Alex Grabbe Göbel
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Homeslam
Tübingen - Poetry Slam
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16.11.1990
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8.3.2011 19:54 |
Antwort auf: Die Sache mit der Textwahl
Die Diskussion kommt mir jetzt zu lange (her) vor, um alle nötigen Referenzen vortragen zu können, aber ich habe auch schon oft über das Thema nachgedacht. Trennung von "ernst" und "lustig" kann zu pauschalisiert sein, da - wie bei allen Kategorisierungen - etwas zwischen den Wägen liegen bleibt, aber ganz sinnlos ist es sicher nicht, gemessen am Anspruch, den der Poet repräsentiert.
Ich habe dazu ein schönes Zitat von Felix Römer:
"Ein mittelmäßiger lustiger Text kommt immer an - ein mittelmäßiger ernster fast nie."
Wer sich also am Erfolg messen lassen will (das sei zumindest jedes Menschen freie Entscheidung), der kann versuchen, sich dem Publikum anzupassen (ob und inwieweit das möglich und sinnvoll ist, böte genug Platz für eine eigene Diskussion; dass das Publikum nunmal eine Rolle spielt und nicht immer dasselbe ist, sollte unbestreitbar sein).
Allerdings glaube ich, dass echt Poesie eben aus "lustig" und "ernst" tatsächlich rausfällt, denn dieses Gefühl ist einfach nur "schön". Diesen Anspruch versuche ich ein bisschen in meinen Texten Rechenschaft zu zollen, denn es heißt nunmal Poetry Slam.
P.S. Ich bin nahezu völliger Neuling und kann diese Ansichten nicht empirisch fundieren, habe aber nahezu das komplette YouTube-Archiv durchwühlt (das könnte bei manchen jetzt falsch ankommen, aber egal) - in jedem Fall finde ich diese Frage wirklich diskussionswürdig und musste mal was schreiben. Ich bitte um Verzeihung, wenn die Zeit, die es in Anspruch nimmt, diesen Text zu lesen, als Verschwendung empfunden wird und werde versuchen mich zu bessern.




