MySlam.net est un portail web gratuit dédié au Slam, à la poésie sonore et aux performances. Ici, vous trouverez des lieux de Slams, des événements, des poètes slammeurs et divers médias audio et vidéos

forum - Allgemein - Buch zum Rilke-Preis erschienen: "Erste Worte n...

ej

Buch zum Rilke-Preis erschienen: "Erste Worte nach dem Gedankenstrich"

Der allseits beliebte Rilke-Preis wurde am WE auf der Buchmesse vergeben.
Gemeinsam mit dem Leipziger Literaturverlag hat der gemeinnützige Verein Journalismus und Jugendkultur Chemnitz e.V. am vergangenen Sonnabend sein neues Buch Erste Worte nach dem Gedankenstrich vorgestellt. Dieses Buch vereint die besten Beiträge zum Rilke-Preis, dessen Gewinner ebenfalls bei der Präsentation auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wurden. Gewonnen hat der Marburger Student Ben Niclas Berressem mit dem Gedicht „Imperium Romanum“. Die Lokalpresse (Leipziger Volkszeitung, LVZ) und die Lakaien der Antifa-Journalistin Andrea Röpke versuchten bis zuletzt, die Präsentation zu verhindern, blieben aber letztendlich erfolglos.

Der Verein Journalismus und Jugendkultur hielt den Ort und die Uhrzeit der Preisverleihung weitestgehend geheim und lud nur halböffentlich ein. Man fürchtete gewaltbereite Antifaschisten, die von der Presse zur Preisverleihung auf der Messe bzw. zur abendlichen Feier geschickt werden. Die Sorge war nicht unbegründet: Zwei Tage vor der Verleihung des Rilke-Preises brachte die Leipziger Volkszeitung (LVZ) eine halbseitige Schmähschrift, die den Herausgeber des Buches, Felix Menzel, und seine Autoren in ein schlechtes Licht rücken sollte.

Röpke und Co. jagen Menzel und seine Autoren – wegen Rilke

Jens Kassner, der bereits seit einiger Zeit vor dem Rilke-Preis warnt, durfte in der LVZ darlegen, warum diese Zeitschrift sowie der Rilke-Preis so gefährlich sind: „Doch die Blaue Narzisse findet landesweit Anhänger unter Jugendlichen, die nicht gerade zu den sogenannten bildungsfernen Schichten gehören. So ist der Rilke-Wettbewerb auf eine dauerhafte Bindung eines intellektuellen Nachwuchses an die Plattform ausgerichtet.“

Das Ziel des Berichts von Kassner in der LVZ war klar: Er wollte die Preisverleihung verhindern und hätte sicherlich auch nicht zurückgeschreckt, Antifa-Schläger zu der Villa zu schicken, wo am Abend die Gewinner des Rilke-Preises sowie Autoren des Buches zusammenkamen. Kassner rief mehrmals unter falschem Namen beim Gerhard Hess Verlag sowie bei Menzel, dem Herausgeber des Buches, an, um Ort und Uhrzeit der Preisverleihung herauszubekommen. Einen Blick in die Ersten Worte hat er dagegen nicht geworfen.

Am Sonnabend, dem Tag der Preisverleihung und Buchpräsentation, lief dann den antifaschistischen Journalisten die Zeit weg. Andrea Röpke, Andreas Speit und einige ihrer Lakaien jagten deshalb Felix Menzel und einigen anderen Autoren von Erste Worte auf der Messe regelrecht hinterher. Dies führte so weit, daß Menzel und seine Autoren im Pressebereich von den Antifa-Journalisten abfotografiert und danach verfolgt wurden. Die Jagd brachte jedoch nicht das erwünschte Ergebnis: Sowohl die Preisverleihung auf der Messe als auch die abendliche Feier konnten ohne Störungen stattfinden.

