce la rievière. Egal, wie er sich windet - jeder wirkt beinahe schnurgerade, sobald man íhn aus genügend großer Höhe betrachtet. Aber gut, das es wenigstens kein Brei war. Das wäre mir nun wirklich peinlich gewesen. ;)
Ich finde, dieser Text hat richtig wunderbare Momente. Und auch, dass er irgendwie zwei Texte ist. Die letzten fünf Strophen sind in ihrer Schlichtheit wahrhaftig und berührend. So, als wärst Du Dir beim Beschreiben hier traumwandlerisch sicher gewesen. Dagegen wirken die Strophen davor seltsam unentschlossen. Mit Absicht, womöglich. Aber wenigstens mich verstört es auch irgendwie. Hast Du mal versucht, die beiden Teile zu "mischen", um die merkwürdige Gefühlsambivalenz als Gesamtkonstrukt noch spürbarer zu machen? Ich fänd`s spannend. ;)

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Hieroniemuß
Dankeschön, Herr Schröder--'warte nur noch auf den Köder, mit dem das Neue mich nimmt an die Angelrute, dir wünsch' ich ebenso nur Alles Gute.
Schön'Gruß
Hieroniemuß
Hieroniemuß
Mein lieber Axel, vielen Dank für die Blumen, doch wie es halt so ist, wächst manch' Gerücht auf einem Haufen Mist. Nichtsdestotrotz ist mir ein schöner Gruß am falschen Tag viel lieber als mancher, der ganz pünktlich kommt und doch nur ist ein Schieber. Für Angebote, die ich nutzen sollte, weil ich doch günstig Ware haben wollte und alle, denen ich tagtäglich meine Daten sag', sie gratulieren mir dann auch zum Ehrentag. Verbunden mit unschlagbaren Angeboten und unsagbaren Dichtungen dazu und Schoten.
So ist der falsche Termin doch wohl ein richtiger Zeipunkt, weil er, der Gruß, dann einzigartig prunkt. Auf einem Alltag, der sonst alltäglich wäre und nun sich abhebt und Glanz bekommt samt Atmosphäre.
Wir wär'n ja dumm, wenn wir die unzeitgemäßen Grüße gleich ablehnten--Auch wenn wir geboren wären am 14.10.
Schön'Gruß
Hieroniemuß
LaPalabra77
Axel, der Könner ;)

Lass dir liebe Grüße da und freue mich auf weitere Werke von dir ;)

LG
LP
Hieroniemuß
Huch---Deinen Gästebucheintrag bei mir hatte ich völlig übersehen---gerade erst gelesen.
Du hast recht--ich wußte allerdings um das Unlogische. Teils war es ein versteckter Hinweis und Anerkennung für cribs, falls sie noch da am Lesen war.
Schön'Gruß
Hieroniemuß

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