Margret Millischer, Übersetzerin der „Briefe an eine venezianische Freundin“, gratuliert zum Rilke-Preis

Dem Verein Journalismus und Jugendkultur war es gelungen, für die Preisverleihung einen namhaften Kooperationspartner zu gewinnen. Das eigene Rilke-Buch Erste Worte nach dem Gedankenstrich präsentierte Menzel am Stand des Leipziger Literaturverlags gemeinsam mit Margret Millischer aus Wien, der Übersetzerin von Rilkes Briefe an eine venezianische Freundin. 30 bis 40 interessierte Zuhörer fanden sich am Stand ein, um zu hören, wer den Rainer Maria Rilke-Jugendkulturpreis gewonnen hat. Der Gewinner, Ben Niclas Berressem, las schließlich auch sein Gewinnergedicht „Imperium Romanum“ vor und freute sich über die Auszeichnung. Den zweiten Platz beim Rilke-Preis belegt die Schülerin Eva Ulrike Henter-Besting. Den dritten Platz erreichte der Künstler Dominik Schmitt. Alle ihre Beiträge sind im Buch Erste Worte nach dem Gedankenstrich enthalten. Der Rilke-Preis ist mit insgesamt 600 Euro dotiert.

Der Gewinner Berressem wurde am 6. November 1987 in Marburg geboren. Derzeit studiert er dort an der Philipps-Universität Klassische Archäologie und Latein. Mit 18 Jahren trat er in den literarisch-humorvollen Männerbund Schlaraffia ein. Außerdem ist er Mitglied einer Studentenverbindung. Ben Niclas Beressem sagt über sich selbst: „Mein Vater weckte früh meine Begeisterung für Geschichte und insbesondere Erste Wortedie europäische Antike, indem er mir bereits im Kindergartenalter römische und griechische Sagenstoffe näher brachte. In der Grundschule faßte ich wohl zum ersten Mal den Entschluß, eines Tages entweder Archäologe zu werden oder Dinosaurier zu erforschen. Meine Schulzeit auf dem Gymnasium Philippinum vertiefte die Liebe zur Antike, indem sie mir die alten Sprachen näher brachte.

„Mit Dadaismus und ähnlichen Ausbrüchen wußten wir allerdings wenig anzufangen, da uns der Sinn vor allem nach traditioneller Dichtung stand.“

Währenddessen wuchs auch mein Interesse für die Dichtung und ich orientierte mich bei meinen unbeholfenen ersten Versuchen an den Vorbildern der Weimarer Klassik. Schnell lernte ich auch die Lyrik anderer Epochen von der Antike bis in die Gegenwart kennen, wobei mir die Romantik am meisten zusagte. Ein Schulfreund, der meine Freude am gebundenen Wort teilte, wurde bald zu einem literarischen Gesprächspartner und wir halfen uns beim Fortschritt unserer eigenen Verse gegenseitig. Mit Dadaismus und ähnlichen Ausbrüchen wußten wir allerdings wenig anzufangen, da uns der Sinn vor allem nach traditioneller Dichtung stand. Auch heute kann ich der jugendlichen Lyrikkultur, wie man sie etwa in Form von Poetry Slams findet, nichts abgewinnen. Maß und Rhythmus sind mir ebenso wichtig, wie eine Einreihung in das künstlerische Erbe der Vergangenheit.“

Nach der gelungenen Präsentation von Buch und Rilke-Preisgewinnern auf der Messe fanden sich die Gewinner, Autoren des Buches sowie Freunde des Vereins in einer Leipziger Villa zu einer abendlichen Feier mit vielen interessanten Gesprächen zusammen. Ob der Rilke-Preis wiederholt wird, steht laut Angabe von Menzel noch nicht fest. Man warte jetzt erst einmal ab, wie das Buch ankommt.

Erste Worte nach dem Gedankenstrich. Beiträge zum Rilke-Preis kann ab sofort bestellt werden. Eine Vorbestellung ist über den Gerhard Hess Verlag sowie das Kontaktformular dieser Zeitschrift Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. möglich. Bilder vom Sonnabend haben wir ins Weblog eingestellt.

Felix Menzel (Hg.)
Erste Worte nach dem Gedankenstrich
Beiträge zum Rilke-Preis

1. Auflage 2011 (ist am 19. März 2011 erschienen)
Gerhard Hess Verlag
ISBN 978-3-87336-370-0
Hardcover, 144 Seiten inkl. 4 Seiten farbiger Bildteil
16,80 Euro